| Útvina | |||||
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| Basisdaten | |||||
| Staat: | Tschechien | ||||
| Region: | Karlovarský kraj | ||||
| Bezirk: | Karlovy Vary | ||||
| Fläche: | 3782 ha | ||||
| Geographische Lage: | 50° 4? N, 12° 57? OKoordinaten: 50° 4? 23? N, 12° 57? 18? O | ||||
| Höhe: | 595 m n.m. | ||||
| Einwohner: | 598 (28. August 2006) | ||||
| Postleitzahl: | 364 01 - 364 66 | ||||
| Kfz-Kennzeichen: | K | ||||
| Verkehr | |||||
| Straße: | Be?ov nad Teplou - Tou?im | ||||
| Nächster int. Flughafen: | Flughafen Karlsbad | ||||
| Struktur | |||||
| Status: | Gemeinde | ||||
| Ortsteile: | 6 | ||||
| Verwaltung (Stand: 2008) | |||||
| Bürgermeister: | Lenka Straková | ||||
| Adresse: | Útvina 42 364 01 Tou?im |
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| Website: | www.utvina.cz | ||||
Útvina (deutsch Uitwa) ist eine Gemeinde in Tschechien. Sie liegt 21 Kilometer nordöstlich von Mariánské Lázn? und gehört zum Okres Karlovy Vary.
Inhaltsverzeichnis
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Útvina befindet sich im Nordwesten des Tepler Hochlandes in der Talmulde des Odolenovický potok. Durch die Gemeinde führt die Staatsstraße 20/E 49 von Be?ov nad Teplou nach Tou?im.
Nachbarorte sind P?ílezy und Chylice im Norden, Krásný Hrad und Koj?ovice im Nordosten, Tou?im im Südosten, Kosmová im Süden, Sedlo im Südwesten, Krásné Údolí im Westen sowie Odolenovice im Nordwesten.
In der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts begann die Besiedlung des Grenzwaldes der P?emysliden durch die Prämonstratenser aus Milevsko, die in Tou?im eine Propstei errichteten. Útvina ist eine Gründung der Prämonstratenser und wurde zum Hauptort der Herrschaft Tou?im ausgebaut. Seit der Mitte des 14. Jahrhunderts bildete das an der Landesstraße von Prag nach Eger gelegene Útvina das Wirtschafts- und Handelszentrum Zentrum der Propstei Tou?im. Die erste schriftliche Erwähnung von Utwein erfolgte am 22. Dezember 1384 in einer Urkunde König Wenzels IV., der der Ansiedlung Stadtrechte verlieh.
Mit den Hussitenkriege begann der Niedergang des Städtchens. 1420 war der Konvent vor den Hussiten aus Milevsko nach Tou?im geflohen und zu Zeiten des Abtes Peter I. verpfändete der Orden nach 1423 einen Teil seiner Güter an Heinrich X. von Petschau, der sie seiner Herrschaft Petschau zuschlug. 1427 eroberte Jakoubek z V?esovic Tou?im und vertrieb den Orden. Utwein geriet dadurch in eine Grenzlage zwischen zwei verfeindeten Parteien. 1437 erwarb Jakoubek z V?esovic die Tou?imer Klostergüter von Kaiser Sigismund als erblichen Besitz für seinen Sohn Jan I. von V?esovice, der die Propstei zur Burg umbauen ließ. Zwischen den calixtinischen V?esovicern und den katholischen Vögten von Plauen, welche die angrenzenden Herrschaften Petschau und Buchau besaßen, entwickelte sich eine Dauerfehde, wobei die Burg Tauzim den V?esovicern als Ausgangspunkt ihrer Raubzüge diente. Bei einem Feldzug Heinrichs II. von Plauen gegen Jan II. von V?esovice wurde Utwein 1469 zerstört.
Georg von Podiebrad gestattete den Bürgern von Utwein, ihren Ort zwei Kilometer südöstlich ins Tal der St?ela unter die Burg Tausim zu verlegen und gründete am 8. Juli 1469 die Stadt Tou?im, der er sämtliche Privilegien einschließlich des Wappens von Utwein übertrug und zusätzlich das Recht der Befestigung verlieh. Als sich nach dem Tode Georg von Podiebrads die politischen Verhältnisse in Böhmen wieder zu stabilisieren begannen, kehrte ein Teil der Utweiner in ihre alte Stadt zurück und begann mit dem Wiederaufbau. Zwischen den Bewohnern von Útvina und Tou?im entstand hernach ein Streit um die Stadtrechte, der der Anlass dafür wurde, dass König Vladislav II. der Stadt Tou?im am 5. Jänner 1478 auf Gesuch Jans II. von V?esovice ein neues Wappenprivileg ausstellte, so dass Útvina das alte Wappen weiterführen konnte. Seine Stadtrecht erhielt Útvina nicht zurück. Auch seine frühere Bedeutung erlangte der Marktflecken nie wieder.
