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Gefriersperma wird in der künstlichen Befruchtung beim Menschen und in der künstlichen Besamung bei Rindern, Pferden und einigen Zootieren eingesetzt. Damit wird ermöglicht, den Samen unabhängig vom Zeitpunkt seiner Gewinnung zu benutzen.
Inhaltsverzeichnis
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Besondere Bedeutung hat das Tiefgefrieren von Sperma in erster Linie in der Rinderzucht erlangt, um die besten Bullen weltweit und auch noch nach ihrem Tod einzusetzen. Die kanadischen Bullen Starbuck und Blackstar brachten es dabei als erste auf über eine Million verkaufter Portionen.
Eine gewisse Bedeutung hat Gefriersperma auch bei Zootieren[1] und seltenen Schafrassen[2]. In der kommerziellen Schweinezucht wird kaum Gefriersperma eingesetzt. Die Menge des Ejakulats ermöglicht bei Schweinen keine schnelle Abkühlung. Deshalb wird dort fast nur mit Frischsperma gearbeitet.
Bei der künstlichen Befruchtung der Frau kommt Gefriersperma ebenfalls zur Bevorratung beispielsweise in Samenbanken zum Einsatz.
Es muss möglichst keimarmes Ejakulat gewonnen werden. Nach sexueller Stimultation wird der Samen nach dem Orgasmus unmittelbar in einem auf Körpertemperatur angewärmten Wasserbad aufbewahrt. Als nächstes wird das Volumen und die Qualität des Ejakulats ermittelt. Ein maßgeblicher Faktor ist dabei die Dichte, das heißt, die Anzahl der Spermien pro ml. Bei Bullen beträgt diese beispielsweise 5 bis 15 Milliarden pro ml. Wobei die Qualität der Spermien wichtiger ist als ihre Anzahl. In der Rinderzucht müssen mimdestens 70% der Spermien sich gradlinig vorwärtsbewegen um eine Mindestbefruchtungsfähigkeit zu gewährleisten. Bei weniger wird das Ejakulat vernichtet.
Vor dem Gefrieren werden den Spermien verschieden Stoffe als Verdünner zugesetzt, um eine möglichst hohe Überlebensrate und Mobilität zu gewährleisten. Dies sind:
Die Menge des verwendeten Verdünners richtet sich nach der Anzahl der möglichen Portionen und der Größe der geplanten Verpackung. Danach folgt eine weitere Qualitätskontrolle unter dem Mikroskop.
Nachdem die Portionen jetzt in Plastikröhrchen (bei Rindern beträgt der Inhalt je nach System 0,23 bis 0,55ml) abgefüllt wurden werden sie für mehrere Stunden in einen Kühlschrank gelegt, um sich sowohl an den Verdünner als auch an die Kälte zu gewöhnen. Das Einfrieren erfolgt meist in speziellen Tiefgefriermaschinen oder alternativ im Stickstoffdampf eines Spezialcontainers. Eingelagert wird Gefriersperma dann in flüssigem Stickstoff bei minus 196°C. Wenn konstant diese Temperatur gehalten wird, ist der Samen nahezu unbegrenzt haltbar[3], während schon eine minimale Temperaturerhöhung ihn unbrauchbar machen kann. Einfuhr und Handel mit Gefriersperma von Tieren unterliegen gesetzlichen Regelungen.[4]
Bedingt durch den Beanspruchung während des Gefrier- und Auftauvorgangs ist die Befruchtungsfähigkeit des Gefrierspermas gegenüber Frischsperma ca. 15 bis 20% geringer. Des Weiteren ist bei Frischsperma eine doppelt so hohe Ausbeute möglich.