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Steer-by-Wire



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Unter Steer-by-wire versteht man ein System in der Kraftfahrzeugtechnik, bei dem ein Lenkbefehl von einem Sensor (am Lenkrad oder einem anderen Eingabegerät) über ein Steuergerät ausschließlich elektrisch zum elektromechanischen Aktor, der den Lenkbefehl ausführt, weitergeleitet wird, d.h. keine mechanische Verbindung zwischen Lenkrad und gelenkten Rädern besteht.

Vorteile dieser Anordnung:

Nachteil: bei Ausfall des Systems ist das Fahrzeug nicht mehr lenkbar, und ein Unfall mit schweren Folgen oft unvermeidbar. Dies erzwingt eine ausfallsichere Auslegung der Bewegungssensoren am Lenkrad, der Steuerungs-Elektronik, der Aktoren an den gelenkten Rädern, und der Energieversorgung für die genannten Systeme.

Die aktuelle Entwicklung im Kraftfahrzeugbau tendiert dazu, alle Fahrzeugführerbefehle nur noch elektrisch weiterzuleiten. Systeme wie das Brake-by-Wire und Steer-by-wire sind zur Zeit Gegenstand ausgiebiger Untersuchungen. In Deutschland ist eine mechanische Verbindung zwischen Lenkrad und Lenkung vorgeschrieben. Mit einer Zulassung von Steer-by-wire ist in Deutschland und anderen Ländern erst dann zu rechnen, wenn die Hersteller nachgewiesen haben, dass es mindestens genauso ausfallsicher ist wie eine konventionelle Lenkung. Die Erfüllung dieser Forderung bei einer wirtschaftlichen Produktion ist die Herausforderung bei der Entwicklung und der Hauptgrund, warum Steer-by-wire noch nicht Großserienreife erreicht hat und damit auch in den nächsten Jahren nicht zu rechnen ist.

Dagegen ist in der Luftfahrt das Fly-by-Wire längst Realität.

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Siehe auch






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