Koordinaten: 46° 54? 50? n. Br., 15° 04? 10? ö. L. Das Filzmoos ist ein Feuchtgebiet auf der Hebalm in der Mittleren Koralpe in der Weststeiermark.
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Das Filzmoos liegt auf der Hebalm im Ostteil der Freiländer Alm auf 1450 m Seehöhe, ca. 2 km (Koordinaten rechts oben) östlich der Hebalmstraße (Rehbockhütte, Hebalmwirtshaus) und nördlich des Schwarzkogels.
Es ist Teil eines ca. 1 km² großen, abgelegenen und schwer zu durchdringenden Gebietes, in dem kleine Waldflächen mit Buschzonen, teilweise Latschen und Vernässungen, Mooren und Sümpfen abwechseln.
Das Gebiet ist zu Fuß auf (für PKW gesperrten) Wirtschaftswegen erreichbar, eine Zufahrt ist bis zur Freiländer Almhütte möglich (nur im Sommer bewirtschaftet, Schotterstraße nur für Kfz ohne Spoiler bzw. mit hohem Radstand zu empfehlen).
Das Filzmoos liegt auf dem Grundstück Nr. 169/2 der Katastralgemeinde Klosterwinkel[1]. Die Grundstücksnummern im Grundstückskataster, welche die verschiedenen Nutzungsarten[2] (siehe Bild) am Beginn des 19. Jahrhunderts dokumentieren, sind für dieses Gebiet nicht mehr aktuell.
Die Lage des Filzmooses auf dem Höhenzug der Koralpe ist ein Beleg für den schollenartigen Bau dieses Gebirges: Die Koralpe ist geologisch ein emporgehobener Gebirgsteil, eine sogenannte Pultscholle[3]. Das Feuchtgebiet liegt auf einer mehrere Kilometer langen relativ ebenen Fläche, auf der eine Reihe von Feuchtflächen liegen[4] (so auch die See Eben).
Der Untergrund des Filzmooses besteht aus einer wasserundurchlässigen Gesteinslage, die stark mit Glimmer durchsetzt ist (Gneisglimmerschiefer).
Dem Filzmoos entspringt in westlicher Richtung der Rettenbach, östlich der Klosterbach und im Norden ein Quellbach des Packer Baches.
Der Namensteil ?Filz?? kann auch Flächen bedeuten, die dicht mit Moos bewachsen sind.[5] Damit handelt es sich beim Namen ?Filzmoos? um eine Doppelbestimmung. Grund dafür kann sein (siehe Pleonasmus), dass die hier vorliegende alte Bedeutung von ?Filz? im Lauf der Zeit in den Hintergrund trat oder überhaupt vergessen wurde und das zusätzlich verwendete Wort ?Moos? klarstellen sollte, dass mit dem Wort nicht die Textilie Filz, sondern die Feuchtfläche gemeint wurde.
Das Filzmoos ist ein Sattelmoor.
Solche Moore entstehen aus Versumpfungen flacher Übergänge zwischen Berghöhen, hier des Sattels zwischen Schwarzkogel und Münzerkogel. Der Hochmoortorf liegt größtenteils direkt auf dem mineralischen Untergrund auf.
Die Moore liegen meist auf Wasserscheiden, Sie bilden an ihren Rändern Quellgebiete aus[6]. Das ist auch beim Filzmoos der Fall.Das Filzmoos liegt im Südwesten des Landschaftsschutzgebietes Pack-Reinischkogel-Rosenkogel.[7] Charakteristisch für das Filzmoos sind die kleinen mit Wollgras bewachsenen offenen Flächen zwischen dem Baumbewuchs.
An den trockeneren Stellen des Gebietes, die noch beweidet werden, ist der kalkfeindliche, auf mageren Böden wachsende Bürstling verbreitet.
Das Alter eines 1973 geborgenen Holzstückes aus dem Torf des Filzmooses in ca. 3,05 bis 3,15 m Tiefe wurde durch einen Radiocarbontest damals auf 7000±120 Jahre bestimmt[8]. Die Zeit, in der dieses Stück abgestorben ist, liegt somit bei ca. 5030 v. Chr. Fundstellenkoordinaten dieser Probe: 46° 54? 50? n. Br., 15° 04? 10? ö. L.