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Baugeschichte der Stadt Heilbronn



Die Baugeschichte der Stadt Heilbronn beschreibt die architektonische Entwicklung von Heilbronn in Baden-Württemberg.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Stadtbaugeschichte und Stadtplanung von Heilbronn
    • 1.1 Das Mittelalter
    • 1.2 Die Neuzeit
    • 1.3 Die Vorstädte
    • 1.4 Die Riesenstraße
    • 1.5 1800
    • 1.6 1900
    • 1.7 Die 1910er Jahre
    • 1.8 Die 1920er Jahre
    • 1.9 Die 1930er Jahre
    • 1.10 Die 1940er Jahre
    • 1.11 Die 1950er Jahre
    • 1.12 Die 1960er Jahre
    • 1.13 Die 1970er Jahre
    • 1.14 Die 1980er Jahre
    • 1.15 Die 1990er Jahre
    • 1.16 Ab 2000
  • 2 ?Flächensanierung? und Stadtzerstörung: Die ?zweite Zerstörung? von Heilbronn
    • 2.1 1947
      • 2.1.1 Die Zerstörung des Rauch'schen Palais am Marktplatz
    • 2.2 1949
      • 2.2.1 Die Zerstörung der alten Stadtmauer an der Fischergasse
    • 2.3 1950
      • 2.3.1 Die Zerstörung des Schwarz'schen Palais am Marktplatz
    • 2.4 1952
      • 2.4.1 Die Zerstörung der Friedenskirche auf dem Kaiser-Wilhelm-Platz
    • 2.5 1956
      • 2.5.1 Der Abbruch des Hauptbahnhofes [60]
      • 2.5.2 Die Zerstörung der Moltkekaserne an der Moltkestraße
    • 2.6 1960er Jahre
      • 2.6.1 Der Abbruch der neoklassizistischen Friedhofshalle auf dem jüdischen Friedhof im Breitenloch
    • 2.7 1968
      • 2.7.1 Die Zerstörung des Kaufhaus Model (früheres Rauch'sches Palais)
      • 2.7.2 Die Zerstörungen im Deutschordensmünster
      • 2.7.3 Die Zerstörung des Kaufhaus Merkur
    • 2.8 1969
      • 2.8.1 Die Zerstörung der Wagenhalle Neckargartach
    • 2.9 1970
      • 2.9.1 Die Zerstörung der Villa Rümelin in der Lerchenstraße 74
      • 2.9.2 Die Zerstörung des Stadttheaters am Berliner Platz
    • 2.10 1972
      • 2.10.1 Die Zerstörung des Stadtbades am Wollhaus-Platz
    • 2.11 1973
      • 2.11.1 Die Zerstörung der Villa Pfleiderer in der Lerchenstraße 79
    • 2.12 1985
      • 2.12.1 Die Zerstörung der Synagoge in Sontheim
      • 2.12.2 Die Zerstörung der Kirche St. Cornelius und Cyprian
    • 2.13 1989
      • 2.13.1 Die Zerstörung der Ladenzeilen an der Bahnhofsstraße im Bauhausstil
    • 2.14 1994
      • 2.14.1 Die Zerstörung der Chapel of the Three Stones
    • 2.15 2000
      • 2.15.1 Die Zerstörung der Klinik an der Jägerhausstraße
    • 2.16 2001
      • 2.16.1 Der Abbruch der Scala-Lichtspiele am Uhlandplatz
  • 3 Geschichte der Architektur von Heilbronn
    • 3.1 Das Mittelalter
      • 3.1.1 Ottonische Architektur (1000 ? etwa 1050)
      • 3.1.2 Spätromanik (1150?1250)
      • 3.1.3 Gotik
        • 3.1.3.1 Frühgotik (ab 1270)
        • 3.1.3.2 Hochgotik
        • 3.1.3.3 Spätgotik (1350?1550)
    • 3.2 Die Neuzeit
      • 3.2.1 Renaissance (1420?1620)
      • 3.2.2 Barock (1600?1780)
      • 3.2.3 Rokoko (1735 ? etwa 1780)
      • 3.2.4 Klassizismus (1750?1840)
      • 3.2.5 Historismus
        • 3.2.5.1 Neugotik (1830?1900)
        • 3.2.5.2 Eklektizismus (1840?1900)
        • 3.2.5.3 Neorenaissance (1850?1885)
        • 3.2.5.4 Neoromanik (1870?1920er)
        • 3.2.5.5 Neobarock auch Neurokoko (1880?1920)
        • 3.2.5.6 Neoklassizismus (1890 bis 1950er: Vorläufer der konservativen Moderne)
    • 3.3 Die Moderne
      • 3.3.1 Jugendstil (~1895?1920)
      • 3.3.2 Expressionismus(1918 bis Ende der 20er)
      • 3.3.3 Heimatstil (~1904?1950er: Konservative Moderne)
      • 3.3.4 Neue Sachlichkeit (~ 1920 bis heute: Klassische Moderne)
      • 3.3.5 Brutalismus (1950er- bis 1970er)
    • 3.4 Die Postmoderne
  • 4 Quellen
    • 4.1 Literatur
    • 4.2 Einzelnachweise

[Bearbeiten] Stadtbaugeschichte und Stadtplanung von Heilbronn

[Bearbeiten] Das Mittelalter

Heilbronn entwickelte sich aus einem im 7. Jahrhundert bestehenden fränkischen Königshof, der die Architektur der Vorromanik dokumentierte. Im 13. Jahrhundert siedelten sich die Deutschordensherren in Heilbronn an und errichteten im Jahr 1225 das Deutschordensmünster wobei der Chorturm, der Spätromanik zuzuordnen ist. 1371 wurde der Ort zur Reichsstadt erhoben und als solche zu einem bedeutenden Handelsplatz in Südwestdeutschland.

[Bearbeiten] Die Neuzeit

Im 15. Jahrhundert ist die Baukunst der Spätgotik in Heilbronn einerseits durch die Erstellung des Karmeliterklosters gemäß den Plänen von Hans von Mingolsheim im Auftrag des Rats ab 1447 andererseits durch den Bau des dreischiffigen Hallenchors der Kilianskirche durch Anton Pilgram in den Jahren 1480?1487 dokumentiert. Die Renaissance in Heilbronn erschuf 1513 dank Hans Schweiner den Turm der Kilianskirche in Heilbronn und setzte sich in der Gestaltung des Rathauses in den Jahren 1579?1583 durch Hans Kurz und Isaak Habrecht fort. Hans Kurz war einer der wichtigsten Baumeister der Renaissance in Heilbronn[1] und erschuf auch das Imlin'sche Haus. In den Jahren 1598?1600 wurde im Auftrag des Rats das Fleischhaus gemäß den Plänen von Hans Stefan errichten, wobei Jakob Müller als Bildhauer bei der Gestaltung der Figuren tätig war.[2] Der Barock wird in Heilbronn durch den Bau der zweistöckige Barockfassade des Deutschhofes zu Heilbronn mit drei Ziergiebeln durch Wilhelm Heinrich Behringer im Jahre 1719 gekennzeichnet. Die Gebrüder Franz und Johann Michael Keller vollzogen die Barockisierung des Deutschordensmünsters.

[Bearbeiten] Die Vorstädte

Ab 1839 entstanden die Heilbronner Vorstädte nach Plänen des Stadtbaumeisters Louis de Millas, der nach damals üblichen städtebaulichen Prinzipien plante. Vor die vier Tore der Altstadt legte er ein System von nahezu gleich großen, rechteckigen Bauquartieren, die keinen Bezug zu den topographischen Gegebenheiten hatten und keine städtebauliche Gesamtkonzeption erkennen ließen. Seine Pläne und die Baustatuten zur Regelung der Bebauung in der Altstadt bildeten ab 1840 die rechtlichen Grundlagen für die Erweiterung der Stadt. Es entstanden zunächst die Quartiere vor dem Sülmer-, Fleiner- und Karlstor. Die Brückentor-Vorstadt wurde in ihrer Gestaltung von den ab 1847 errichteten Eisenbahn-Anlagen um den 1848 eingeweihten Bahnhof beeinflusst und konnte zu de Millas Bedauern aufgrund des Bahnverlaufs nicht nach dem übrigen Quadrate-Schema ausgeführt werden. Die Hauptstraßen der neuen Viertel wurden nach Angehörigen des württembergischen Königshauses benannt: Wilhelm-, Karl-, Paulinen- und Olgastraße.

