| Bahnstrecke Aschaffenburg?Höchst (Odenwald) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Kursbuchstrecke: | 556 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Streckennummer: | 5222 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Streckenlänge: | 30 km | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Legende
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Die Bahnstrecke Aschaffenburg?Höchst (Odenwald) war eine eingleisige Nebenbahn von Aschaffenburg nach Höchst im Odenwald zur Odenwaldbahn. Da die Bahnlinie durch den Bachgau führte, wurde sie auch Bachgaubahn genannt.
Inhaltsverzeichnis
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Die 30 Kilometer lange Bahnstrecke wurde aufgrund eines Lokalbahngesetzes vom 12. Juli 1906 sowie eines Staatsvertrages zwischen dem Königreich Bayern und Großherzogtum Hessen gebaut. Am 1. Mai 1911 folgte die Inbetriebnahme des erste Abschnittes zwischen Aschaffenburg-Süd und Großostheim, 18 Monate später, am 1. Dezember 1912, die restliche Strecke nach Höchst.
1973 genehmigte der Bundesminister für Verkehr im Rahmen der Einsparungsmaßnahmen der Deutschen Bundesbahn die Stilllegung der Bachgaubahn.
Am 25. Mai 1974 fuhren die Personenzüge zum letzten Mal und der Gesamtverkehr zwischen Großostheim und Neustadt wurde eingestellt. In den darauf folgenden Wochen und Monaten wurden die Gleise auf dem Abschnitt zwischen Großostheim und Neustadt abgebaut und der 5 Kilometer lange Streckenteil zwischen Neustadt und Höchst der Bundesbahndirektion Frankfurt unterstellt. Dort wurde der Verkehr Ende 1992 eingestellt, der Streckenrückbau erfolgte im Jahr 1999.
Der Güterverkehr zwischen Aschaffenburg-Nilkheim und Großostheim wurde am 28. September 1991 eingestellt, der verbliebene Streckenabschnitt mit dem Anschluss an den Aschaffenburger Hafen wurde betrieblich in ein Bahnhofsgleis umgewandelt.
Im Bereich der Großostheimer Ortsteile Wenigumstadt und Pflaumheim ist die ehemalige Bahntrasse seit 1997 als Geschützter Landschaftsbestandteil naturschutzrechtlich gesichert.
Der markanteste Kunstbau der Strecke, das den Ort Höchst überspannende Viadukt, existiert noch und dominiert das Ortsbild bis heute. Der ehemalige Lokschuppen im Bahnhof Höchst ist heute ein Wohnhaus. Im weiteren Verlauf liegen teilweise bis Neustadt noch die alten Gleise. Zwischen Neustadt und Hainstadt ist der ehemalige Bahndamm und eine Brücke erkennbar. Auch das Bahnhofsgebäude in Sandbach wird privat genutzt.
Auf dem ehemaligen Bahnhofsgelände in Sandbach wurde inzwischen eine Werkhalle der Firma Pirelli errichtet. Auf der früheren Bahntrasse verläuft heute eine Verbindungsstraße zwischen den beiden in Reifenwerken. Auf dem ehemaligen Bahnhofsgelände in Neustadt wurden Wohnhäuser und ein Supermarkt errichtet. Zu Beginn des Frühjahres 2008 wurden schließlich auch die Gleise zwischen dem Höchster Viadukt und Sandbach komplett entfernt und die alten Bahnübergänge mit Beton aufgefüllt.
Im Hinblick auf die künftige wirtschaftliche Entwicklung des Odenwalds wird dem Ausbau des Öffentlichen Personannahverkehrs von Privatinitiativen propagiert.
Von Wolfram Alster, Vorsitzender des Überwaldbahn e.V., wurde aufgezeigt, dass eine geplante Reaktivierung der Bachgaubahn möglich wäre.
Ein erster Schritt könnte hierzu der Erwerb des Streckenabschnitts zwischen Höchst und Sandbach (Pirelli) darstellen und von dort aus dann den Wiederaufbau zu betreiben. Für einen ersten Betrieb sollen Dieseltriebwagen der Baureihe 5047 (ÖBB) eingesetzt werden, die auch auf der Überwaldbahn verkehren sollen.