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Der Kalender der Kelten richtet sich nach der Sonne und dem Mond. Im Gegensatz zu anderen Kulturen kannten die Kelten nur zwei Jahreszeiten, Sommer und Winter. Der Sommer begann am 1. Mai, also am Anschluss an Beltane. Der Winter wiederum begann am 1. November, ebenso im Anschluss an ein Fest, in diesem Falle das Samhain-Fest. Zugleich mit dem 1. November begann ein neues Jahr.
Monate und Jahreszeiten richteten sich nach der Sonne und dem Mond. Die zwei Jahreszeiten wurden durch zwei weitere Feste übrigens in je zwei Hälften geteilt. Das eine Fest nannte man Imbolc, welches am 1. Februar gefeiert wurde. Dieses Fest unterteilte den Winter, und somit den Zeitpunkt des Wiedererwachens der Erde (Frühling). Im Sommer feierte man das Fest Lughnasadh, welches am 1. August stattfand. Dieses teilte den Sommer und war damit die Einleitung in die Zeit der Ernte (Herbst).
Das wichtigste Fest der Iren war Samhain, in der Nacht dieses Festes herrschten besondere Gesetze, die Lebenden wie die Toten konnten jeweils die Grenze in die andere Welt überschreiten. Den Mythen zufolge fanden an diesen Tagen Schlachten, zum Beispiel Mag Tured statt. Ebenfalls sollen berühmte Könige und Helden gestorben sein.
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Da sich die Kelten, im Gegensatz zu vielen anderen Kulturen, auch am Mond orientierten, wurde das Jahr in 13 Mondmonate eingeteilt.
In der Esoterik des 20. Jahrhunderts wurden, zuerst durch Robert Ranke-Graves 1946 in dem Buch "Die Weiße Göttin", den Monaten Baumnamen zugewiesen, die zum Teil dem Ogam-Alphabet entnommen waren. Den Bäumen wies Graves bestimmte Eigenschaften zu, die Bedeutung für in diesem Monat Geborene haben sollten. Später wurden den Monaten auch noch Steine zugeordnet.
| Nr | Name | Bedeutung | Beginn | Baum | Stein |
| 1 | Beth | Anfang | 24. Dezember | Birke | Bergkristall |
| 2 | Luis | Belebung | 21. Januar | Eberesche | Turmalin |
| 3 | Nion | Kraft des Meeres | 18. Februar | Traueresche | Aquamarin |
| 4 | Fearn | Feuer | 18. Maerz | Erle | Granat |
| 5 | Saille | Verzauberung | 15. April | Weide | Mondstein |
| 6 | Uath | Reinigung | 18. Mai | Hagedorn | Lapislazuli |
| 7 | Duir | Standhaftigkeit | 10. Juni | Steineiche | Diamant |
| 8 | Tinne | Blut | 8. Juli | Stechpalme | Rubin |
| 9 | Coll | Weisheit | 5. August | Haselnuss | Topas |
| 10 | Muin | Beseelung | 2. September | Weinstock | Amethyst |
| 11 | Gord | Wiederauferstehung | 30. September | Eibe | Opal |
| 12 | Pethboc (Ngetal) | Königtum | 28. Oktober | Schilf (Schlehdorn) | Saphir |
| 13 | Ruis | Das Unvermeidliche | 25. November | Holunder | Olivin |
| 14 | Unbehauener Stein | Der Tag zwischen den Jahren | 23. Dezember |
Auf dieser Grundlage wurde 1971 im Auftrag einer französischen Frauenzeitschrift das sogenannte keltische Baumhoroskop erfunden, das in der Folge im deutschsprachigen Raum weite Verbreitung gefunden hat. Abgesehen von den Terminen der Monate haben diese Horoskope jedoch nichts mit mittelalterlichen oder gar vorgeschichtlichen keltischen Kalendern zu tun.
[1] www.luckysoul.de [1] [2] www.beepworld.de/keltischerkalender [2]