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Benjamin Gunnar Cohrs (* 21. September 1965 in Hameln) ist ein deutscher Dirigent, Musiker, Musikforscher und Publizist.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Ausbildung
  • 2 Dirigent
  • 3 Musikforscher und Publizist
    • 3.1 Noten-Ausgaben (Auswahl)
    • 3.2 Schriften (Auswahl)
    • 3.3 Kompositionen (Auswahl)

[Bearbeiten] Ausbildung

Cohrs debütierte 1984 als Dirigent mit dem Orchester der Jugendmusikschule Hameln, wo er seit 1972 seine erste musikalische Ausbildung in den Fächern Querflöte, Klavier und Tonsatz erhielt. Anschließend gründete er das Jugendstreichorchester Hameln, das bis 1990 unter seiner Leitung Werke des Streich- und Kammerorchester-Repertoires aufführte. Von 1986 bis 1989 studierte Cohrs Dirigieren bei Nicola Samale in Rom; von 1989 bis 1994 an der Hochschule für Künste Bremen Konzertdirigieren bei Hans-Joachim Kauffmann, Querflöte bei Susanne Meier und Gesang bei Hidenori Komatsu. Sein Prüfungskonzert, das neben Werken von Felix Mendelssohn Bartholdy, Jean Sibelius und Frank Martin die Bremer Erstaufführung der Fünften Sinfonie von Ralph Vaughan Williams beinhaltete, wurde von Radio Bremen aufgezeichnet und mehrfach ausgestrahlt. 1994 absolvierte Cohrs auf Einladung der University of Adelaide als Stipendiat des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) einen Diplomstudiengang der Musikwissenschaften bei Andrew D. McCredie. Im Jahre 2008 bereitet er seine Promotion im Fach Musikwissenschaften vor.

[Bearbeiten] Dirigent

Am 6. November 2000 bestritt Cohrs mit dem Russischen Nationalorchester im großen Saal des Moskauer Konservatoriums sein internationales Konzert-Debüt als Dirigent. Seitdem hat er u.a. die Philharmonia Hungarica und das Sarajevo Symphony Orchestra dirigiert. Sein Japan-Debüt mit dem Royal Flanders Philharmonic am 28. September 2001 in Tokio beinhaltete ein Werkstattkonzert, in dem er die japanische Erstaufführung von Fragment wie auch Vervollständigung des Finales von Bruckners Neunter leitete. Am 8. Oktober 2002 dirigierte er außerdem im Rahmen eines Festkonzertes des oberösterreichischen Brucknerbundes in Gmunden die komplette Neunte Sinfonie Bruckners mitsamt Finale-Vervollständigung. Es musizierte die Janacek Philharmonie Ostrava. Seit 2002 ist Cohrs dem New Queen's Hall Orchestra (London) als Berater und Gastdirigent verbunden.

[Bearbeiten] Musikforscher und Publizist

Seit 1996 schreibt und moderiert Cohrs für Radio Bremen, SWR, WDR Programme und Features. Als Kultur-Journalist und wissenschaftlicher Autor arbeitet er für die Tagespresse, Internet-Magazine, Fachzeitschriften, Veranstalter und CD-Firmen. Seit 1995 ist Cohrs Mitarbeiter der Anton Bruckner Gesamtausgabe im Musikwissenschaftlichen Verlag Wien (MWV). Dort legte er unter anderem eine Neuausgabe der Neunten Sinfonie d-moll, einen Studienband zum Scherzo sowie den Revisionsbericht vor. Bekannt wurde er insbesondere als Bruckner-Forscher. Von 1986 bis 2008 war er im Teamwork mit Nicola Samale an der Erarbeitung der Aufführungsfassung des unvollendeten Final-Satzes der Neunten Sinfonie d-moll von Anton Bruckner beteiligt; die nochmals revidierte Neuausgabe erscheint im Sommer 2008. Für die wissenschaftliche Reihe Musik-Konzepte stellte er im Auftrag der früheren Herausgeber Heinz-Klaus Metzger und Rainer Riehn das Dreifachheft 120/121/122 zusammen (Bruckners Neunte im Fegefeuer der Rezeption, München 2003). Cohrs hat außerdem auf der Grundlage von Originalquellen neue Aufführungsfassungen der Unvollendeten Sinfonie h-moll D 759 von Franz Schubert und der c-moll-Messe von Mozart erarbeitet.

[Bearbeiten] Noten-Ausgaben (Auswahl)

[Bearbeiten] Schriften (Auswahl)

[Bearbeiten] Kompositionen (Auswahl)

Personendaten
Cohrs, Benjamin Gunnar
deutscher Dirigent, Kultur-Journalist, Musiker, Musik-Forscher, Publizist
21. September 1965
Hameln





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