[Bearbeiten] Die Riesenstraße

Nachdem bereits in den 1840er Jahren unter de Millas vier Vorstädte angelegt worden waren, war nach drei Jahrzehnten der Industrialisierung eine neue umfassende städtebauliche Konzeption dringend nötig geworden. Der Gemeinderat beauftragte im Oktober 1872 den Karlsruher Professor Reinhard Baumeister mit der Erstellung eines Generalbauplanes. Im März 1873 legte Baumeister einen ersten Planentwurf im Gemeinderat vor, der drei Neckarbrücken statt bisher einer vorsah, die bisherigen zusammenhanglosen Vorstädte mit einer Ringstraße (?Riesenstraße?) umschloss und die spätere Kaiserstraße durch einen Durchbruch nach Osten zu einer wichtigen ?Zentralstraße? erhob. Der Plan berücksichtigte bereits den 1873 erfolgten Bahnhofsneubau sowie die spätere Errichtung einer Industriebahn in den Süden der Stadt. Bis um 1900 folgte der Städtebau in Heilbronn, von Detailunterschieden abgesehen, Baumeisters Planungen. Nach 1900 wurde sein Plan durch den abweichend vom Plan errichteten Südbahnhof und die starke Ausdehnung der Stadt nach Osten hinfällig. Die heutige Oststraße mit ihren großzügigen Dimensionen ist Teil der von Baumeister erdachten, aber nie zur kompletten Ringstraße vollendeten Riesenstraße.

[Bearbeiten] 1800

1878
1878 wurde die Friedensstraßenschule in Böckingen erbaut.[3]

1898
1898 wurde die Böckinger Methodistenkapelle in der Seestraße erbaut, wobei diese 1944 zerstört wurde.[4] .

[Bearbeiten] 1900

In den Jahren 1899/1900 wurde unter Schultheiß Karl Rein an der damaligen Weststraße, der heutigen Ludwigsburger Straße die sogenannte Weststraßenschule erbaut.[5] Am 15. Juli 1900 wurde die Neckargartacher Turnhalle an der Wimpfener Straße anlässlich des Gauturnfestes eingeweiht.[6]

Neckargartacher Neckarbrücke 1905

1905
Am 21. September 1905 wird die mit 5 Bögen gespannte Neckargartacher Neckarbrücke nach Plänen von Oberbaurat Friedrich Wilhelm von Schaal eingeweiht.[7] Die Brücke wurde 1945 zerstört und die Fähre von Wilhelm Schmitt und Hugo Wagner wurde benutzt um vom Neckarplatz auf die andere Seite zu gelangen. Nach der Fertigstellung der neuen Brücke 1951 wurde der Betrieb der Fähre eingestellt.[8]

1909
Das Neckargartacher neue Schulhaus am Leinbach wird 1909 fertiggestellt.[9]

[Bearbeiten] Die 1910er Jahre

1912
Der evangelische Kindergarten in Neckargartach an der heutigen Bodelschwingstraße wird 1912 erbaut.[10] Von 1912 bis 1913 wurde die Böckinger Alleenschule nach Plänen der Architekten Beutinger und Steiner und des Ortsbaumeisters Lutz aus Böckingen fertiggestellt.[11]

[Bearbeiten] Die 1920er Jahre

1926
1926 wird das VfL-Sportheim an der Böllinger Straße 40 in Neckargartach eingeweiht.[12]

1927
Beim evangelischen Gemeindehaus in Neckargartach an der Biberacher Straße 16 wird 1927 Richtfest gefeiert.[13]

1928
Am 22. Juni 1928 wird die Wagenhalle der Straßenbahn in Neckargartach eingeweiht. Die Neckargartacher Straßenbahn fuhr von der Endstation Jakobstraße (heute Palmstraße) nach Heilbronn.[14] Zur Erinnerung an die Straßenbahn von Neckargartach wurde bei der Neckarhalle ein Gedenkstein des Neckargartacher Malers und Bildhauers Bernd Maisenhelder aufgestellt.

Am 20. Oktober 1928 werden die Ladenzeilen an der Bahnhofsstraße im Bauhausstil eröffnet [15]

[Bearbeiten] Die 1930er Jahre

1931
Am 20. Februar 1931 wird das Postamt an der Allee eröffnet.[16] Die Planung des Neubaus sah ursprünglich ein Gebäude im Bauhausstil mit fünfgeschossiger hoher Fassade zur Allee hin vor. Gebaut wurde jedoch die Fassade zur Allee hin als zweigeschossiger, zurückgesetzter Flügelbau, der sich an das fünfgeschossige Hauptgebäude im Bauhausstil anschloss.[17] [18]

1935
Am 28. Juli 1935 wird die Kanalhafenbrücke, die heutige Peter Bruckmann Brücke eingeweiht.[19] In der Neckargartach wird die Steigsiedlung fertiggestellt. Eine Doppelhaushälfte kostet 9.000 Reichsmark.[20]

1937
Am 18. Juli 1937 wird das Kriegerdenkmal in Neckargartach unterhalb der Peterskirche an der Biberacher Straße wird eingeweiht.[21]

1938
Im Heilbronner Stadtteil Heilbronn-Böckingen, wird am 17. Juli 1938 die Ernst-Weinstein-Siedlung eingeweiht. In der Siedlungsmitte steht eine Sandsteinplastik vermutlich aus der Zeit der Siedlungsgründung 1937, die einen Knaben mit Hund zeigt und mit ?HWB? monogrammiert ist.

[Bearbeiten] Die 1940er Jahre

General-Wever-Turm

1940
Im Januar wird die Ruine der Synagoge abgebrochen. In Heilbronn werden die Keller vernetzt, d.h. die Mauern zwischen den Kellern werden durchgebrochen. Es werden 32 Löschwasserbunker errichtet. Mit Tarnfarbe werden rote Dächer und helle Hauswände bemalt. Auf der Theresienwiese wird der General-Wever-Turm, ein Hochbunker mit einer Fliegerabwehrkanone (Flak) errichtet. Am 17. Dezember 1940 erfolgt der erste Luftangriff auf Heilbronn, wobei 20 Häuser total und 70 Häuser leicht zerstört werden. Betroffen ist das Wohngebiet zwischen Wolfgangsgasse und Johannesgasse. Laut dem Historiker Wilhelm Hofmann sei ?diese erste Feindeinwirkung eher ein Objekt für Schaulustige als eine ernste Warnung?. ?Böse Zungen? sahen darin sogar eine ?Sanierung der Altstadt?.[22]

1941
Am 21. Dezember erfolgt eine Ausstellung sozialer Wohnungsbau, das das Wohnen in der Nachkriegszeit darstellen soll. Gezeigt werden drei Wohnungen und ein Siedlerhaus mit einem VW in einer Garage.

1944
Am 4. Dezember 1944 wurde die historische Innenstadt bei einem Luftangriff auf Heilbronn total zerstört.

Der Wiederaufbau

Das Heilbronn der Nachkriegszeit dokumentiert die Wiederaufnahme der für die Stuttgarter Schmitthenner-Schule typischen barockisierenden Heimatstils aus der Tradition der Vorkriegszeit[23] mit Walmdächern[24], Dachgauben, Fensterlaibungen, Putzfassaden, Pilastern und weit vorkragenden Kranzgesimsen. Den Wiederaufbau der protestantischen Sakralbauten leitete ein prominenter Stuttgarter Architekt[25], der ehemalige Bauamtsleiter von Heilbronn Hannes Mayer (1896?1992), der den Heimatstil vertrat, und dem konservierenden und rekonstruierenden Wiederaufbaugedanken verpflichtet war.[26] Die Rekonstruktion der Kilianskirche und der Nikolaikirche (ohne Friedenskirche ) ist sein Verdienst. Den Wiederaufbau des Deutschordensmünsters leitete Rudolf Gabel, der die zerstörte Barockausstattung zwar nicht rekonstruierte aber die noch erhaltenen Teil der Barockausstattung sicherte und für die Nachwelt erhalten konnte. Hans Herkommer baute die gleiche Kirche wieder auf, die er vor dem Krieg errichtet hatte: die Augustinuskirche[27] Den Wiederaufbau beschädigter Profanbauten erfolgte als eine Rekonstruktion in reduzierter Form, die der Tradition verpflichtet war. So wurde die Villa Rauch in der Steinstrasse 1 in zwar reduziertem Schmuck aber originalgetreu rekonstruiert.[28] Ebenso wurde das beim Luftangriff auf Heilbronn zerstörte Stadtbad anschließend im Heimatstil in vereinfachten Formen originalgetreu rekonstruiert.

1946
Am 16. November eröffnet das Fischgeschäft Treuer in der Sülmerstrasse und am 18. November wird das Arbeitsgericht eröffnet.

1947
Am 11. August 1947 wird das Erholungsheim Haigern eröffnet und im Dezember 1947 ist wieder der Heilbronner Bankverein(1982 Volksbank) am Marktplatz zu finden.

