Der Begriff der ?-Endlichkeit (auch ?-Finitheit) wird in der mathematischen Maßtheorie verwendet und liefert eine Abstufung von (messbaren) Mengen von unendlichem Maß in ?-endliche und nicht ?-endliche Mengen. Er wird aus ähnlichen Gründen eingeführt wie der Begriff der Abzählbarkeit bezüglich der Anzahl von Elementen einer Menge.
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Ein positives Maß ?, definiert auf einer ?-Algebra ? von Teilmengen einer Menge X, wird genau dann endlich genannt, wenn ?(X) endlich ist. Eine Menge in einem messbaren Raum hat ?-endliches Maß, wenn sie eine abzählbare Vereinigung von Mengen endlichen Maßes ist. Das Maß ? wird dann ?-endlich genannt, wenn X ?-endliches Maß hat.
Die Definition lässt sich auf signierte Maße ausweiten: Ein signiertes Maß ? heißt ?-endlich, wenn | ? | ?-endlich ist.
Nicht endliche Maße können pathologische Eigenschaften aufweisen, jedoch sind viele der häufig betrachteten Maße nicht endlich. Die Klasse der ?-endlichen Maße teilt mit den endlichen Maßen einige angenehme Eigenschaften, ?-Endlichkeit kann in dieser Hinsicht mit der Separabilität von topologischen Räumen verglichen werden. Einige Sätze der Analysis, wie der Satz von Radon-Nikodym und der Satz von Fubini, gelten zum Beispiel gelten nicht mehr für nicht ?-endliche Maße.
Das Lebesgue-Maß auf den reellen Zahlen ist nicht endlich, aber ?-endlich. Denn betrachtet man die Intervalle [k,k + 1] für alle ganzen Zahlen k, so hat jedes Intervall das Maß 1, und
ist deren Vereinigung.