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Tontrommeln sind sanduhr- oder tulpenförmige Keramikobjekte ohne Boden. Sie sind typisch für die Südostgruppen der Trichterbecherkultur, insbesondere die Walternienburg-Bernburger Kultur, sind aber auch bei den südlicheren Nachfolgegruppen der Michelsberger Kultur zu finden. Sie sind oft reich verziert und werden im Gegensatz zu Kragenflaschen oft in zerscherbtem Zustand angetroffen.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Fundorte
  • 2 kulturelle Einordnung
  • 3 Deutung
  • 4 Literatur

[Bearbeiten] Fundorte

Sie fanden sich in Megalithanlagen (z.B. Barskamp, Oldendorf im Krs. Lüneburg), in Siedlungen (Dölauer Heide) und in Totenhütten. Für die Wartbergkultur sind sie z.B. in den Galeriegräbern von Calden und Warburg belegt.

[Bearbeiten] kulturelle Einordnung

Die etwa 200 bisher gefundenen bikonischen oder tulpenförmigen "Tontrommeln" gehören zu mehreren endneolithische Kulturen: (Walternienburg-Bernburger Kultur, Havelländische Kultur, Kugelamphoren-Kultur, Salzmünder Gruppe, Schönfelder Kultur und Trichterbecherkultur). Auch aus der Wartberg-Kultur sind verschiedene "Trommeln" bekannt. Hier treten sie vor allem in Zusammenhang mit den Galeriegräbern auf, und dürften hier eine wichtige Rolle im Bestattungs- und Totenritual gespielt haben.

[Bearbeiten] Deutung

Müller-Karpe warf bereits 1974 die Frage auf, ob es sich tatsächlich um Musikinstrumente handele. Nach den Fundumstände kann es sich auch um Trichter für Libationsopfer handeln, über deren Öffnung kein Fell, sondern ein Tuch gespannt war. Funde in Großeibstädt verwiesen auf die Einbringung einer nicht näher bestimmbaren Flüssigkeit. Diese Einschätzung konnte sich bisher nicht durchsetzen.

[Bearbeiten] Literatur






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