1948
Am 5. März 1948 ergeht ein Aufbau-Rahmenplan für den Neubau der Heilbronner City. Am 30. August 1948 bezieht die HNer Stimme die Räume in der Vereinsdruckerei an der Allee 40. Am 11. November 1948 entscheidet die örtliche Kommunalverwaltung, dass von jedem Grundstück in der Altstadt 15 % enteignet werden, wobei 5 % entschädigt werden und die restlichen 10 % unentgeltlich abzugeben sind. Am 28. November 1948 wurde die rekonstruierte Martin-Luther-Kirche und am 19. Dezember 1948 die Wichernkirche wieder eingeweiht.

1949
Am 14. März 1949 entsteht das Schuhhaus Walch (1911) am alten Standort in der Kaiserstrasse 33 neu. Am 4. April wird in der Kaiserstrasse 29, das Sporthaus Saemann (1898) wiedereröffnet. Am 2. Mai 1949 entsteht das Gebäude des Juwelier Stotz, als der erste Neubau in der Fleinerstrasse 33. Am 6. August 1949 entsteht die Buchhandlung Stritter (1688) in der Gymnasium-/Titotstrasse neu. Am 12. August 1949 erwirbt Ludwig Stern das ehemalige Synagogengelände und eröffnet am 26. November 1949 im hinteren Teil des Synagogengeländes die Scala-Lichtspiele (später Metropol)[29], wobei im Gebäude auch das Konzertcafé Hillebrecht beheimatet ist und am 21. Juni 1952[30] mit einer Schnellgaststätte und Restaurant-Konzertgarten mit Tanz auf dem ehemaligen Synagogengelände aufwarten kann. Weiterhin eröffnet im August 1949 das Haus Zehender am Marktplatz. Am 4. September 1949 wird die methodistische Pauluskirche in Karlstrasse 33 eingeweiht. Am 12. Oktober 1949 wurde die rekonstruierte Dammschule eingeweiht. Am 15. November 1949 wird das Bekleidungshaus Zimmermann am Hafenmarkt eröffnet.

[Bearbeiten] Die 1950er Jahre

Die Wohnblocks in der Fischergasse wurden 1950 nach Plänen von Paul Ensle und Werner Gabriel[31] fertiggestellt

1950
In den Ruinen werden Behelfsbauten auch für den Handel errichtet. Pferdefuhrwerke und LKWs schaffen 123.439 Kubikmeter Trümmerschutt fort. Im Jahr 1950 werden in Heilbronn 64.544 Einwohner gezählt. Im Januar 1950[32] entsteht der drei-Häuser-Block in der Fischergasse mit 80 Eigentumswohnungen. In der Karlstraße wird die Landwirtschaftsschule eröffnet. Am 27. April 1950 wird die Frauenarbeitsschule in Böckingen eingeweiht, das über dem Haupteingang ein Wandbild mit vier Frauen (Köchin, Stickerin, Näherin und Verkäuferin) in Bindertechnik von Walter Maisak zeigt.[33] Am 8. Mai 1950 wird das Gebäude Brenner-Schilling in der Fleiner Straße 31 wieder eröffnet. Am 12. Mai 1950 wird die Kanalhafenbrücke eröffnet und am 30. Mai 1950 wird das Arbeitsamt Ecke Gymnasium-/Bismarckstraße fertiggestellt. Am 9. Juli 1950 wird die Jugendherberge in der Schützenstraße (heutiges Wilhelm-Waiblinger-Haus) eröffnet. Am 2. September erfolgt der Neubau der Firma Kachel (1870) in der Kaiserstraße 27. Am 15./16. September wird die wiederaufgebaute Rosenauschule und das Robert-Mayer-Gymnasium eingeweiht. Am 24. November ist das Gewerkschaftshaus fertig. Am 2. Oktober 1950 wird das Wäschehaus Palm (1804) am Fleinertor wiedereröffnet und am 15. Dezember 1950 wird die Rosenbergbrücke und das Möbelhaus Bierstorfer eingeweiht. Am 21. Dezember 1950 wird das wiederaufgebaute Alte Stadtbad am Wollhaus-Platz für den Badebetrieb freigegeben.

1951
Bis 1951 zählt Heilbronn rund 67.625 Einwohner, wobei 3.521 Heimatvertriebene zu den Neubürgern Heilbronns gehören. Aufgrund der großen Wohnungsnot, 3200 Familien bzw. 9.000 Menschen haben keine Wohnung. Für die Bevölkerung werden 4.000 Wohnungen bereitgestellt und an den Stadträndern werden Wohnansiedlungen angelegt wie z.B. an der Christophstraße und in Neckargartach die Brünnles-Siedlung. Allerdings leben noch 350 Familien bzw. 1578 Menschen in Ruinen, Kellern und Schreber- und Weingärten. Am 28. Januar 1951 wird das Tierheim beim Trappensee eingeweiht. Am 15. Februar 1951 wird der Neubau des Café Romann (1696) in der Sülmerstraße 27 fertiggestellt. Am 17. April 1951 wird das Deutschordensmünster eingeweiht. Am 27. Mai 1951 wird die wiederhergestellte Nikolaikirche eingeweiht. Am 30. Juni 1951 wird die Pestalozzischule (Heilbronn) und Mädchenmittelschule wieder eröffnet, es gibt 17 Schulen in Heilbronn. Am 16. Juli 1951 erfolgt der Neubau des Heilbronner Bankvereins in der Kaiserstraße 34. Am 18. August wird die Weingenossenschafts-Kelter in der Gymnasiumstraße fertiggestellt. Im September 1951 wird die Otto-Konz-Brücke für den Verkehr freigegeben, ebenso die Friedrich-Ebert-Brücke. Am 29. September wird das IHK-Gebäude auf dem Kaiser-Wilhelm-Platz fertiggestellt, am 2. November in der Fleiner Straße das Kaufhaus Merkur (ab 1952 zu Horten, Neubau 1969). Am 23. Dezember 1951 wird das Altenheim in der Arndtstraße erweitert. Im Süden der Karl-Wüst-Straße entsteht das neue Industriegebiet.[34] OB-Meyle sagt: Grund und Boden ist nicht nur Kapital, sondern zugleich ein Stück Heimat. Als Voraussetzung für den Wiederaufbau Heilbronns werden schnellere Bebauungsplan- und Umlegungsverfahren eingesetzt. 20,7 Hektar Bauland und 7 Hektar Verkehrsfläche werden in 22 Zuteilungsbezirken zugeteilt.

1952
Ein US-Flugplatz wird auf der Waldheide eröffnet. Am 25. Oktober 1952 ist der Wiederaufbau des Jägerhaus-Krankenhauses abgeschlossen. Am 18. Dezember 1952 wird die Götzenturm-Brücke für den Verkehr freigegeben.

1953
Ende 1953 kann Heilbronn 74.443 Einwohner aufweisen und hat damit wieder die Einwohnerzahl aus der Zeit vor dem Krieg erreicht. Am 28. April 1953 ist das Gebäude des Amtsgerichts fertiggestellt und am 22. Mai 1953 wird die Mädchenoberschule bzw. Elly-Heuss-Knapp-Gymnaisum in der Karlstraße fertig. Am 6. Juni 1953 erfolgt die Einweihung des neuen Rathauses. Am 14. November 1953 wird das von den Architekten Mühleisen und Ulmer entworfene Modehaus Barthel (Krauß) an der Ecke Allee/Kilianstraße fertiggestellt. Auch die Einweihung der von Julius Hoffman entworfenen Handels- und Gewerbebank an der Alle 11 und des neuen Kanals und des Kanalhafens erfolgen noch in diesem Jahr.

1954
1954 wird Paul Meyle als OB in seinem Amt wiederbestätigt, wobei Dr. Karl Nägele der Leiter des Bauressorts wird. Eine der ersten Fußgängerzonen Deutschlands entsteht am 31. Juli 1954 in der Hafenmarktpassage, am 27. April des folgenden Jahres wird der wiederhergestellte Georgsbrunnen am Hafenmarkt fertig. 1954 wird auch das Gebäude der Dresdner Bank von Paul Schmitthenner an der Kaiserstraße 37 Ecke Allee fertiggestellt. Im Jahre 1954 wird auch die Einhorn-Apotheke an der Ecke Lothor- /Sülmerstraße nach Plänen von Ottmar Schär fertiggestellt.

