Die Bembo zählt zu den bedeutenden Schriftarten. Sie bildete die Grundlage für die weitaus bekanntere Garamond, hat aber kantigere Serifen als diese.
Das Original der Bembo wurde von dem Venezianer Francesco Griffo für den Druck der Abhandlung De Aetna (erschienen 1495) des Kardinals Pietro Bembo geschnitten. Der kursive Schnitt geht dagegen auf ein Musterbuch des italienischen Schreibkünstlers Giovanni Tagliente von 1524 zurück.
Nach diesen Vorlagen wurde die heute verwendete Bembo 1929 von dem Schriftkünstler Stanley Morison (nach anderen Quellen von Alfred Fairbank) für die Firma Monotype neu gezeichnet und dabei nach Bembo benannt. Während Monotypes ursprüngliche Buchdruck-Versionen wie das Original die ausgeprägten Oberlängen bei den Buchstaben b, d, f, k und l aufwiesen, sind diese bei den meisten der heute für den Computer verfügbaren Varianten auf Versalhöhe gekürzt worden.
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Originalsatz der Bembo mit langen Oberlängen aus De Aetna |
Originalschnitt der Bembo mit langen Oberlängen |
Im Rahmen der Medieval Unicode Font Initiative hat David J. Perry die mit umfangreich ausgebautem Zeichenumfang ausgestattete Schrift Cardo erstellt, die sich eng an die klassische Bembo anlehnt.