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Kantaten (Telemann)



Georg Philipp Telemanns Kantaten stellen zahlenmäßig einen großen Teil seiner Kompositionen dar. Neben etwa 1.750 Kirchenkantaten schrieb Telemann auch Kammerkantaten sowie Kantaten im so genannten ?theatralischen Stil?.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Das Kantatenwerk
  • 2 Einige bekannte Kantaten
    • 2.1 Weltlich
    • 2.2 Geistlich
  • 3 Literatur
  • 4 Weblinks

[Bearbeiten] Das Kantatenwerk

Telemanns Kantaten deckten zu seiner Zeit einen Großteil des Bedarfs der deutschen Kantoren. Sie wurden erwiesenermaßen in sehr vielen, auch kleineren Kirchen aufgeführt und sind in zahlreichen Bibliotheken erhalten. Nur ein Teil der Kantaten liegt im Druck vor.

Oft vertonte Telemann Texte von Erdmann Neumeister. Weitere Dichter, deren Texten sich Telemanns Kantaten bedienen, sind Salomo Franck, Benjamin Neukirch, Michael Richey, Lukas von Bostel und andere, darunter solche, die mit der Deutschübenden Gesellschaft in Verbindung standen. Abgesehen von den Gebrauchskantaten für unmittelbar kirchliche Zwecke komponierte Telemann häufig Kantaten, die Humor oder Naturbeschreibungen zum Inhalt haben.

Um den Anforderungen der sehr zahlreichen kleineren Kirchen sowie den Lehrzwecken für den Hausgebrauch gerecht zu werden, veröffentlichte Telemann auch Kantatensammlungen mit schlichteren Werken, wie Der harmonische Gottesdienst (1726) und das evangelisch-musikalische Liederbuch (1730).

[Bearbeiten] Einige bekannte Kantaten

[Bearbeiten] Weltlich

Der Schulmeister (TVWV 20:57)

Diese Kantate (?Ihr Jungen, sperrt die Ohren auf?) handelt von der Singestunde eines ungeschickten, aber von sich selbst überzeugten Kantors mit seinen Schülern. Es ist eine humoristische Kantate vom ?theatralischen Typ?, bei der eine szenische Aufführung denkbar ist. Sie liegt nur in einer instrumentalen Bearbeitung von Christoph Ernst Friedrich Weyse vor, bei der vermutlich weitere Instrumentalstimmen (Hörner, Oboen usw.) hinzugefügt wurden. Fritz Stein fertigte eine Rekonstruktion des Originals an, bei der Kantor und Knabenchor von zwei Violinen und Generalbass begleitet werden.

?Kanarienvogel-Kantate? (TVWV 20:37)

Der richtige Titel dieses Stücks für Singstimme, zwei Melodieinstrumente (z.B. Violinen), Viola und Generalbass lautet Cantate oder Trauer-Music eines kunsterfahrenen Canarienvogels, als derselbe zum größten Leidwesen seines Herrn Possessoris verstorben. (Allen Liebhabern der edlen Music publizieret. Anno 1737, dem 16ten Oktobris in Hamburg) Die Kantate ist nicht als vordergründig ironisch, sondern als durchaus ernsthaft zu verstehen (?O weh, mein Canarin ist tot?).

Ino (TVWV 20:41)

Kantate aus dem Jahr 1765 für Sopran, 2 Flöten, 2 Hörner, Streichorchester und Generalbaß, deren Dramatik und Ausdrucksstärke oft mit Glucks Musiktragödien verglichen wird; besonders die begleiteten Rezitative sind in dieser Hinsicht herausgearbeitet. Der Text (?Wohin, wo soll ich hin?) stammt von Karl Wilhelm Ramler.

[Bearbeiten] Geistlich

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks






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