1955
1955 zählt Heilbronn bereits 79.252 Einwohner, wovon aber 1.167 noch in notdürftig hergerichteten Ruinen wohnen. Die Straßenbahnschienen werden entfernt und die Mannheimer Straße entsteht dort, wo früher der ein Seitenarm des alten Neckars verlief. Am 18. März 1955 wird die Gewerbeschule in der Paulinenstraße eingeweiht. Am 20. April 1955 wird das Justinus-Kerner-Gymnasium eröffnet.

1956
1956 gibt es zwar Bestrebungen der baulichen Höherzonung der Altstadt, diese haben jedoch keinerlei Erfolg. 4.277 Gewerbe- und Industriebetriebe sind in Produktion gegangen und der Wohnungsbau wird mit 4,5 Millionen Mark subventioniert. Im selben Jahr wird am 22. Oktober 1956 die Albrecht-Dürer-Schule in Neckargartach eröffnet, Wohneinheiten an der Karlsruher Straße und Tscherning Straße erstehen neu.

1957
Es können im Jahre 1957 sogar 23.769 Wohnungen gezählt werden mit 81.565 Einwohnern, wovon 16.000 Heimatvertriebene und Einwanderer aus der DDR sind. Allerdings sind davon noch 491 als Notwohnungen notdürftig wiederhergestellte Ruinen. Bei anderen 710 Ruinen hat der Wiederaufbau noch gar nicht begonnen. Am 28. April 1957 wird die Heilbronner Aukirche eingeweiht, später am 2. Juni die Heilbronner Augustinuskirche. Im Dezember 1957 wird das Jägerhaus-Krankenhaus erweitert.

Hauptbahnhof

1958
Am 7. Januar 1958 wurden die Gebäude für die Vereinigte Wirtschaftsschule bestehend aus Kaufmännischer Berufsschule, Höherer Handelsschule und Wirtschaftsgymnasium an der Weststraße fertiggestellt. Am 21. März 1958 ist das Gebäude des Landgerichts Heilbronn fertiggestellt. 1958 werden weitere Wohneinheiten an der Karlsruher Straße gebaut und am 12. Juni 1958 der Heilbronner Hauptbahnhof, am 8. September 1958 die Mönchsee-Halle zugehörig zum Mönchsee-Gymnasium an der Karlstraße 44,, am 29. November 1958 Harmonie und am 30. März 1958 das Theodor-Heuss-Gymnasium erstehen neu. Insgesamt werden in diesem Jahr 83.905 Einwohner in Heilbronn gezählt. Der Wollhausplatz wird Busbahnhof und ist geprägt aus einem Ensemble von rekonstruierter historischer Architektur (Stadtbad und Nachbarhaus) und neuer Architektur (Möbelhaus Fromm und KSK HN), die sich jedoch in Maßstab und Bauweise der historisch gegebenen Bausubstanz unterordnet. In diesem Jahr wird die Allee in vier Monaten aus einer Stadtpromenade zur verkehrsgerechten Straße umgebaut. Weiterhin werden das Wirtschaftsgymnasium und das Industriegebiet an der Bottwarbahnlinie eröffnet.

1959
Am 3. Mai 1959 wird die Böckinger Auferstehungskirche eingeweiht, am 1. September 1959 die Wartbergschule und am 11. Oktober 1959 die Neckargartacher Michaelskirche. Auf dem Hefenweiler wurde am 18. Juli 1959 das Insel-Hotel eingeweiht.

[Bearbeiten] Die 1960er Jahre

1960
Im Jahr 1960 steigt die Nachfrage nach Baugrund und 430 Anträge zum Wohnungsbau werden eingereicht. Der Berliner Platz wird eröffnet und der Bärenbrunnen auf dem Berliner Platz wird vom regierenden Bürgermeister Berlins, Willy Brand eingeweiht. Im Gemmingstal, Rampachertal entstehen neue Wohneinheiten, die Trappensee-Siedlung, die Bleichinsel-Brücke, das Industriegebiet, die Hohestraße und der Rathenauplatz werden eröffnet.

1961
Am 30. Mai 1961 wird die Heilbronner Pavillonschule in der Siebennussbaumstraße fertiggestellt.

1962

Hans-Riesser-Haus

Im Februar 1962 wird der Erweiterungsbau des Rathauses eröffnet. Das Wohngebiet im Sachsenäcker wird erschlossen. Die Helene-Lange-Realschule und die Kinderklinik Am Gesundbrunnen entstehen neu. Heilbronn zählt jetzt 92.681 Einwohner. Im Mai 1962 wird in Neckargartach das Adolf-Hitler Haus, ein Fachwerkhaus in der Frankenbacher Straße 23[35] abgebrochen. Am 26. Juni 1962 wird an der Charlottenstraße die Wilhelm-Hauff-Schule , die aus der Rosenauschule Mädchen hervorgeht und daher auch die ?Tochterschule der Rosenauschule (Mädchen)? genannt wird, eingeweiht. Am 22. September 1962 wird das Hans-Riesser-Haus eröffnet.

1963
Das Industriegebiet an der Karl-Wüst-Straße wird erweitert. Stadtbücherei und Jugendherberge sind weitere Errungenschaften der Jahre 1962 und 1963. Die Heilbronner Christuskirche wird für die evangelische Südgemeinde Heilbronn am 1. Advent im November 1963 eingeweiht.

1964
Im Jahr 1964 entstehen an der Herderstraße und der Rauchstraße neue Wohnungen und in den Sachsenäckern im Stadtteil Neckargartach sind 650 Wohnungen bezugsfertig. In Neckargartach wird die Turnhalle, an der Einmündung der Böllinger Straße/Wimpfener Straße, die 1900 eingeweiht worden ist, 1964 abgebrochen[36]

Der erste Bürgermeister Dr. Nägele wird in seinem Amt für 12 Jahre bestätigt. Am 25. Januar 1964 wird das kath. Gemeindezentrum St. Peter und Paul in der Metzgergasse nahe der Deutschordenskirche eingeweiht. Die Heilbronner Kreuzkirche am Hohrain 2 ist ein Sakralbau, der von Dipl.-Ing. R. Krauter und Architekt Fritz Holl entworfen und am 6. Dezember 1964 von Landesbischof Erich Eichele eingeweiht wurde

1965
Am 16. Dezember 1965 wird das Gebäude der Commerzbank an der Siebeneichgasse bzw. Ecke Klara-/Hohe Straße eröffnet. 1965 zählt Heilbronn 95.348 Einwohner. An der Ecke Hohestraße/Götzenturmstraße und am Wollhausplatz entstehen die ersten Hochbauten. Am 9. Juli 1965 wird der Käthchenbrunnen eingeweiht.

1966
1966 wurde die Böckinger Förderschule Wilhelm-Hofmann-Schule[37] eingeweiht.

1966 werden im Sachsenäcker und Schanz Süd 4.900 Einwohner gezählt. Mit der Gerhart-Hauptmann-Schule kommt Heilbronn jetzt auf 18 Schulen. Am Sülmertor entstehen neue Hochbauten. Am 5. September 1966 wird die Spange für die Schüler des Theodor-Heuss-Gymnasiums eröffnet. und am 18. September 1966 das Thomas-Morus-Jugendhaus eröffnet. Am 13. Dezember 1966 erfolgt die Eröffnung des Betriebshofes für die Verkehrsbetriebe am westlichen Ufer des Kanals.

Am 21. Juli 1966[38] wird auf dem Gelände des ehemaligen Lehrerseminars an der Rauch-/Wartbergstrasse am Fuße des Wartbergs die Staatliche Gehörlosenschule eingeweiht[39], die 1974 von den Architekten Kohlmeier und Grossman erweitert[40] und ab 1991 Lindenparkschule heißt.

1967
OB Paul Meyle wird am 7. September 1967 durch Dr. Hans Hoffmann als neuer OB abgelöst. 1967 werden neue Wohngebiete an der Schanz, im Breitenloch und im Gais erschlossen. Am 2. April 1967 entsteht das evangelische Gemeindezentrum im Sachsenäcker. Die Heilbronner Wartbergkirche in der Schüblerstraße 6 wurde nach Plänen von Rudolf Gabel im Jahre 1967 fertiggestellt.

1968
1968 wird die Fritz-Ulrich-Schule in Böckingen fertiggestellt.[41] 1968 wird der Hochaltar in der Kilianskirche wiederaufgestellt. An der Hanselmannstraße entstehen neue Hochbauten. Der Kanalhafen wird erweitert und das sog. Faulei der Kläranlage wird fertiggestellt. Am 14. Oktober 1968 ist das Justinus-Kerner-Gymnasium bezugsfertig.

