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Charakteristische Röntgenstrahlung



Die charakteristische Röntgenstrahlung ist als Linienspektrum der Teil des Röntgenspektrums, der für das jeweils verwendete Anodenmaterial typisch und eindeutig ist. Sie wurde durch Charles Glover Barkla entdeckt und er erhielt dafür 1917 den Nobelpreis für Physik.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Erscheinung & Entstehung
  • 2 Bezeichnung der Spektrallinien
  • 3 Anwendung
  • 4 Siehe auch

[Bearbeiten] Erscheinung & Entstehung

Die charakteristischen Linien sind in der graphischen Auswertung des Spektrums durch hohe Erhebungen zu sehen.

Die charakteristischen Linien des Röntgenspektrums (K?, K?,?) entstehen wie folgt:

Die ersten drei K-Linien und die zugehörigen Energieniveaus

[Bearbeiten] Bezeichnung der Spektrallinien

Zur Bezeichnung der Röntgenlinien gibt man zunächst die innere Schale an (z. B. K), dann einen griechischen Buchstaben, der die äußere Schale angibt. Bei der K-Serie bedeutet K?, dass die äußere Schale die L-Schale ist, K?, dass sie die M-Schale ist usw. Bei den L- und M-Serien ist diese Zuordnung nicht mehr so eindeutig. Hier spielt die Feinstrukturaufspaltung aufgrund der Bahnentartung und der Spin-Bahn-Wechselwirkung eine größere Rolle, besonders bei sehr schweren Atomen. Zusätzlich zum griechischen Index wird dann noch ein numerischer Index zur Unterscheidung der Linien verwendet.

[Bearbeiten] Anwendung

Die charakteristische Röntgenstrahlung wird mit Detektoren ausgewertet, die die Energie oder die Wellenlänge der Röntgenquanten bestimmen. Aus dem Spektrum kann qualitativ auf die Elementzusammensetzung der Probe geschlossen werden, durch eine ZAF-Korrektur ist außerdem auch eine quantitative Analyse möglich. Dieses Prinzip wird bei der Röntgenfluoreszenzanalyse bzw. Energiedispersive Röntgenspektroskopie angewandt.

[Bearbeiten] Siehe auch






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