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Christian Heinrich Postel



Christian Heinrich Postel (* 11. Oktober 1658 in Freiburg/Elbe; ? 22. März 1705 in Hamburg) war ein Jurist, epischer Dichter und Opernlibrettist.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Leben
  • 2 Literatur (Auswahl)
  • 3 Werk- und Literaturverzeichnis
  • 4 Weblinks

[Bearbeiten] Leben

Postels Vater war ein evangelischer Pastor, der schon bald nach der Geburt seines Sohns an die Hamburger Heiliggeistkirche berufen wurde. Christian Heinrich konnte dadurch die Hamburger Gelehrtenschule des Johanneums besuchen. 1680 immatrikulierte er sich in Leipzig, um unter Christian Thomasius Rechtswissenschaft zu studieren. Eine Pestepidemie vertrieb ihn an die Universität Rostock, wo er 1683 als Lizentiat beider Rechte seine Studien abschloss. Mit einem Kommilitonen, dem späteren Theologen und Historiker Jacob von Melle bereiste er sechs Monate lang die Niederlande, England und Frankreich. Melles später gedrucktes Reisetagebuch bezeugt die vielseitigen Interessen beider Studenten, besonders für ausländische Universitäten und Bibliotheken.

Nach Hamburg zurückgekehrt, eröffnete er eine lukrative juristische Praxis und erwarb Vermögen und Anerkennung in der Gesellschaft. Seine vielseitigen Interessen verschafften ihm den Ruf eines Privatgelehrten. Mit der Eröffnung der Oper am Gänsemarkt bot sich ihm Gelegenheit, sich als Librettist zu beteiligen. Viele zeitgenössische Komponisten, wie Johann Georg Conradi, Johann Philipp Förtsch, Reinhard Keiser, Johann Sigismund Kusser und Georg Philipp Telemann, schätzten seine eleganten, leicht komponierbaren Libretti, und er galt bald als einer der beliebtesten und gesuchtesten Operndichter Hamburgs. Als dichterisches Virtuosenstück erscheint seine Nachdichtung von Campistrons Tragödie Achille et Polixène für die Aufführung der gleichnamigen Oper von Lully und Colasse 1692; eine derart enge französisch-deutsche Adaptation steht in der Musikgeschichte einmalig da. Gegen Ende seines Lebens unternahm er eine weitere große Bildungsreise nach Italien, wo er Kontakt mit den italienischen Akademien und ihren Gelehrten aufnahm. Nach Hamburg zurückgekehrt, versuchte er die Arbeit an seinem historischen Epos Der große Wittekind zu beenden, erlag jedoch im Jahr 1705 der Schwindsucht. Das Epos wurde erst 1724 postum von Christian Friedrich Weichmann herausgegeben.

[Bearbeiten] Literatur (Auswahl)

[Bearbeiten] Werk- und Literaturverzeichnis

[Bearbeiten] Weblinks

Personendaten
Postel, Christian Heinrich
deutscher Jurist, epischer Dichter und Opernlibrettist
11. Oktober 1658
Freiburg/Elbe
22. März 1705
Hamburg





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