Die Landesgartenschau Hemer wird die Landesgartenschau (auch: LGS oder LaGa) des Landes Nordrhein-Westfalen im Jahre 2010 sein und im sauerländischen Hemer stattfinden. Sie wird vom 17. April bis 24. Oktober 2010 geöffnet sein und steht unter dem Motto ?Zauber der Verwandlung?. Logo der Landesgartenschau Hemer 2010 ist ein fliegender Schmetterling.[1]
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Am 1. November 2004 gab der damalige Bundesverteidigungsminister Dr. Peter Struck das neue Stationierungskonzept der Bundeswehr bekannt. Dies hatte für die Stadt Hemer zur Folge, dass sämtliche Truppenteile und Dienststellen verlegt bzw. aufgelöst wurden.[2] Im Dezember 2004 und Mai 2006 gab es die ersten beiden Konversionsforen.[3] Die Schließung der am Rande des Stadtzentrums liegenden Blücher-Kaserne folgte im November 2006 mit symbolischer Schlüsselübergabe am 2. Oktober 2007.
Durch die Aufgabe des seit Anfang der 1930er Jahre bestehenden militärischen Standortes gab es nunmehr 30 Hektar ungenutztes Kasernengelände mit 39 nicht unter Denkmalschutz stehenden Gebäuden und Freiflächen. Das Nutzungskonzept für die Konversion sieht Wohn- und Gewerbeflächenbebauung mit Grüngürtel vor.[4] Seit August 2006 gab es Überlegungen zur Ausrichtung einer Landesgartenschau mit Integration in das Flächenkonzept ?Hemer Eastend?.[5]
Nachdem grundsätzliche Rahmenbedingungen für die Ausrichtung einer Landesgartenschau positiv beurteilt wurden, beauftragte der Haushalts- und Finanzausschuss die Verwaltung am 24. Oktober 2006 einstimmig, Bewerbungsunterlagen einschließlich einer Machbarkeitsstudie zu erstellen. Von Anfang November 2006 bis Februar 2007 erfolgte ein breiter Dialog mit der Bevölkerung. Während dieser Zeit gab es auch Überlegungen, das örtliche Gymnasium in einem Teil der Kasernengebäude unterzubringen.[6]
Am 27. Februar 2007 entschied der Rat der Stadt Hemer, das Gelände der Kaserne für eine Landesgartenschau zu nutzen bzw. sich für die Ausrichtung einer solchen zu bewerben. Einbezogen werden sollten auch die benachbarten Naturräume am Jüberg, das Naturschutzgebiet Felsenmeer und die Heinrichshöhle. Am darauf folgenden Tag wurden die Bewerbungsunterlagen beim Umweltministerium in Düsseldorf abgegeben.[7] Mitbewerber für die Ausrichtung der Landesgartenschau 2010 in Nordrhein-Westfalen war die Stadt Zülpich. Die zuständige Bewertungskommision besuchte Hemer am 24. und Zülpich am 27. April 2007, um sich für ihre Auswahlempfehlung selbst ein Bild zu machen.[8][9]
Am 2. Mai 2007 gab NRW-Umweltminister Eckhard Uhlenberg in Düsseldorf den Zuschlag für Hemer als Ausrichter der Landesgartenschau 2010 bekannt. Als Begründung führte er an, dass die einmalige Chance der Konversation und die zeitliche Dringlichkeit zusammen mit einem überzeugenden Konzept, den Ausschlag gegeben habe. [10]
Für die Durchführung und Organisation wurde am 20. Juni 2007 eigens die Landesgartenschau Hemer 2010 GmbH gegründet.[11] Zur weiteren Unterstützung gründete sich am 13. November 2007 mit 136 Mitgliedern der Förderverein Landesgartenschau Hemer 2010 e. V.[12] [13]
Im Mai 2008 übernahm der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers die Schirmherrschaft für die LGS.[14]
Auf dem Kasernengelände werden im Rahmen der Konversion einige Gebäude abgerissen, um Wohnhäuser zu errichten. Es gibt Überlegungen, einige Gebäude beispielsweise für Schulen zu nutzen.
Der südliche Teil des Kasernengeländes ist für die LGS vorgesehen. Aus dem Exerzierplatz entsteht ein Forumsplatz mit Bezug auf das Thema Wasser. Am Südende wird eine Multifunktionshalle errichtet. In einer Sichtachse vom Forum aus entsteht auf dem Jüberg ein Aussichtsturm. Im Bereich der ?Stadtterrassen? soll es um Bewegung und Aktion der Besucher gehen.
Südöstlich werden das Felsenmeer und die Heinrichshöhle einbezogen. Dafür werden noch zahlreiche Brücken gebaut, um die Begehbarkeit zu verbessern.
In der Innenstadt Hemers wird die Infrastruktur ausgebaut, um den erwarteten Besucherströmen gerecht zu werden. Da Hemer keinen Bahnhof mehr besitzt, sollen Zugreisende vom Bahnhof im benachbarten Iserlohn per Pendelbus zur LGS kommen. Überhaupt sollen vielfache Kooperationen mit den Nachbarstädten erfolgen, etwa im kulturellen Bereich.
Im Oktober 2008 wurde das Maskottchen der Gartenschau vorgestellt [15]. Gemäß dem Motto ?Zauber der Verwandlung? handelt es sich um eine Raupe mit grünem Bauch, gelbem Rücken, rötlichen Haaren, sowie Sommersprossen und einem einzelnen Zahn. Ein Name für das Maskottchen wurde noch nicht gefunden und wird in Zusammenarbeit mit der Lokalzeitung gesucht.
Koordinaten: 51° 23' 10" N, 7° 46' 47" O