1969
Am 10. März 1969 wird das Caritas-Altenheim St. Elisabeth am Rosenberg fertiggestellt und in Neckargartach wird das Gasthaus ?Zum Schwanen? samt Kegelbahn und Gartenwirtschaft zugunsten des Baus der Neckarhalle abgebrochen, die am 31. Mai 1969 eingeweiht wird und 2001/2002 einen großen Anbau und eine Renovierung erhält.[42] Im Rampachertal gibt es 1.500 neuer Wohnraum. Am 8. Juli 1969 wird die Fritz-Ulrich-Grund- und Hauptschule eingeweiht.

[Bearbeiten] Die 1970er Jahre

1970
1970 wird Klingenberg eingemeindet. In Klingenberg wird das Baugebiet Wolfsglocke erschlossen und die Heinrich-von-Kleist-Schule eröffnet. Am 28. Juli 1970 wird gesagt:Das Theater hat schwer gekämpft, wir haben gesiegt. Baubürgermeister ist Herbert Haldy.

1971
Am 14. Oktober 1971 eröffnet die Ludwig-Pfau-Schule, ein Tag später die Heinrich-von-Kleist-Realschule. Am 11. November 1971 eröffnet das 60 Meter hohe Shoppinghaus.[43] Am 21. Dezember folgt die Eröffnung der Heinrich-von-Kleist Realschule im Kreuzgrund in Böckingen. Die Allee-Unterführung wird gebaut. Das Stadtbad am Bollwerksturm wird eröffnet. Leiter des Stadtplanungsamtes ist Rasso Mutzbauer. Im selben Jahr ist Baubeginn für das Elly-Heuss-Knapp-Gymnasium am Kraichgauplatz. Der Lange Otto wird am 1. Oktober 1971 eingeweiht. Die Region erhält eine große Verwaltungsreform.[44] Heilbronn bevorzugt die Eingemeindung von Flein, Horkheim und Frankenbach, während das Innenministerium an die Eingemeindung von Nordhausen, Untergruppenbach, Leingarten, Unterrheinriet und Nordheim zu Heilbronn denkt.

1972
Am 1. Juli 1972 wird Kirchhausen eingemeindet, wofür 57% der Kirchhausener sind. Am 6. Oktober 1972 wird das TGH-Vereinsheim eröffnet, am 27. Oktober 1972 wird das Altenheim Sontheim-Ost bezugsfertig.

1973
Am 7. August 1973 wird der Hochbau für das Fermeldeamt an der Ecke Ost-/Weinsberger Straße fertiggestellt und am 9. Dezember 1973 wird die Pauluskirche an der Karlstraße 33 eingeweiht.

Das Wollhauszentrum wird 1974 eröffnet

1974
1974 werden Frankenbach, Horkheim und Biberach eingegliedert. Die Frankenbacher und Horkheimer Gemeinderäte sind gegen die Eingemeindung. Die Biberacher Bevölkerung votiert in der Mehrheit gegen die Eingemeindung. Der Heilbronner Stadtteil Biberach erhält die Böllingertal-Halle sowie ein neues Hallenbad und Rathaus. Am 13. September 1974 bekommt Kirchhausen die Deutschordenshalle. Am 22. Dezember 1974 wird die Frankenbacher Johanneskirche eingeweiht. Klingenberg bekommt die Sporthalle Auf der Schanz. An der Großgartacher Sraße entsteht das Gewerbegebiet neu, und das Baugebiet am Rosenberg wird erschlossen. In Heilbronn wird das Einkaufszentrum Wollhaus von 1974 eröffnet.[45] Im Stadtteil Sontheim-Ost entsteht ein neues Schulzentrum mit Sporthalle.

1975
Die Elly-Heuss-Knapp-Schule wird in fünf-jähriger Bauzeit fertiggestellt. Sie befindet sich an der Pfaffenhofer Straße 9-11 in Böckingen und ist eine Grund und Hauptschule mit Werkrealschule.[46] Weiterhin wird die Kaufmännische Kreisberufsschule und die Haus- und landwirtschaftliche Kreisberufsschule[47] an der Längelterstraße 106 in Böckingen fertiggestellt.

Am 4. April 1975 erhält Böckingen das Bürgerhaus mit Saal, Gaststätte, Tagunsräume und Stadtbüchereifiliale. Am 27. Mai 1975 wird das Altenheim der Richard-Drautz-Stiftung in Heilbronn-Böckingen auf der Schanz eröffnet und am 19. August 1975 das Kreisberufschulzentrum im Haselter in Böckingen. Am 12. Dezember 1975 wird in Horkheim die Stauwehrhalle eingeweiht.

1976
Am 10. September 1976 wird ein neuer Förderschacht Franken im Salzbergwerk in Heilbronn mit einem Festakt feierlich eröffnet.

Finanzamt

1977
Am 30. März 1977 wird das Heilbronner Finanzamt und am 26. Oktober 1978 die Polizeidirektion eröffnet

1978
Am 18. August 1978 erhält Frankenbach die Leintalsporthalle und das Schießhaus in Heilbronn erhält einen eigenen Vorplatz und das Neckargartacher Rathaus werden restauriert. Am 14. September 1978 werden in Sontheim-Ost Studentenwohnheime gebaut und am 29. September 1978 die Waldorfschule an der Max-von-Laue-Schule eröffnet.

1979
Am 16. Mai 1979 erhält Kirchhausen ein Freibad. An der Marienburger Straße entstehen Hochbauten für Wohnungen und Kirchhausen erhält ein Gewerbegebiet. In Kappelfeldle/Jockele entsteht das Baugebiet.

[Bearbeiten] Die 1980er Jahre

1980
1980 wird der Deutschhof zum Kulturzentrum. Die Werderstraße in Heilbronn und die Hauptstraße in Sontheim werden verkehrsberuhigt und renoviert.

1981
1981 wird ein Teilstück der Neckartalstraße für den Verkehr freigegeben. An der Felsenstraße in Klingenberg in der Heilbronner Johann-Strauß-Straße entstehen neue Wohngebiete. Es werden neue Baugebiete in der Neipperger Höhe und in der Steigsiedlung erschlossen.

1982
Am 23. Juni 1982 erfolgt in der Moltkestraße 20 der Neubau der Südwestbank und im September 1982 das neue Gebäude des Arbeitsamtes am Rosenberg. Am 17. September 1982 wird die Kreisberufschule in Böckingen erweitert. Am 16. November 1982 wird das neue Stadttheater eingeweiht. Ein Oktogon steht im Vordergrund und wird von einer Empore rechts flankiert. Weiterhin entsteht die gewerbliche Berufsschule und an der Robert-Bosch-Straße neue Wohnungen.

1983
OB Dr. Hans Hoffmann wird durch OB Dr. Manfred Weinmann abgelöst. Im Baudezernatsamt wird Herbert Haldy von Ulrich Bauer abgelöst. 1983 entstehen an der Rollwagstraße neue Gebäude für die Staatsbehörden. An der Güldensteinstraße, Mittelstraße, Parkstraße und Werderstraße entstehen neue Wohnungen. An der Innsbrucker Straße entsteht das Gebäude der IKK.

1984
Noch ein Teilstück der Neckartalstraße wird für den Verkehr freigegeben. Neue Wohnungen entstehen an der Hofgartenstraße, Hauptstraße, Schuchmannstraße, Klingenberger Straße, Kirchbergstraße, Am Seelesberg, an der Max-Planck-Straße.

1985
Die Neckartalstraße wird vollendet. In Neckargartach werden das Doppelhaus Bender/Bosserhoff an der Frankenbacher Straße 41 und 47, die Metzgerei Schütz,die Bäckerei Hägele, das Haus Baumann an der Römerstraße 3 und das dahinter befindliche Anwesen von Bauer Friedrich Michler an der Römerstraße 1 abgebrochen um die Leinbach-Passage mit Parkplätzen zu errichten.[48] Die Biberacher Pfarrkirche St. Cornelius und Cyprian wird 1985 eingeweiht.

Der 1986 errichtete Käthchenhof bezieht das historische Käthchenhaus mit ein

1986
Auf dem früheren Fuchs-Areal wird der Käthchenhof errichtet. An der Ecke Kaiserstraße / Kiliansplatz entsteht das Haus Bergdoll (Kilianscafé). In der Kaiserstraße wird das Bekleidungshaus Haux mit einer Sandsteinfassade, Arkadenbögen und Erker gebaut. Im April 86 erhält das Café Noller eine Leichtmetallfassade mit Erkern. Am 21. September 1986 wird in Kirchhausen die evangelische Dietrich-Bonhoeffer-Kirche eingeweiht.

Das Krankenhaus am Gesundbrunnen wurde 1987 erweitert

1987
Am 14. Mai 1987 wird das Fernmeldeamt am Rosenberg eingeweiht und am 4. Oktober 1987 wird die Heilig-Geist-Kirche eingeweiht. Weiterhin wird das Senioren-Wohnstift Neckarpark am Kaiser-Friedrich-Platz fertiggestellt. Das Krankenhaus Am Gesundbrunnen wird vollendet.

