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Albert Otto Hirschman



Albert Otto Hirschman (* 7. April 1915 in Berlin als Otto Albert Hirschmann) ist ein amerikanischer Soziologe und Volkswirt deutsch-jüdischer Herkunft.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Leben
  • 2 Wirken
  • 3 Schriften
  • 4 Literatur
  • 5 Siehe auch
  • 6 Weblinks

[Bearbeiten] Leben

Hirschman legte 1932 am Französischen Gymnasium Berlin sein Abitur ab und begann daraufhin sein Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Berliner Universität. Im April 1933, kurz nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten, musste Hirschman, der (seiner bürgerlichen Herkunft zum Trotze) in der Arbeiterjugend aktiv gewesen und obendrein Jude war, Deutschland fluchtartig verlassen. Er zog zunächst nach Paris, wo er sein Studium an der Sorbonne und der Ecole des Hautes Etudes Commerciales fortsetzte. Mit seinem Pariser Abschlussdiplom studierte er an der London School of Economics weiter.

Im spanischen Bürgerkrieg kämpfte Hirschman drei Monate lang auf Seiten der republikanischen Regierung. 1938 wurde er an der Universität von Triest mit einer Arbeit über die Außenhandelspolitik promoviert und schloss sich daraufhin in Triest einer antifaschistischen Gruppe im Untergrund an, zog aber bald wieder nach Frankreich, da Benito Mussolini die ersten antisemitischen Gesetze erlassen hatte. Bis zur Kapitulation 1940 bekämpfte Hirschman mit der französischen Armee den deutschen Einmarsch und ging nach der Demobilisierung nach Marseille, wo er Kontakt zum amerikanischen Emergency Rescue Committee fand und dort als ?rechte Hand? Varian Frys agierte. 1941 musste sich Hirschman selbst in die USA absetzen.

Nachdem er zunächst seine Studien in Berkeley fortgesetzt hatte, meldete er sich 1943 erneut zum Heeresdienst (diesmal bei der US Army) und nahm am Zweiten Weltkrieg in Nordafrika und Italien teil. Danach arbeitete er in den USA als Sachverständiger für Entwicklungspolitik und lebte und arbeitete vier Jahre lang in Bogotá in Kolumbien.

1956 kehrte er in die USA zurück und lehrte in Yale, Columbia und Harvard. Seine akademische Laufbahn beschloss er am Institute for Advanced Study in Princeton.

[Bearbeiten] Wirken

Hirschman gilt als Possibilist, der gegen die althergebrachten Ansichten in der Ökonomie und gerade der Entwicklungsökonomie anschrieb. Possibilismus ist als Suche nach Möglichkeiten zu verstehen. In seinen Werken setzt er sich mit Phänomenen der Wirtschaft auseinander. In Engagement und Enttäuschung zum Beispiel stellt er sich die Frage, wie das zyklische Interesse an Politik und dann der Rückzug in die Privatsphäre vonstattengeht. Er kommt zu dem Schluss, dass eine Konsumenttäuschung zum Wechsel der Metapräferenzen führt, und daraus ergibt sich ein Interesse an politischen Tätigkeiten. Dort kann es zur Sucht oder zu einer weiteren Enttäuschung kommen, die zum Rückzug in die Privatsphäre führt.

Gemeinsam mit dem schwedischen Wirtschaftswissenschaftler Gunnar Myrdal gilt er als ein Begründer der wirtschaftswissenschaftlichen räumlichen Polarisationstheorie, die die Gleichgewichtsmodelle der neoklassischen Theorie kritisiert und ein Gegenmodell anbietet.

[Bearbeiten] Schriften

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

Personendaten
Hirschman, Albert Otto
Hirschmann, Otto Albert
Deutscher Ökonom
7. April 1915
Berlin





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