Der Wiederaufbau von Útvina veranlasste Heinrich III. von Plauen, bei Vladislav II. die Gründung einer Stadt auf dem Gebiet der Herrschaft Petschau an der Landesstraße in direkter Nachbarschaft zu Útvina zu bewirken. 1488 entstand zweieinhalb Kilometer westlich von Útvina auf anstelle der Ansiedlung Schiekenplos die neue Stadt Schönthal, deren Bewohner deutsche Katholiken wurden. Hintergrund der Stadtgründung von Schönthal war die Absicht Heinrichs III. von Plauen, damit seinen Gegner Jan II. von V?esovice wirtschaftlich zu schädigen.
Wenig später verkaufte Jind?ich von V?esovice die Herrschaft Tou?im an Heinrich III. 1538 erwarb sein Sohn Heinrich IV. die Herrschaft Tou?im auch als erblichen Besitz. Er ordnete die Güter in Schönthal wieder Tou?im zu. Nachdem Heinrich V. 1565 ohne Nachkommen verstorben war, erbte Heinrich Nikolaus Lobkowicz von Hassenstein die Herrschaft. Dessen Sohn Christoph verlor als Aufständischer nach der Schlacht am Weißen Berg seine Güter und ging als Protestant ins sächsische Exil. Die Herrschaft erwarb 1623 der kaiserliche General Julius Heinrich von Sachsen-Lauenburg. Nachdem Tode des Fürsten Julius Franz von Sachsen-Lauenburg erbte Schönthal als Teil des Schlackenwerther Anteils dessen Tochter Franziska Sibylla und brachte ihre Güter in die Ehe mit dem Türkenlouis ein. Ihm folgte sein Sohn August Georg Simpert, mit dem das Haus Baden-Baden 1771 im Mannesstamme erlosch. Seine böhmischen Güter fielen durch Heimfall an die Böhmische Krone. Maria Theresia vereinbarte mit dessen Nichte Elisabetha Augusta vertraglich eine Nutzung der böhmischen Güter auf Lebenszeit. Die Herrschaft Tou?im verpachtete Elisabetha Augusta 1783 für 15 Jahre an ihren Cousin Johann I. von Schwarzenberg (? 1789). Nach dessen Tode trat sein Sohn Joseph II. in den Vertrag ein. 1799 fiel Uittwa zusammen mit der Herrschaft Tou?im der Böhmischen Kammer zu. 1837 kaufte Alfred von Beaufort-Spontini die Herrschaft. Er war der letzte feudale Besitzer des Marktes. Der Bau der Kaiserstraße von Pilsen nach Elbogen in den Jahren 1845 bis 1848 brachte Uittwa eine wichtige Verkehrsverbindung.
Nach der Aufhebung der Patrimonialherrschaften entstand 1850 die Marktgemeinde Uittwa/Outvina mit dem Ortsteil Schäferei im Bezirk Karlsbad. Zum Ende des 19. Jahrhunderts änderte sich die Schreibweise in Uitwa/Útvina. 1907 wurde der Markt dem Bezirk Tepl zugeordnet. 1930 hatte Uitwa 646 Einwohner. Nach dem Münchner Abkommen wurde der Markt 1938 dem Deutschen Reich zugeschlagen und gehörte bis 1945 zum Landkreis Tepl. 1939 hatte Uitwa 600 Einwohner. Nach dem Ende des Krieges kam Útvina zur Tschechoslowakei zurück und es begann die Vertreibung der deutschen Bevölkerung.
Útvina wurde 1949 in den Okres Tou?im eingeordnet und die Rechte als Minderstadt 1948 nicht erneuert. Seit 1961 gehört Útvina zum Okres Karlovy Vary. 1961 erfolgte die Eingemeindung von Chylice, Sedlo und Svinov. Zum 1. Jänner 1981 wurde Krásné Údolí mit seinen Ortsteilen Odolenovice, P?ílezy und ?eský Chloumek nach Útvina eingemeindet. 1990 entstand die Gemeinde Krásné Údolí wieder, zu der seitdem auch wieder Odolenovice gehört.
Die Gemeinde Útvina besteht aus den Ortsteilen ?eský Chloumek (Böhmisch Kilmes), Chylice (Kilitz), P?ílezy (Pröles), Sedlo (Sattel), Svinov (Schwinau) und Útvina (Uitwa) sowie der Einschicht Ov?ín (Schäferei).
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