1988
Die ehemalige Maschinenfabrik an der Olgastraße wird zum Jugendhaus umgebaut und an der Goethestraße entsteht ein neuer repräsentativer Bau.

1989
Am 29. April 1989 Landeszentralbank-Neubau an der Moltkestraße. Am 24. November 1989 wird das neue Postamt an der Bahnhofsstraße eröffnet. Die Feuerwehr an der Charlottenstraße wird saniert und erweitert. Im Norden von Neckargartach entsteht das Baugebiet Falter. Die Spardabank baut ein Gebäude an der Allee.

[Bearbeiten] Die 1990er Jahre

1990
In Neckargartach wird das Gasthaus ?Zum Hirsch? des Besitzers Emil Hörner an der Ecke Hirschstraße, Frankenbacher Straße abgerissen, um einem Wohn- und Geschäftshaus Platz zu machen.[49] Das Gasthaus ?Zum Hirsch? war ein altrenommiertes Restaurant mit einem grossen Saal, der mit Emporen auf Säulen und einem Tonnengewölbe mit Bühne ausgestattet war und in dem die ?Hirsch-Lichtspiele? beheimatet waren. Weiterhin standen dort Fremdenzimmer zur Verfügung und Weinauslese, Bier und Most wurde angeboten.[50] Der ?Mai-Tanz? im Hirsch wurde von einer verstärkten Kapelle begleitet, wobei die Damen freien Zutritt hatten. Im Zuge der Ortskernsanierung in Neckargartach wird die 1890 errichtete Ebenezer-Kapelle der evangelisch-methodistischen Kirchengemeinde an der Mühlbachstraße, abgebrochen.[51]

Das Industriegebiet Böllinger Höfe wächst auf 80 Hektar an. An der Wannenäckerstraße entsteht ein neuer repräsentativer Bau. Das Baugebiet Sontheim-Ost wird erschlossen. Am 15. Juni 1990 wird Ulrich Frey Baubürgermeister.

1991

Das Baugebiet am Rosenberg wird erschlossen. Der Jörg-Ratgeb-Platz entsteht. Der Anbau des Kaufhauses C&A an der Kirchbrunnenstraße mit Fassade in Sandstein entsteht. Das ehemalige Eiscafe Asta an der Allee Ecke Klarastraße wird zum Modehaus umgebaut. Die Böckinger Pfarrkirche Heilig Kreuz (1991) entsteht im Böckinger Kreuzgrund.

1992
145 Wohnungen an der Kaufmannstraße der ehemaligen US-Siedlugng werden von Sozialmietern bezogen. Bürgerkriegsflüchlinge aus Bosnien wohnen in der ehemaligen US-Kaserne. Das militärische Gelände auf der Waldheide wird von der örtlichen Kommunalverwaltung für 855.000 Mark aufgekauft.

1993
Am 22. Juni 1993 entsteht der Neubau der Volksbank an der Allee, nach Plänen von Roland Meister und Roland Wittich. Das Gebäude ist viergeschossig und bedient sich der architektonischen Elemente aus der konservativen Moderne, ähnlich dem Landgericht. Occuli und ein weit auskragendes Kranzgesims werden bei dem VoBa-Gebäude angewandt. Am 12. März 1993 wird das Technische Rathaus neben dem Wilhelmsbau fertiggestellt.

1994
Am 14. September 1994 erwirbt die örtliche Kommunverwaltung das BadenerHof-Gelände für 11,5 Millionen Mark. Am 29. September 1994 wird das Gebäude des Media-Marktes eingeweiht.

1995
Am 13. Mai 1995 wird der Ziegeleipark in Böckingen eingeweiht. Der Park war einst ein 148 000 großes Industriegelände. Am 2. Juli 1995 wird das restaurierte DOMünster eingeweiht und am 1. Dezember wird die Friedrich-Ebert-Brücke für den Verkehr freigegeben, nachdem diese 1990 für den Verkehr geschlossen und 28 Monate lang umgebaut worden ist.

1996
Am 31. März 1996 wird die Böckinger Versöhnungskirche und im Oktober der Dorfplatz in Böckingen eingeweiht.

1997
Am 29. August 1997 wird das Post-Briefzentrum in den Böllinger Höfen eröffnet. Am 7. Dezember 1997 wird in Sontheim-Ost das Maximilian-Kolbe-Gemeindezentrum eröffnet. 1997/1998 wird in Neckargartach das Lehrerhaus an der Wimpfener Straße 18 zugunsten eines Neubaus der Stadtsiedlung Heilbronn abgebrochen[52]

1998
Am 12. September wird das neue Druckzentrum der HNerStimme in der Austraße 50 eingeweiht, das nach Plänen von Walter Kluska und Joachim Böttger gebaut wurde. Am 27. November 1998 wird das Parkhaus am Bollwerksturm eröffnet, das zwei Jahre später den Hugo-Härings-Preis erhält.

1999
Am 26. September 1999 kommt die neue Stadtbahn aus Karlsruhe über Eppingen im Heilbronner Hauptbahnhof an. Am 25. November wird die Unterführung der Allee geschlossen.

[Bearbeiten] Ab 2000

Am 25. Januar 2001 beginnt der Bau des Neckarturms. Am 29. Juni 2001 wird das auf der Brache am Berliner Platz erbaute Theaterforum K3 eingeweiht. Am 13. Oktober 2001 wird das Konzert- und Kongresszentrum Harmonie nach Umbau neu eröffnet. 2003 wird der Erweiterungsbau der Gustav-von-Schmoller-Schule eingeweiht.


[Bearbeiten] ?Flächensanierung? und Stadtzerstörung: Die ?zweite Zerstörung? von Heilbronn

Das Rauch'sches Palais am Marktplatz
Rauch'sches Palais (links) und Kilianskirche am Marktplatz
(von links) Syndikathaus, Zwerchjudengasse, Schwarz'sche Palais, Foto-Wendnagel (heute Falkenstraße), Hotel Falken und Haus Zehender an der Nordostecke am Marktplatz um 1906
Der Hauptbahnhof
Die Moltkekaserne
Die Moltkekaserne
Nach dem Krieg restaurierte Stuckarbeiten im Deutschordensmünster wurden 1968 abgeschlagen. Hier ein Gewölbeträger aus Stuck.
Altes Stadttheater


[Bearbeiten] 1947

[Bearbeiten] Die Zerstörung des Rauch'schen Palais am Marktplatz

1947 wird die noch erhalten gebliebene Fassade des größten Palais am Marktplatz abgebrochen, obwohl Pläne des Stadtplaners Volkart dessen Rekonstruktion vorsahen. [53]

[Bearbeiten] 1949

[Bearbeiten] Die Zerstörung der alten Stadtmauer an der Fischergasse

Am 3. August wird die noch erhaltene alte Stadtmauer aus der Stauferzeit an der Fischergasse gesprengt[54]

[Bearbeiten] 1950

[Bearbeiten] Die Zerstörung des Schwarz'schen Palais am Marktplatz

1950 wird die noch erhalten gebliebene Fassade des Schwarz'schen Palais am Marktplatz abgebrochen [55]

[Bearbeiten] 1952

[Bearbeiten] Die Zerstörung der Friedenskirche auf dem Kaiser-Wilhelm-Platz

Als Zweite Zerstörung wird in Heilbronn die Sprengung der Ruine der Friedenskirche empfunden.[56] Es wird auch gefordert, den Turm der Friedenskirche in Form einer Ruine als eine Klagemauer stehen zu lassen.[57] Hannes Mayer lehnt die Rekonstruktion der Friedenskirche ab[58] Es gibt zwar eine öffentliche Kontroverse darüber, den Chor der Friedenskirche mit dem Fresco ?Das jüngste Gericht? von Heinrich Altherr zu bewahren, aber die Not siegt über den Wunsch der Restaurierung der Ruine. Die Sprengung gilt in vielen Augen als Sakrileg, als eine Bausünde[59].


[Bearbeiten] 1956

[Bearbeiten] Der Abbruch des Hauptbahnhofes [60]

[Bearbeiten] Die Zerstörung der Moltkekaserne an der Moltkestraße

Die Moltkekaserne wurde 1878 erbaut. Bemerkenswert an dem historistischen Gebäude waren die beiden Türme, die den Mittelrisaliten flankierten, 30 Meter hoch waren und wie ein Tor das Ende der Moltkestraße markierten. Damit wirkte der mit Türmen geschmückte Mittelrisalit wie eine barocke Dreiflügelanlage eines Schlosses, wobei der Festsaal durch einen Mittelrisaliten gekennzeichnet wurde.

