Robert Henry Best (* 16. April 1896 in Sumter, South Carolina; ? 16. Dezember 1952 in Springfield (Missouri)) war amerikanischer Journalist und Radiopropagandist des Großdeutschen Rundfunks.
Best war Sohn eines methodistischen Wanderpredigers. Nach High School und College - Abschluss trat er während des 1. Weltkrieges in die United States Army ein und studierte später Journalismus an der Columbia University. Mit seinem Abschluss 1922 begab er sich als "Pulitzer-Forschungstipendiat" auf Europareise. Ende des Jahres 1922 erreichte er Wien, ließ sich in der Stadt nieder und arbeitete gelegentlich journalistisch für amerikanische und englische Tageszeitungen. Er war freiberuflicher Korrespondent für United Press.
Mit Beginn des 2.Weltkrieges wurde Best in Bad Nauheim zusammen mit anderen US-Journalisten interniert, lehnte allerdings die Repatriierung ab und teilte den Kollegen mit, das er nach dem Kriegsgewinn Adolf Hitlers als Mediator tätig sein könne.
Vom Nationalsozialismus zunehmend überzeugt, bat er 1941 das Berliner Propagandaministerium, über deutsche Radiokanäle in die USA senden zu können, was ihm kurz darauf an der Seite von William Joyce ermöglicht wurde. Der Süd-Carolina-Akzent von "Mr. Guess-Who" wurde durch die Alliierten in 300 Radiosendungen erfasst. Best sparte nicht mit drastischen Formulierungen. Er sprach von den "Paranoiden im Weißen Haus", dem "Clown Churchill", der "bolschewistischen Bestie" und vom "Jew Deal" [1] (Anspielung auf Roosevelt's New Deal). Best heiratete in Deutschland seine Frau Alma (geb. 1912).
Von der britischen Armee gefangengenommen, wurde Best in Boston, USA, 1948 wegen Landesverrats angeklagt [2]. Er verzichtete auf einen Anwalt. Seine Schwester Louise, eine methodistische Missionslehrerin, reiste zum Prozess aus Brasilien an; sein Bruder Aaron, Leiter einer High School, aus Durham. Verschiedene Personen sagten als Zeugen gegen ihn aus, unter anderem Prinzessin Sofia zur Lippe-Weißenfeld aus Österreich.
Im Juli 1950 kam es zu einem erneuten Verfahren, diesmal "Best vs. USA" [3]. Best erhielt wegen Landesverrats lebenslänglich sowie 10.000 $ Geldstrafe. Der oberste Gerichtshof lehnte Ende Februar 1951 eine Anhörung im Fall Best ab [4]. Best starb an den Folgen einer Hirnblutung in einem Medical Detention Center in Springfield, Missouri. siehe auch:
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Best, Robert Henry |
| KURZBESCHREIBUNG | Journalist |
| GEBURTSDATUM | 16. April 1896 |
| GEBURTSORT | Sumter |
| STERBEDATUM | 16. Dezember 1952 |
| STERBEORT | Springfield (Missouri) |