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Nordsee (Restaurant)



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Dieser Artikel befasst sich mit der Restaurantkette Nordsee; zu anderen Bedeutungen, siehe Nordsee (Begriffsklärung).
Nordsee Fischspezialitäten GmbH
Unternehmensform GmbH
Gründung 23. April 1896
Unternehmenssitz Bremerhaven, Deutschland
Unternehmensleitung

Heiner Kamps, Jürgen Glaser

Mitarbeiter ca. 6000
Produkte

Fischspezialitäten

Website www.nordsee.de

Die Nordsee Fisch-Spezialitäten GmbH betreibt unter der Bezeichnung Nordsee eine Schnellrestaurantkette mit den Schwerpunkten Fisch und Meeresfrüchte. Sie entstand aus dem Frischfischhandel, der durch Salate und Fischbrötchen ergänzt wurde. Später kamen auch Fischfrikadellen ? Bremer genannt ? und gebratener Fisch ins Sortiment.

In Bayern und Österreich gibt es heute noch reine Nordseefischgeschäfte, in Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz gibt es kombinierte Schnellrestaurants mit Frischfischtheke.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Geschichte
  • 2 Übernahme
  • 3 Umsatz
  • 4 Werbung
  • 5 Ausbildung
  • 6 Weblinks

[Bearbeiten] Geschichte

Nordsee wurde am 23. April 1896 in Bremen von einer Gruppe Bremer Reeder und Kaufleute unter Führung des Reeders Friedrich Adolph Vinnen (1868-1926) als Deutsche Dampffischereigesellschaft Nordsee gegründet. Sie gingen auf Fischfang, um den Menschen im Binnenland auf schnellstem Wege frischen Fisch anbieten zu können, und eröffneten noch im gleichen Jahr das erste Nordsee-Restaurant in Bremen. Das Unternehmen Nordsee Fischspezialitäten GmbH mit Sitz in Bremerhaven existiert seit 1896.

Im Laufe der Zeit schaffte es Nordsee eine der größten Fischfangflotten Deutschlands aufzubauen, von der jedoch bis zum Ende des ersten Weltkrieges viele Schiffe versenkt oder enteignet wurden. Nach dem zweiten Weltkrieg begann die Expansion. Es wurden nach und nach immer mehr Fischläden (Meeresbüffets) eröffnet. Ende der 1950er Jahre kam es dann zu einem Verkauf an eine Käufergemeinschaft aus Dresdner Bank und Unilever.

In der Mitte der 1960er kam das neue Nordsee-Konzept, Nordsee-Quick, hinzu. Das erste Restaurant dieser Art wurde in Darmstadt eröffnet.

Unilever hielt seine Anteile bis 1997, um sie dann im Zuge einer Umstrukturierung des Konzernes an Apax Partners zu verkaufen. Diese spalteten als erstes die Nordsee-Tochterfirmen ab, darunter die Deutsche See Fischmanufaktur und Frozen Fish International, Hersteller der bekannten Iglo-Tiefkühlfischprodukte.

Nordsee-Restaurant in Braunschweig

Im Jahre 2004 kam es zu einer Neuaufstellung des Sortimentes. Mit neuen Produkten und neuem Auftreten versuchte Nordsee ihr Image zu verbessern.

2004 wurden zwei Nordseefilialen in Tschechien in Prag und Brünn eröffnet. Auch in Rumänien und Ungarn gibt es Filialen. In der Schweiz gibt es Nordseefilialen, es handelt sich dabei aber um Franchisingfilialen, die rechtliche Inhaberin ist die Candrian Seafood AG. Die Restaurants befinden sich dementsprechend an von Candrian Catering bevorzugten Lokalitäten wie dem Bahnhof Zürich, dem Bahnhof Bern und dem Flughafen Zürich.

1932 gab es in Deutschland bereits 128, in Österreich 32 Filialen. 1964 wurde das erste Nordsee Quick-Restaurant eröffnet; zehn Jahre später entstand in Göttingen die 100. Filiale dieser Art. 1999 führte Nordsee den so genannten Snack Shop als im Vergleich zu den Restaurants kleinere Verkaufsstelle ein. Außerdem findet seitdem bei Nordsee alle sechs Wochen eine neue Aktionsrunde mit wechselnder Farbe der Werbemittel und jeweils einem Aktionsgericht im Meals- und Snackbereich statt. Ebenfalls wechseln die Spielzeuge in der "Tollen Tüte".

2007 verkündete Nordsee, dass im Frühjahr die erste Filiale in Dubai eröffnet werden soll. 150 weitere Restaurants im Mittleren Osten sollen folgen.

[Bearbeiten] Übernahme

Am 8. August 2005 wurde bekanntgegeben, dass die Heiner Kamps gehörende Kamps Food Retail Investment SA (KFRI) gemeinsam mit dem japanischen Bankhaus Nomura die Nordsee GmbH vom bisherigen Eigentümer Apax gekauft hat. Die Übernahme wurde am 29. September 2005 von den zuständigen Behörden genehmigt. Angaben zum Kaufpreis wurden nicht gemacht. Kamps war bereits seit vielen Jahren Minderheitsgesellschafter.

Im Mai 2006 hat die japanische Bank Nomura ihren Anteil von 19,5 Prozent an der Nordsee an die KFRI verkauft, die dadurch fast 100 Prozent der Anteile besitzt. Gleichzeitig hat sich die ACP Capital Ltd. mit 12,5 Prozent an der KFRI beteiligt.

[Bearbeiten] Umsatz

2006 erzielte das Unternehmen mit 6000 Beschäftigten, 361 Filialen in Deutschland sowie weiteren 56 in Österreich, der Schweiz und Osteuropa einen Umsatz von rund 369 Mio. Euro.

Die umsatzstärkste deutsche Filiale befindet sich auf dem Viktualienmarkt in München in einem Gebäude aus den 1950er Jahren.

[Bearbeiten] Werbung

Derzeit wirbt die Nordsee auch im Fernsehen mit dem Slogan ?Fisch verliebt". Das eher konservative Image des Unternehmens soll damit modernisiert werden.

[Bearbeiten] Ausbildung

Nordsee bildet aktuell in den Berufen "Fachmann/-frau für Systemgastronomie" und "Kaufmann/-frau im Einzelhandel" deutschlandweit etwa 200 Auszubildende aus, wobei der Schwerpunkt mit etwa 160 Auszubildenden auf dem Beruf "Fachmann/-frau für Systemgastronomie" liegt. In der Hauptverwaltung in Bremerhaven werden zudem Ausbildungsplätze für die Berufe Bürokaufmann/-frau und Informatikkaufmann/-frau angeboten.

[Bearbeiten] Weblinks






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