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Bayerisch Eisenstein



Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Bayerisch Eisenstein
Markierung
Deutschlandkarte, Position von Bayerisch Eisenstein hervorgehoben
Koordinaten: 49° 7? N, 13° 12? O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Regen
Höhe: 724 m ü. NN
Fläche: 47,34 km²
Einwohner: 1068 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 23 Einwohner je km²
Postleitzahl: 94252
Vorwahl: 09925
Kfz-Kennzeichen: REG
Gemeindeschlüssel: 09 2 76 115
Gemeindegliederung: 8 Ortsteile
Adresse der Gemeindeverwaltung: Anton-Pech-Weg 2
94252 Bayer. Eisenstein
Webpräsenz:
www.bayerisch-eisenstein.de
Bürgermeister: Thomas Müller (CSU)

Bayerisch Eisenstein (seit 1951; vorher: 'Eisenstein') ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Regen und staatlich anerkannter Luftkurort direkt an der Grenze zu Tschechien.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Geografie
    • 1.1 Gemeindegliederung
  • 2 Geschichte
  • 3 Politik
    • 3.1 Gemeinderat
    • 3.2 Bürgermeister
    • 3.3 Wappen
  • 4 Kultur und Sehenswürdigkeiten
  • 5 Wirtschaft und Infrastruktur
    • 5.1 Verkehr
  • 6 Persönlichkeiten
    • 6.1 Ehrenbürger
  • 7 Literatur
  • 8 Weblinks

[Bearbeiten] Geografie

Die Gemeinde im Bayerischen Wald befindet sich im dicht bewaldeten Tal des Großen Regens, dem ?Eisensteiner Tal? zwischen den Bergen Zwercheck, Spitzberg (?pi?ák) und Panzer im Norden sowie dem Großen Arber im Westen und dem Falkenstein im Süden. Durch die Grenze zu Tschechien ist das Tal geteilt, bis zum Fall des Eisernen Vorhangs war ein Übertritt gar unmöglich, obwohl auf tschechischer Seite nur 3 km entfernt der Ort ?elezná Ruda (Markt Eisenstein) liegt. Das Tal umfasst das Gebiet der einstigen Gemeinden Markt Eisenstein und Dorf Eisenstein, heute gehört Bayerisch Eisenstein zu den Gemeinden am Nationalpark und bildet die nördlichste Gemeinde des Landkreises Regen und damit ganz Niederbayerns, die Ortschaft befindet sich etwa 15 km nördlich von Zwiesel und 26 km von der Kreisstadt Regen entfernt. Die Waldbahn verkehrt im zuverlässigen Stundentakt mit diesen beiden Städten sowie darüber hinaus bis nach Plattling, vom Grenzbahnhof fahren ebenso Züge der tschechischen Eisenbahn in Richtung Klattau und Pilsen ab.

[Bearbeiten] Gemeindegliederung

Die Gemeinde gliedert sich in acht Ortsteile. Dies sind neben dem eigentlichen Ortskern Arberhütte, Brennes, Neuhütte, Regenhütte, Seebachschleife, Sonnenfels und Steinhütte.

[Bearbeiten] Geschichte

Die nachweisbare Geschichte des "Eisensteiner Tals" beginnt 1569, als unter böhmischer Oberhoheit von bayerischen Berg- und Hammerleuten ein Erzbergwerk mit Eisenhammer errichtet wurde, das aber nur bis 1577 betrieben wurde. Dem Abbau von Eisenerzen verdankt das ganze Gebiet seinen Namen. Mitte des 17. Jahrhunderts wurden die ersten Bauern aus den Freigerichten des Böhmerwaldes und des Bayerischen Waldes angesiedelt (siehe Künisches Gebirge). 1691 wurde auf dem Boden der späteren Ortschaft Markt Eisenstein die erste Glashütte gegründet und bald darauf ließen sich auch andere Handwerker nieder.

Bis zum Jahr 1764, als durch einen bayerisch-böhmischen Vertrag die Grenze zwischen Bayern und Böhmen festgelegt wurde, war das gesamte Gebiet eine politische Einheit gewesen.

