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Chiasmus



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Dieser Artikel befasst sich mit dem literarischen Begriff Chiasmus. Für die gleichnamige vom BSI herausgegebene Software siehe Chiasmus (Software).

Der Chiasmus (latinisiert von gr. ??????? chiasmós ?Überkreuzen?; von ?????? chíasma ?Kreuzung? nach dem griechischen Buchstaben ?, Chi; in der neugriechischen Terminologie ?? ??????) ist eine rhetorische Figur, bei der Satzglieder und Teilsätze (Subjekt, Prädikat, Objekt) nach dem Schema SPO-OPS kreuzweise entgegengesetzt in ansonsten parallelen (Teil-)Sätzen angeordnet werden.

[Bearbeiten] Beispiele

?Die Welt ist groß, klein ist der Verstand.?

?Ach Gott! Die Kunst ist lang, / Und kurz ist unser Leben.?

? Johann Wolfgang von Goethe: Faust I V. 558f.

?Der Einsatz war groß, klein war der Gewinn.?

?Eng ist die Welt und das Gehirn ist weit.?

? Friedrich Schiller: Wallenstein)

?Ich schlafe am Tag, in der Nacht wache ich.?

Der Chiasmus dient insbesondere dem Hervorheben von Antithesen, kann aber natürlich auch unabhängig davon eingesetzt werden, um bestimmte Formulierungen besonders einprägsam oder prägnant zu gestalten.

Ein Sonderfall des Chiasmus ist der Epanodos, bei dem sich die überkreuzten Worte wiederholen.

Das logische Gegenteil des Chiasmus ist die Synchysis (verbundene Wortfolge).

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks






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