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Savonius-Rotor



Prinzip des Savonius-Rotors im Querschnitt
Savonius-Rotor, zur Glättung der Lastwechsel in mehrflügliger und gekoppelter Anordnung

Der Savonius-Rotor wurde von dem finnischen Schiffsoffizier Sigurd Savonius um 1925 erfunden.

Dieser Rotor besteht aus zwei an einer vertikalen Rotorachse angebrachten waagerechten Kreisscheiben, zwischen denen zwei oder mehr halbkreisförmige gebogene Schaufeln bzw. Flügel senkrecht stehend angebracht sind.

Die Schaufeln sind gegeneinander versetzt angeordnet, so dass ein Teil des Windes von den rechts und links gerade zur Strömung offenen Schaufelseiten umgeleitet wird und auf die Rückseite einer der dort konkaven Schaufeln einwirken kann. Die Wirkungsweise beruht sowohl auf aerodynamischem Auftrieb als auch auf widerstandsbedingtem Vortrieb. Die mittlere Schnelllaufzahl des Savoniusrotors ist mit 1,6 angegeben. Der maximale Wirkungsgrad wird zu 28 % eingeschätzt. Bei der Planung und Herstellung des Rotors kann durch Anordnung der Schaufelsegmente die Laufrichtung in rechts- oder linkslaufende Maschinen festgelegt werden. Bei einigen Ausführungen wird eine pendelnde Aufhängung (Kardangelenk) verwendet, um die Biegekraft bei langen schmalen Rotoren zu reduzieren. Diese Anordnung verringert jedoch den Wirkungsgrad beachtlich, weil dann die Schaufeln der antreibenden Strömung ausweichen und im Drehsinn wirkende Hebelkraft auf die Rotationsachse so verloren geht.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Vorteile
  • 2 Nachteile
  • 3 Anwendungen
  • 4 Entwicklung
  • 5 Siehe auch:
  • 6 Literatur
  • 7 Weblinks
  • 8 Quellhinweise

[Bearbeiten] Vorteile

[Bearbeiten] Nachteile

Als Nachteil des Savonius-Rotors muss davon ausgegangen werden, dass seine möglichen Leistungsbeiwerte mit geschätzten 28 % unterhalb derer des Darrieus-Rotors oder derer von Anlagen mit horizontaler Rotordrehachse liegen.

Wie bei allen Rotoren mit vertikaler Drehachse sind die Schaufeln beim Savonius-Rotor aufgrund der ständigen Wechsel der Anstellwinkel zur einwirkenden Strömung Lastwechseln ausgesetzt, welche im Zusammenspiel mit den Fliehkräften Schwingungen oder Materialbelastungen verursachen können. Eine ausgeprägte Unwucht aufgrund der zyklisch unterschiedlich starken Belastung durch die Strömung während der Rotation ist charakteristisch für den Savonius-Rotor, auch wenn die Gewichtsverteilung perfekt austariert ist. Diese durch Lastwechsel verursachte Unwucht kann jedoch minimiert werden, indem statt der zwei Schaufeln eine größere Anzahl, meist drei, angeordnet werden.

Unwucht kann aber auch bei starker Strömung durch Verformung entstehen, wenn die Konstruktion nicht ausreichend stabil gehalten ist.

Ein weiterer Nachteil ist es, dass der Savoniusrotor relativ zu anderen Anlagentypen nicht sehr groß gebaut werden kann, weil ab einer nicht genau bestimmten Größe von etwa 25 Quadratmetern zur Strömung ausgerichteter Frontalfläche Unwuchten in sehr schwer beherrschbarem Umfang auftreten können. Kleinere Rotorabmessungen mit einer durch feststehend aufgestellte Einleitflächen verstärkten Strömung können hier Abhilfe schaffen.

Man kann den Savonius-Rotor auch mit horizontal liegender Drehachse betreiben, hier entstehen dann aber durch die zusätzlichen Lastwechsel durch Gravitation höhere Beanspruchungen als bei vertikal stehender Drehachse. Im Betrieb des Rotors unter Wasser in einer Strömung laufend ist der Gravitationseffekt dann wegen der spezifischen Gewichtsrelativierung kleiner oder hebt sich auf.

[Bearbeiten] Anwendungen

[Bearbeiten] Entwicklung

Eine weitere Nutzung der Technik mit Windkonzentrator findet sich mit einer neuen Variante erstmalig auch bei den Rotoren der Firma Energy-Age Wind mit Standort in Münster, Westfalen[1]. Bei dieser Bauart handelt es sich um eine der Windrichtung nachgeführte Mantelturbine. Mit Hilfe dieser Ummantelung wird auf den im Inneren derselben laufenden Savonius-Rotor eine verstärkte Strömung wirksam, mit der der Rotor eine um den Faktor 3 höhere Leistung erbringen kann. Diese Mehrleistung muss in Relation zur Größe des eigentlichen Rotors gesehen werden und der Leistung, die er ohne Ummantelung erbringen würde. Die gesamte mit der Mantelturbine dem Wind entgegengestellte Fläche ist in der Berechnung des Wirkungsgrades nicht einbezogen. Dennoch gilt auch hier, dass die als strömungsverstärkend wirksamen Komponenten kaum dem Verschleiß unterworfen sind, der ein entsprechend größerer Rotor ohne Ummantelung bei gleicher Leistung ausgesetzt wäre. Lediglich die statische Festigkeit des gesamten Aufbaus gegen den Wind muss hier konstruktiv ausreichend groß gehalten sein, so dass auch bei Sturm ein fester Stand gewährleistet ist. Bei dieser Technik wird bereits daran gedacht, die Mantelturbine in angepasster Form unter Wasser in Fluss- oder Meeresströmungen zu nutzen, weil hier die Rotorwelle mit Generatoranschluss über Wasser geführt werden kann, was das Eindringen von Wasser in die dafür empfindlichen Komponenten ausschließt.

[Bearbeiten] Siehe auch:

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Quellhinweise

  1. ? Homepage des Herstellers: Mantelturbine zum Einlenken konzentrierter Strömung in einen Savonius-Rotor, Anlagen mit 1?5 kW. energy-age wind ltd. & Co. KG, 13. August 2008. Abgerufen am 13. August 2008.





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