Eine wirtschaftliche Blüte erlebte das Gebiet beiderseits der Grenze im 18. Jahrhundert, als die Glasindustrie ihre höchste Vollendung erreichte.

Bahnhof Bayerisch Eisenstein im April 2005

1835 hat sich der bayerische Teil des Tales unter dem Namen "Eisenstein" als bayerische Landgemeinde konstituiert. Mit dem Bahnbau und der Eröffnung der Eisenbahnlinie von Plattling nach Pilsen 1877 begann die eigentliche Entwicklung des Ortes zwischen dem älteren Neu-Waldhaus und dem Grenzbahnhof. Das großzügig konzipierte Bahnhofsgebäude steht zur einen Hälfte auf deutschem, zur anderen Hälfte auf tschechischem Gebiet. Der Grenzverlauf führt mitten durch das Gebäude. Tourismus und Holzindustrie brachten nach dem Niedergang der Glashütten neuen Aufschwung.

Bayerisch Eisenstein hat sich zu einem beliebten Urlaubsort entwickelt, seiner Abgeschiedenheit, der Nähe zum Großen Arber und des Schneereichtums wegen. Bundespräsident Theodor Heuss hat hier 1954 seinen Urlaub verbracht.

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Gemeinderat

Die Kommunalwahl vom 2. März 2008 ergab für den Gemeinderat in Bayerisch Eisenstein folgendes Ergebnis:

[Bearbeiten] Bürgermeister

Erster Bürgermeister ist Thomas Müller (CSU) mit einem Wahlergebnis von 78,64 % der Stimmen bei der Kommunalwahl am 2. März 2008.

[Bearbeiten] Wappen

Beschreibung: In Schwarz eine gesenkte, eingeschweifte silberne Spitze, darin eine aus dem Schildrand wachsende grüne Tanne, darüber rechts eine senkrechte goldene Hirschstange, links ein goldenes Kelchglas.

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

Seit 1995 existiert auf dem Gelände des Grenzbahnhofs das Localbahnmuseum, das die eisenbahngeschichtliche Erschließung Bayerns und der angrenzenden Bereiche Tschechiens und Österreichs in der Zeit von 1870 bis 1950 dokumentiert. Aus allen Epochen der bayerischen Lokalbahnen sind mehr als 20 historische Fahrzeuge ausgestellt.

Sehenswert ist die Pfarrkirche St. Johannes Nepomuk aus dem Jahre 1908.


[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten] Verkehr

Nach dem 2. Weltkrieg wurden im Eisensteiner Tal sämtliche Verkehrsverbindungen zum tschechischen Nachbarn durch die Errichtung des Eisernen Vorhangs unterbrochen. Erst im Jahre 1969 wurde der Straßengrenzübergang Eisenstein-Landstraße wieder eröffnet und es gab einen bescheidenen Grenzverkehr, der jedoch nach dem Fall des "Eisernen Vorhangs" 1989 beträchtliche Ausmaße erreichte. Heute führt die Bundesstraße 11 von Deggendorf kommend bis an die Grenze, wo sie als Nationalstraße 27 weiter nach Pilsen führt (gemeinsam bilden sie die Europastraße 53).

1991 wurde dann auch die Bahnverbindung nach Tschechien wieder aufgenommen und der Grenzbahnhof Bayerisch Eisenstein konnte seine eigentliche Funktion wieder erfüllen. Nun ist die Eisenbahnstrecke von München über Bayerisch Eisenstein nach Pilsen und Prag wieder befahrbar. Seit Inkrafttreten des Sommerfahrplans 2006 verkehren erstmals nach dem Krieg durchgehende Züge der Waldbahn von Plattling bis zum tschechischen Bahnhof ?pi?ák (Spitzberg) und zurück.

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Ehrenbürger

[Bearbeiten] Literatur

Franz Wudy: Eisensteinbuch, Lindberg (Eigenverlag) 2005; 420 S., 900 Abb.

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Bayerisch Eisenstein ? Bilder, Videos und Audiodateien





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