Karl Stoevesandt (* 9. August 1882 in Bremen; ? 4. Juli 1977 ebenda) war ein deutscher Mediziner und Theologe.
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Nach dem Besuch des Alten Gymnasiums in Bremen studierte Karl Stoevesandt Medizin in Tübingen, Berlin und Leipzig. Als Assistenzarzt am Hygienischen Institut in Kiel schrieb er seine Dissertation. Von 1913 an, bis ins hohe Alter praktizierte Stoevesandt als niedergelassener Arzt in Bremen.[1]
Als aktiver Christ engagierte sich Karl Stoevesandt in der Gemeinde Unser Lieben Frauen in Bremen. Zunächst als Diakon, war er dort später von 1933 an als Bauherr verantwortlich tätig.
In der Zeit des Nationalsozialismus trat Stoevesandt dem Wirken der Deutschen Christen entschieden entgegen. Die Gestapo hielt ihn für besonders gefährlich und nahm ihn wiederholt für mehrere Tage in Schutzhaft.[2] In seinem Bremer Privathaus in der Kohlhökerstraße gründete Karl Stoevesandt 1934 mit Gleichgesinnten die Bekennende Gemeinde Bremens und war Mitglied der Bekenntnissynode.
Als eine Art Abrechnung mit seinen politischen Gegnern verfasste er ein Buch über seine Erfahrungen in der Zeit des Kirchenkampfes in Bremen (Bekennende Gemeinde und deutschgläubige Bischofsdiktatur. Geschichte des Kirchenkampfes in Bremen 1933-1945, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1961).
Karl Stoevesandt war seit 1913 mit der Krankenschwester Dorothee Köster verheiratet und Vater von sechs Kindern. Die ältesten drei Söhne fielen im II. Weltkrieg. Der jüngste Sohn Hinrich, promovierter Theologe[3], ist der Leiter der Karl-Barth-Stiftung in Basel.
Seit 1922 war Karl Stoevesandt mit Karl Barth befreundet. Der lebenslange Dialog und Briefwechsel ging in die Literatur ein.
Verleihung
| Personendaten | |
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| NAME | Stoevesandt, Karl |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Mediziner und Theologe |
| GEBURTSDATUM | 9. August 1882 |
| GEBURTSORT | Bremen |
| STERBEDATUM | 4. Juli 1977 |
| STERBEORT | Bremen |