Von einem Heckmotor spricht man bei Fahrzeugen, deren Motor hinter bzw. über der Hinterachse eingebaut ist. Es handelt sich um eine Bauart von PKW, Kleintransportern und Bussen. Bekannte Beispiele sind VW Käfer, VW Transporter und Bus, Porsche 911, NSU Prinz, Simca 1000, Fiat 850 sowie der Smart Fortwo.
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Vorteile entstehen durch die, durch das Gewicht des Motors bedingten, erhöhte Traktion an den angetriebenen Hinterrädern. Bei PKW mit Heckmotor entfällt die Kardanwelle, was einigen konstruktiven Aufwand erspart. Im Nutzfahrzeugbereich haben praktisch alle modernen Busse einen Heckmotor. So sind deutlich niedrigere Busböden (Linienbusse) und größere Stauräume (Reisebusse) möglich, zudem ist die Geräuschbelastung für den Fahrer wesentlich geringer.
Nachteilig wirkt sich der Heckantrieb beim Kurvenfahren mit hohen Querbeschleunigungswerten aus. Heckgetriebene Fahrzeuge neigen stark zum Übersteuern und im Extremfall zum Ausbrechen des Hecks, sowie die größere Trägheit, da der Tank üblicherweise vorn ist, um die heckseitige Belastung auszugleichen. Außerdem wird wegen der räumlichen Entfernung zwischen Schalthebel und Getriebe eine entsprechende Übertragungseinrichtung benötigt, oft in Form einer Fernschaltwelle. Teilweise erfordert dies zusätzliche Gelenke und Umlenkhebel, was die Schaltpräzision beeinträchtigen kann und dem Fahrer ein ungenaueres Schaltgefühl vermittelt. Durch die größere bewegte Masse sind die Betätigungskräfte beim Schaltvorgang tendenziell höher. Die Fernschaltwelle wird bei neuen Fahrzeugmodellen mehr und mehr durch Seilzugschaltung oder gar durch elektromotorische Steller ersetzt.
Anders als bei heckgetriebenen PKW mit Frontmotor neigen Heckmotorwagen, insbesondere bei lang gestreckter Limousinenform durch das geringe Gewicht auf der Vorderachse bei Rollsplitt oder feuchter Fahrbahn auch schnell zu Untersteuern. Beim Käfer oder Porsche tritt dieses Problem nicht so stark in Erscheinung, da die kompakte Bauweise eine bessere Gewichtsverteilung erlaubt. In Amerika gibt es seit der Einstellung des Chevrolet Corvair 1969 keine Heckmotorlimousinen mehr, in Europa entwickelte und fertigte der tschechische Automobilhersteller ?koda bis 1987 Limousinen mit Heckmotor. Die schlechte Gewichtsverteilung der Heckmotorlimousinen von ?koda ist im ehemaligen Ostblock vielen Leuten noch heute bekannt, so lautete ein üblicher Rat an ?koda-Fahrer, sie sollten sich einen Sack Zement in den Kofferraum auf die Vorderachse packen.