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Dampflokomotive Bauart Mallet



Nordamerikanische 2-8-8-2 Mallet Lokomotive

Die Bauart Mallet ist eine spezielle Bauart von Dampflokomotiven mit zweigeteiltem Triebwerk für kurvenreiche Bergstrecken. Sie wurde 1884 von dem Schweizer Anatole Mallet entwickelt.

[Bearbeiten] Technische Merkmale

Sie hat zwei eigenständige Fahrwerke. Das hintere Fahrwerk ist auf normale Weise mit dem Rahmen verbunden. Das komplette vordere Fahrwerk mitsamt einem eigenen Rahmen und eigener Kolbendampfmaschine ist dagegen beweglich über einen Drehzapfen mit dem Hauptrahmen der Lokomotive verbunden.

Prinzipskizze

Charakteristisch für die Bauart Mallet ist auch die Arbeitsweise der Dampfmaschine mit Verbundwirkung, wobei die Hochdruckzylinder auf die hintere Triebwerksgruppe wirkten. Damit ersparte man sich bewegliche Hochdruckdampfleitungen. Verbundlokomotiven mit auf verschiedene Triebwerksgruppen wirkenden Hoch- und Niederdruckzylindern neigen allerdings sehr zu abwechselndem Schleudern beider Triebwerke. Ein weiterer grundsätzlicher Nachteil der Mallet-Verbundlokomotiven lag auch in der mangelnden Eignung für höhere Geschwindigkeiten. Mit der Einführung des Heißdampfes lag es deshalb nahe, auf die Verbundwirkung zu verzichten, eine Bauform, die es wie schon ausgeführt besonders in den USA als articulated locomotive zu sehr großer Verbreitung brachte.

[Bearbeiten] Einsatzgebiete

Schmalspurlokomotive 99 5905 der Harzer Schmalspurbahnen

Mallet-Lokomotiven finden bzw. fanden Verwendung sowohl bei Berg- und Schmalspurbahnen als auch bei Vollbahnen im schweren Güterzugdienst. Hier wurden sie vor allem in den USA zu den größten jemals gebauten Dampflokomotiven.

Betriebsbereite Mallet-Lokomotiven befinden sich heute noch bei der Harzer Schmalspurbahn, der Museums-Eisenbahn Bruchhausen-Vilsen?Asendorf (Deutscher Eisenbahn-Verein e. V.) sowie der Brohltalbahn.






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