Feministische Kunst ist eine Bezeichnung für Kunst von Frauen, die sich explizit mit Themen der weiblichen Identität und Erfahrung befasst. Der Begriff entstand in den 1960er Jahren in den USA, im Zusammenhang mit der Bewegung des Feminismus. In den 1970er Jahren kämpften engagierte Künstlerinnen gegen die Vormachtstellung der Männer auch in der Kunstwelt. Die Arbeiten feministischer Künstlerinnen konzentrieren sich oft auf geschlechtsbezogene Themen wie sexuelle Gewalt von Männern. Auch die Umkehrung alter Stereotype in der Darstellung männlicher Akte als Gegenstand weiblichen Genusses kommt vor. Die 1970er Jahre waren die Hochphase feministischer Kunst, vor allem in den USA, in Großbritannien und in Deutschland.
Bekannte feministische Künstlerinnen sind Miriam Schapiro, Carolee Schneemann, Cindy Sherman und Judy Chicago. Mitunter wird auch Niki de Saint-Phalle zu den feministischen Künstlerinnen gezählt.
Die feministische Kunstgeschichte wurde wesentlich von einem Artikel der Kunsthistorikerin Linda Nochlin angeregt, die 1971 schrieb: Why have there been no great Women Artists?
Es gibt Kunstinstitutionen, die ausschließlich oder bevorzugt feministische Kunst ausstellen. In Deutschland zählen dazu die Frauenmuseen, für zeitgenössische feministische Kunst besonders das Frauenmuseum Bonn.