Die Untere Havel-Wasserstraße (UHW) ist eine Bundeswasserstraße, die dem Verlauf der Havel von der Spree-Mündung in Berlin-Spandau bis zur Einmündung des Havelberger Schleusenkanals in die Elbe folgt. Die Gesamtlänge der Wasserstraße beträgt 156,75 km, bzw. bis zur direkten Einmündung der Havel in die Elbe 148,48 km. Zur UHW gehören auch der 12,7 km lange Sacrow-Paretzer-Kanal bei Potsdam und der 5,4 km lange Silokanal in Brandenburg an der Havel. Zur UHW gehören sechs Schleusen.
Inhaltsverzeichnis
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Entsprechend der Binnenschiffahrtsstraßen-Ordnung[1], Kapitel 22, ist die Untere Havel-Wasserstraße für den Bereich von km 20,00 bis km 66,70 (Abzweig Elbe-Havel-Kanal) bei Nutzung des Sacrow-Paretzer- und des Silokanals für Größen der Fahrzeuge und Verbände (Schubverbände und gekuppelte Fahrzeuge) von 125 m Länge und 9 m Breite bzw. 156 m Länge und 8,25 m Breite zugelassen.
Die Untere Havel-Wasserstraße von Plaue (Havel) bis km 145 hat nur die Binnenwasserstraßenklasse III. In diesem Bereich sind nur Fahrzeuge und Verbände bis zu 67 m Länge und 8,25 m Breite zugelassen.
Das ?Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 17? sieht auf der Strecke Wolfsburg-Magdeburg-Berlin den Ausbau von 280 km Wasserweg vor. Die gesamte Strecke soll auf 4 m Tiefe und je nach Uferprofil auf 42-55 m (in Kurven bis zu 72 m) Wasserspiegelbreite ausgebaggert werden. Damit soll ermöglichen werden, das hier Schubverbände von 180 m Länge, 11,40 m Breite und 2,80 m Abladetiefe, entsprechend Binnenwasserstraßenklassifizierung Vb, fahren können.
Im Verlauf der Unteren Havelwasserstraße soll deshalb der Sacrow-Paretzer Kanal an seinem Nordufer zur Verbreiterung ausgebaggert und in seiner gesamten Länge vertieft werden. Die Havel wird von diesen Ausbaumaßnahmen im Bereich von der Mündung des Sacrow-Paretzer Kanals bis zum Silokanal betroffen sein. Es ist geplant, die Fahrrinne auf 4m zu vertiefen. Außerdem soll die Havel im Bereich des ?Deetzer Knies? begradigt und beim ?Deetzer Durchstich? verbreitert werden.
In der Region gibt es Proteste gegen den Ausbau, weil es durch die Verbreiterung und Vertiefung der Havel zu unabsehbaren negativen Veränderung des Wasserhaushaltes der gesamten Region, und damit auch zu weitreichenden Folgen für die Lebewelt, kommen kann. Wegen des zu erwartenden verstärkten Wasserabflusses wird mit einer Absenkung des Wasserspiegels des Jungfernsees um zwei bis neun Zentimeter gerechnet, so dass selbst in der Landeshauptstadt Potsdam der Havelausbau inzwischen auf Ablehnung stößt. Zurzeit werden umweltrelevante Prüfungen im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens durchgeführt. Anfang der 1990er Jahre in Auftrag gegebene Untersuchungen zur Prognose einer möglichen Ausweitung und Effizienz des Binnenfrachtschiffsverkehres verliefen bisher negativ.
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Der Sacrow-Paretzer Kanal |
Einmündung des Sacrow-Paretzer Kanals in die Havel |
Der Silokanal |
Die Havel in Rathenow |
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