| Klassifikation nach ICD-10 | ||
|---|---|---|
| S14 | Verletzung der Nerven und des Rückenmarkes in Halshöhe | |
| S24 | Verletzung der Nerven und des Rückenmarkes in Thoraxhöhe | |
| S34 | Verletzung der Nerven und des lumbalen Rückenmarkes in Höhe des Abdomens, der Lumbosakralgegend und des Beckens | |
| ICD-10 online (WHO-Version 2006) | ||
Rückenmarksverletzungen werden anhand des Ausmaßes der Schäden des Rückenmarks in drei Stadien eingeteilt. Sonderformen sind das Konus-Cauda-Syndrom und das Brown-Séquard-Syndrom.
Inhaltsverzeichnis
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Die Commotio spinalis, auch Rückenmarkserschütterung genannt, ist die einfachste Verletzung des Rückenmarks. Sie tritt häufig bei kurzfristigen indirekten Gewalteinwirkungen auf die Wirbelsäule und den Spinalkanal auf. Es treten flüchtige neurologische Reiz- oder Ausfallserscheinungen auf, die maximal 48 Stunden andauern. Die Störung ist vollständig reversibel. Weder pathologisch noch radiologisch kann eine Verletzung des Rückenmarks nachgewiesen werden.
Die Contusio spinalis, auch Rückenmarksprellung genannt, ist die zweitschwerste Verletzung des Rückenmarks. Sie führt zu unmittelbaren neurologischen Ausfällen, welche manchmal auch verzögert auftreten können. Es handelt sich um einen zum Teil nicht reversiblen, traumatischen Vorgang. Pathologisches Korrelat sind Ödem und axonale Schädigung.
Die Compressio spinalis, auch Rückenmarksquetschung genannt, ist die schwerste Verletzung des Rückenmarks. Sie tritt häufig bei instabilen Wirbelkörperfrakturen aber auch bei (traumatischen) Bandscheibenvorfällen auf. Diese Art der Störung ist weitestgehend irreversibel, da Rückenmarksstrukturen zerstört werden.
Querschnittlähmung
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