Bis zum Ausbruch des ersten Weltkriegs diente das Gebäude als Unterkunft für die Truppe des vierten Württembergischen Füsilierregiment, wobei dort viele Heilbronner ihren Wehrdienst leisteten. Zur Zeit der Weimarer Republik wurde das imposante Gebäude im Stil der Historismus von einer kasernierten Polizeitruppe, später in den 30er Jahren von der Wehrmacht genutzt. Trotz der Beschädigungen im zweiten Weltkrieg wurden viele Räume der Kaserne bis zu deren Abbruch im Jahre 1956 [61] sowohl vom Finanzamt als auch von Behörden der örtlichen Kommunalverwaltung verwendet. [62]

[Bearbeiten] 1960er Jahre

[Bearbeiten] Der Abbruch der neoklassizistischen Friedhofshalle auf dem jüdischen Friedhof im Breitenloch

In den 1880er Jahren wurde eine neoklassizistische Friedhofshalle im jüdischen Friedhof gebaut. Bemerkenswert war dabei das von neoklassizistischen Säulen getragene Vordach. 1938 verwüstet, diente es in den 50er und 60er Jahren bis zu seinem Abbruch noch als Taufkapelle etc.

[Bearbeiten] 1968

[Bearbeiten] Die Zerstörung des Kaufhaus Model (früheres Rauch'sches Palais)

Gertrud Model, Witwe von Willy Model, bezog nach dem Krieg die Räume des früheren Rauch'schen Palais Ecke Kaiserstraße/Marktplatz und konnte in den folgenden Jahren steigende Umsätze verbuchen. Aufgrund erfolgreicher Geschäfte, konnte dann auch im Jahr 1950/51 der Wiederaufbau des Stammhauses in der Sülmerstraße 39 erfolgen. Ende 1968 wurde das frühere Rauch'sche Palais abgerissen.[63] Der Abbruch des früheren im schlichten Heimatstil wiederaufgebauten Rauch'schen Palais alias Kaufhaus Model wird mit Erweiterungsmöglichkeiten begründet .[64]

[Bearbeiten] Die Zerstörungen im Deutschordensmünster

Sie hausten wie die Vandalen[65], damit meinte Wolfgang Westenfeld die Umbaumaßnahmen der Jahre 1968/1969 nach Plänen von Seiten des Stuttgarter Architekten Hans Georg Reutter am Deutschordensmünster Heilbronn. Restaurator Norbert Eckert aus Bad Mergentheim charakterisiert die Umbaumaßnahmen am Münster in den Jahren 1968/89 als ?sehr hemdsärmelig mit der Kultur?.

Als Vandalismus bezeichnete Westenfeld insbesondere, die Gestaltungsmaßnahmen, die die kleine Seitenkapelle an der Nordfassade betrafen. Diese Seitenkapelle wurde zum Seiteneingang umgewidmet und dafür wurden die spätgotischen Fenster entweder zugemauert oder völlig entfernt. Die Maurer brachen in der kleinen Kapelle die Seitenwände ein und bauten dort überdimensional grosse moderne Glastüren ein. Die alte Barockkuppel der Seitenkapelle zerschlugen die Arbeiter an den Hängezwickeln, um eine Zwischendecke einzuführen und Heizungs- und Lüftungsschächte anbringen zu können. Gemeint ist damit auch die Zerstörung des barocken Chorbogens, und die Umgestaltung der barocken Chorfenster in neo-spätgotische Maßwerkfenster. Ebenso ist damit der Abbruch der zweigeschossigen Speydelkapelle am Chor gemeint, die einer neuen und modernen Fassung einer eingeschossigen Sakristei in Neugotik weichen musste. Die wiederverwandten Gewölberippen geben heute noch eine Vorstellung von der hohen Qualitat des zerstörten Bauwerks. Schließlich wurden die Atlanten beseitigt.


[Bearbeiten] Die Zerstörung des Kaufhaus Merkur

Das Kaufhaus Merkur in Heilbronn war das erste Merkur-Kaufhaus in Deutschland[66], das von Egon Eiermann und Robert Hilgers im Auftrag von Salman Schocken entworfen und am 8. November 1951 eingeweiht worden war. Schocken verkaufte 1953 an Helmut Horten. Am 16. November 1968 wird das Kaufhaus Merkur gesprengt. Ihm folgt ein Bau des Harald Loebermann. Ein Artikel der Heilbronner Stimme meint zur Sprengung:?Nur noch Schall und Rauch?.[67]

[Bearbeiten] 1969

[Bearbeiten] Die Zerstörung der Wagenhalle Neckargartach

Ende April 1928 wurde eine Wagenhalle für die Straßenbahn in Neckargartach erbaut, die einen segmentbogig gewölbten Dachform vergleichbar mit der Mönchsee-Halle in Heilbronn erhielt. Die Wölbung war als Lamellen-Dach errichtet worden. Links am Eingang zur Halle war ein polygonaler zweigeschossiger Turm mit Turmhelm zu sehen.[68] Die Wagenhalle überdauerte den Krieg unbeschadet und am 9. Dezember 1969 wurde die Wagenhalle Neckargartach[69] mit Schaufelader abgebrochen.

[Bearbeiten] 1970

[Bearbeiten] Die Zerstörung der Villa Rümelin in der Lerchenstraße 74

Mit dem Abbruch der Villa Rümelin 1970 ging nach Hennze ein Stück wichtiger Architektur verloren. Hennze meint dazu: ?Heilbronn hat damit [?] Arbeiten von Hermann Muthesius verloren?.[70]

[Bearbeiten] Die Zerstörung des Stadttheaters am Berliner Platz

Bei einer Fragebogenaktion der Heilbronner Stimme bzgl. der Rekonstruktion des Stadttheaters beteiligten sich 4514 Abstimmende. Das Ergebnis der Abstimmung zeigte, dass die Mehrheit eine Rekonstruktion befürwortete.[71] Daher wird die Sprengung des bis auf die Bühne und den Zuschauerraum, fast vollständig restaurierten Stadttheaters als zweite Zerstörung von Seiten der Heilbronner Bürgerschaft empfunden.[72] Bereits im Jahre 1951 erfolgte die Rekonstruktion des Theaters im Heimatstil.[73] Mit der Überdachung (und Nutzung) wurden die Einwände gegen die Rekonstruktion damit entkräftet.[74] Die Arbeiten des Münchner Stuckateurs Wilhelm Nida-Rümelin, wurden in den 1950er Jahren im Stadttheater teilweise rekonstruiert. 1953 zieht die Stadtbücherei in das Gebäude des ehemaligen Stadttheaters und bietet in den Jahren 1953 bis 1961 im ersten Obergeschoss des teilweise restaurierten Theaters eine Ausleihbücherei und ein Katalogzimmer und im zweiten Obergeschoss eine Jugendbücherei an. Weiterhin steht noch eine Deutsch-Amerikanische Bibliothek, eine Thekenbücherei und ein Lesesaal in den restaurierten Räumen des alten Stadttheaters zur Verfügung[75] -. In den Jahren 1957 bis 1971 inszeniert die Ballettmeisterin Brunhild Münch die Balletszenen der Operetten am Kleinen Theater Heilbronn im alten Stadttheater, das teilweise im Heimatstil restauriert worden war.[76].Auch die Sprengung des alten Stadttheaters wird als Sünde charakterisiert.[77] Trotzdem wurde nach der Sprengung des teilweise restaurierten Stadttheaters am 18. Juli 1970 folgendes gesagt:Das Theater hat schwer gekämpft, wir haben gesiegt[78]


[Bearbeiten] 1972

[Bearbeiten] Die Zerstörung des Stadtbades am Wollhaus-Platz

Der am 22. Oktober 1892 eingeweihte Bau wurde am 4. Dezember 1944 beim Luftangriff auf Heilbronn zerstört, nach dem Zweiten Weltkrieg im Heimatstil rekonstruiert, am 21. Dezember 1950 wieder eröffnet und am 19. Februar 1972 gesprengt. Dies bedeutete für die Bürger Heilbronns einen Verlust ihrer Identifikation mit Heilbronn[79] [2].[80]

[Bearbeiten] 1973

[Bearbeiten] Die Zerstörung der Villa Pfleiderer in der Lerchenstraße 79

[Bearbeiten] 1985

[Bearbeiten] Die Zerstörung der Synagoge in Sontheim

Aus einem Leserbrief in der Heilbronner Stimme vom 7. Januar 1984 von Dr. Hahn wird der Abbruch bedauert.[81]

[Bearbeiten] Die Zerstörung der Kirche St. Cornelius und Cyprian

Der von Prof. Christian Leins gebaute neugotische Sakralbau im Heilbronner Stadtteil Biberach wurde 1985 abgebrochen. Erhalten blieb ein 1963 nochmals erneuertes Glasfenster mit Maßwerk.

