Ein Glättungskondensator ist ein parallel zum Lastwiderstand gelegter Kondensator, der bei einer Gleichrichterschaltung die Restwelligkeit vermindert. Er muss mit der Netzfrequenz 50 Hz betriebenen Gleichstromversorgungsschaltungen in Abhängigkeit von den Erfordernissen der Schaltung oft einen Wert von mindestens 100 µF haben und wird daher meist als Elektrolytkondensator ausgeführt. Je kleiner der Lastwiderstand ist, um so größer sollte der Kondensator sein.
Bei einem Vollwellengleichrichter wird der Glättungskondensator alle 10 ms, entsprechend 100 Hz, aufgeladen. Soll die Spannung während dieser Zeit nur um 0,1 V absinken dann berechnet sich die Kapazität näherungsweise nach der Formel:

Da ?U = 0,1 V und ?t = 10 ms, ist ?t/?U = 0,1 s/V.
Für einem Strom von 1 A beträgt die benötigte Kapazität des Glättungskondensators näherweise 0,1 F oder 100 mF. Bei einer Einweggleichrichtung ist dieser Wert zu verdoppeln.
Um eine geringere Restwelligkeit zu erreichen, ist neben der Erhöhung der Kapazität auch eine Erhöhung der Frequenz möglich. Schaltnetzteile arbeiten mit einer wesentlich höheren Frequenz als der Netzfrequenz und ermöglichen eine wesentlich kleinere Dimensionierung des Kondensators bei gleicher Restwelligkeit.