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Jakob Bisson
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Jakob Bisson (* ca. 1890; ? 8. März 1963 in Speyer) war ein römisch-katholischer Priester und pfälzischer Kirchenhistoriker.
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Inhaltsverzeichnis
- 1 Leben
- 2 Werke
- 3 Literatur
- 4 Referenzen
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[Bearbeiten] Leben
Jakob Bisson wurde 1912 zum Priester geweiht. Als Kaplan war er in der Pfarre Winnweiler tätig, während des ersten Weltkrieges drei Jahre als Seelsorger bei den deutschen Truppen an der Westfront. 1919?22 wirkte er als Kaplan, ab 1922 als Domvikar am Dom in Speyer.
Seine Studien schloss Jakob Bisson mit einem philosophischen Doktorat ab. Thema seiner Dissertation 1931 war die Willensfreiheit bei Alexander von Hales. Die Bedeutung dieses Scholastikers wird in dieser Arbeit dahingehend dargestellt, ?? dass er in seiner Summa Theologica zuerst die ganze Philosophie des Aristoteles als Hilfswissenschaft benutzt hat.? Das wird damit erläutert, dass seit Ende des 12. Jahrhunderts die Schriften dieses Philosophen in größerem Umfang als vorher bekanntgeworden waren.[1]
Während seiner Zeit als Domvikar wurde er von Bischof Ludwig Sebastian zum Schriftleiter des Diözesankirchenblattes ?Der Christliche Pilger? bestellt. Danach war er Religionslehrer in Zweibrücken, dort nahm er als Stadtratskandidat an den politischen Auseinandersetzungen der Zeit vor der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Jahr 1933 teil. In diesem Zusammenhang erhielt er nach der Machtübernahme eine Haftstrafe. 1941?42 war er vom Dienst suspendiert.
Als Studienrat am humanistischen Gymnasium in Speyer unterrichtete er Religion und Hebräisch. Einer seiner Schüler war der spätere Universitätsprofessor und Romanist Walter Selb, der ihm eines seiner Werke widmete.[2]
Er war Mitglied des Verwaltungsrates der Gesellschaft für Mittelrheinische Kirchengeschichte.
Als päpstliche Auszeichnung erhielt er den Titel eines Päpstlichen Ehrenkämmerers und den Titel Monsignore. Am 29. Juli 1962 beging er das goldene Priesterjubiläum. Jakob Bisson starb am 8. März 1963.
Seine Werke befassen sich mit der Geschichte der Katholischen Kirche im Rheingebiet bei Speyer. Der dauernde Wert dieser Texte liegt in der Verwendung von Kenntnissen, die nicht schriftlich festgehalten waren und insbesondere als Quellen aus der Zeit des Nationalsozialismus schon in den Jahren nach 1960 als verloren gegangen galten.[3]
[Bearbeiten] Werke
- Die Willensfreiheit bei Alexander von Hales. Würzburg, phil. Dissertation 1930. In: Philosophisches Jahrbuch der Görres-Gesellschaft. Auf Veranlassung und mit Unterstützung der Görres-Gesellschaft herausgegeben von den Professoren M. Grabmann und ED. Hartmann. 45. Band. Fulda 1932. Heft 3, Seiten 290?315 und Heft 4, Seiten 413?439.
- Bei deutschen Landsleuten in Rumänien. In: Palatina (Heimatblatt oder Beilage der Pfälzer Zeitung und des Rheinischen Volksblattes). Jahrgang 1935, Seiten 43?44, 46?47, 51?52, 55?56, 60, 63?64, 67?68.
- Gedenkpredigt auf den 900jährigen Todestag der Kaiserin Gisela (+ 15. Februar 1043) am 14. Februar 1943 im Dom zu Speyer (7 Blatt).
- Die ersten Herausgeber und Schriftleiter. In: Der christliche Pilger. Jahrgang 100. Speyer 1950. Nr. 1.
- Einzug in das neue Gymnasialgebäude: vor 50 Jahren ? ernste und heitere Erinnerungen. In: 400 Jahre Speyerer Gymnasium. Speyer 1952. Seiten 67?71.
- Rektor Dr. Joseph Degenhart: 1899?1909. In: 400 Jahre Speyerer Gymnasium. Speyer 1952. Seite 94.
- Wo sind die Speyerer Bischöfe begraben? In: Der christliche Pilger. Jahrgang 104 Speyer 1954. Seiten 936, 955.
- Hundert Jahre Katholisches Armenkinderhaus, jetzt Nardinihaus Pirmasens 1855?1955.
- Sieben Speyerer Bischöfe und ihre Zeit 1870?1950. Beiträge zur heimatlichen Kirchengeschichte. Pilger-Verlag Speyer 1956.
[Bearbeiten] Literatur
- Wolfgang Müller: Rezension. In: Freiburger Diözesan-Archiv 77 (1957). Seite 382.
- Johannes Emil Gugumus: Rezension. In: Archiv für mittelrheinische Kirchengeschichte-AmrhKg. Band 9. Jahrgang 1957. Seite 331.
- Ludwig Stamer: Studienrat Msgr. Jakob Bisson ?. In: Archiv für mittelrheinische Kirchengeschichte-AmrhKg Band 15. Jahrgang 1963. Seite 459?460.
- Aufzeichnungen des Bistumsarchivs Speyer.
- Literatur von und über Jakob Bisson im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek (Datensatz zu Jakob Bisson ? PICA-Datensatz)
[Bearbeiten] Referenzen
- ? Philosophisches Jahrbuch der Görres-Gesellschaft 1932, Seiten 291?292.
- ? Widmung beim Vorwort von: Orientalisches Kirchenrecht. Band 1: Die Geschichte des Kirchenrechts der Nestorianer. Von den Anfängen bis zur Mongolenzeit. ISBN 3-7001-0421-9.
- ? Stamer. Nachruf 1963, beispielsweise zum Hirtenbrief des Bischofs Sebastian vom 28. Februar 1937. Seite 97, Fußnote 57 bei Thomas Fandel: Die Stellung von evangelischen und katholischen Pfarrern im Nationalsozialismus am Beispiel der Pfalz. In: Gerhard Besier (Hrsg.): Zwischen ?nationaler Revolution? und militärischer Aggression. Transformationen in Kirchen und Gesellschaft 1934?1939. Schriften des Historischen Kollegs, Kolloquien 48. ISBN 3-486-56543-5.
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