[Bearbeiten] 1989

[Bearbeiten] Die Zerstörung der Ladenzeilen an der Bahnhofsstraße im Bauhausstil

Die Ladenzeilen an der Bahnhofsstraße im Bauhausstil, welche am 20. Oktober 1928 eröffnet wurden [82], werden für den Bau des Neuen Postamts an der Bahnhofsstrasse abgebrochen.

[Bearbeiten] 1994

[Bearbeiten] Die Zerstörung der Chapel of the Three Stones

[Bearbeiten] 2000

[Bearbeiten] Die Zerstörung der Klinik an der Jägerhausstraße

Die Klinik an der Jägerhausstraße war einst ein Garnisonlazarett, das nach dem ersten Weltkrieg von der kommunalen Ortsverwaltung aufgekauft worden war. 1923 baute das städtische Hochbauamt das Lazarett zu einem Kinder- und Säuglingsheim um, wozu es aufgrund seiner "herrlich freie Lage besonders geeignet erschien"[83]. Der Umbau wurde dabei fast nur durch freiwillige Spenden finanziert. Das damalige Kinder- und Säuglingsheim gliederte sich in drei Abteilungen: Eine Abteilung war das Säuglingsheim mit Liegeterrasse, das im ehemaligen Verwaltungsgebäude untergebracht worden war. Die zweite und dritte Abteilung war das Kinderheim im damaligen Krankenbau, das durch ein Geschoss aufgestockt worden war, und beheimatete Ferien- und Waisenkinder, Jungen und Mädchen bis 16 Jahre. Ein großer Garten mit 1 1/2 ha, ein Spiel- und Turnplatz, Luft- und Sonnebäder mit Duschen, eine "Liegehalle mit Räumen für elektrische Höhensonne und Bestrahlungen", Baderäume und Solbäder bereicherten das Kinder- und Säuglingsheim. 2000 wurde die wieder aufgebaute Klinik abgebrochen [84] [85]

[Bearbeiten] 2001

[Bearbeiten] Der Abbruch der Scala-Lichtspiele am Uhlandplatz

Ludwig Stern kauft am 12. August 1952 das Grundstück der ehemaligen Synagoge. Stern bebaut jedoch nicht den vorderen Teil des Grundstücks, wo die Synagoge stand, sondern nur den hinteren Teil des Geländes. Dort entsteht das Gebäude der Scala-Lichtspiele, das am 27. November 1952 mit Eingang am Uhlandplatz als Kino eröffnet werden kann. 1958 wird im Obergeschoß das Haus des Tanzes durch die Eheleute Vöhringer-Fenske eröffnet.

[Bearbeiten] Geschichte der Architektur von Heilbronn

Die Geschichte der Architektur Heilbronns beschäftigt sich mit Stilen in chronologischer Reihenfolge von Heilbronn.

[Bearbeiten] Das Mittelalter

Die Geschichte der Mittelalterlichen Baukunst in Heilbronn umfasst Bauwerke der Vorromanik, Spätromanik, Frühgotik und insbesondere der Spätgotik.

[Bearbeiten] Ottonische Architektur (1000 ? etwa 1050)

Pfalzkapelle St. Michael
Fekete[86] erwähnt, dass 1976 Helmut Schmolz den Königshof samt Kapelle im Bereich des 1306 gegründeten Katharinenspitals bei der Gerberstraße, Kaiserstraße und Unteren Neckarstraße vermutet. Ein alter Kupferstich von Heilbronn aus dem Werk Civitates Orbis terrarum von 1617[87] zeigt, dass beim Katharinenspital abgesehen von der Katharinenspitalkirche noch die romanische Johanneskirche stand. Fekete geht davon aus, dass sich der Königshof möglicherweise auch dort befunden haben könnte, wo heute der Neckar verläuft.

[Bearbeiten] Spätromanik (1150?1250)

Zitat[88] [?] Deutlich ist die alten Johanniskapelle mit Turm und Schiff zu erkennen.

Johanneskapelle

Fekete[89] erwähnt, dass 1976 Helmut Schmolz den Königshof samt Kapelle im Bereich des ehemaligen Katharinenspitals bei der Gerberstraße, Kaiserstraße und Unteren Neckarstraße vermutet. Ein alter Kupferstich von Heilbronn aus dem Werk Civitates Orbis terrarum von 1617[90] zeigt, dass beim Katharinenspital abgesehen von der Katharinenspitalkirche noch die romanische Johanneskirche stand. Kaiser Karl IV verkauft an Lutwin den ehemaligen Dürner Hof mit der Johanneskapelle: kauf des hofs, do sant Johans capelle inligt und der do lit ze Heilprun an der stat und stozzet an die mure? und heisset der von Mulenbronnen hof.1348 erhält die Johanneskapelle von Wigmar Pfründe. 1363 wird nochmals die Johanneskapelle historisch belegt als : ? hinten an das Spital stoßend? Eine Lokalisierung ist anhand der Kupferstichs Civitates Orbis terrarum von Braun & Hogenberg aus dem Jahr 1617 und der Beschreibung des Standort als an der Stadtmauer liegend am Spitalkomplex liegend, leicht. Schmolz/Weckbach meint[91]: ? die St. Johannes-Kapelle ist daher als die ehemalige Königshofkapelle anzusehen?

Chorturm des Deutschordensmünsters St. Peter und Paul

Um 1225 wird auf den Fundamenten und Kalksteinmauern eines Vorgängerbaues aus dem 11/12. Jahrhundert eine Ordenskirche im Stil der Romanik aus Sandstein gebaut und der Heiligen Maria geweiht. Der eindrucksvolle spätromanische Turmchor dieser Anlage, der mit der ungefähr gleichzeitig erbauten Weinsberger Stadtkirche größte stilistische Ähnlichkeit aufweist, dürfte dabei entstanden sein. Im Turmchor steht ein romanischer Sarkophagaltar. Das Rippengewölbe in diesem Turmchor enthält einen maurischen Schlussstein.

[Bearbeiten] Gotik

[Bearbeiten] Frühgotik (ab 1270)
Frühgotischer Chor der St.- Martins-Kirche in Sontheim
Frühgotisches Kreuzgang-Fenster des Franziskanerklosters
Frühgotisches Kirchen-Fenster des Franziskanerklosters

Frühgotische Basilika St.Kilian

Frühgotischer Kreuzgang des Franziskanerklosters

Als Baudenkmal frühgotischer Klosterkultur[92] wird der Kreuzgang des Franziskanerklosters aus dem Jahr 1272 bezeichnet.Die Stadt Heilbronn nutzte das Klostergebäude nach 1544 als neues Domizil der Lateinschule, 1566 überließ der Provinzial des Franziskanerordens die früheren Klosteranlagen auch formell der Stadt. 1575 dienen Kreuzgang und Klostergebäude der Ratsbibliothek. Bis nach dem Bau des Karlsgymnasiums für Knaben 1827 werden weiterhin einige Klassen im ehemaligen Kloster unterrichtet. Im 19. Jahrhundert erfolgten insgesamt vier größere An- und Umbaumaßnahmen an dem Gebäude. 1879 erfolgt die Nutzung des Klostergebäudes als Höhere Mädchenschule und 1925 wird bei der Überdachung des Innenhofes (zur Nutzung als Turnhalle) der Kreuzgang des Klosters abgebrochen.Ein noch erhaltenes Stück des frühgotischen Kreuzgangs befindet sich am Fleischhaus. Genauer gesagt, in der Gasse zwischen der Einfahrt zur Tiefgarage des C&A und dem Fleischhaus.

Frühgotische Chorturmkirche St. Pankratius in Böckingen
In einer Stiftungsurkunde von 1291 wird die Kirche als ?sancte Pancratien? erwähnt. Die Pankratius geweihte Kirche wurde also vermutlich im 13. Jahrhundert als gotische Chorturmkirche auf den Fundamenten der 795 erwähnten Basilika (oder eines zwischenzeitlich bestehenden Nachfolgebauwerks) erbaut. Die Kirche war mit Chor und Turm nach Osten ausgerichtet. Der Turm war als kurzer massiver Wehrturm ausgeführt mit schmalen, schießschartenförmigen Fensterchen. Ein Zyklus von Seccomalereien im Turm rührt noch aus dem 13. Jahrhundert her, war jedoch längere Zeit übermalt und wurde erst bei der Renovierung u