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Cydonia Mensae



Relief der Cydonia-Region; oben das Marsgesicht, darunter die Pyramiden.
Marsgesicht, aufgenommen vom Orbiter von Viking 1, 1976. Die schwarzen Punkte, wie z. B. das Nasenloch, sind Bildübertragungsfehler.
Marsgesicht, aufgenommen von Mars Global Surveyor, 2001.

Cydonia Mensae (lat. Cydonia-Region) ist ein Hochland auf der nördlichen Hemisphäre des Planeten Mars. Es liegt zwischen den Regionen Acidalia Planitia und Arabia Terra. Das Zentrum befindet sich in 37° nördlicher Breite und 12,8° westlicher Länge und seine größte Ausdehnung beträgt 854 Kilometer. Cydonia ist eine poetische Bezeichnung der griechischen Insel Kreta.

Die Cydonia-Region ist geologisch komplex aufgebaut, ihre Entstehung bislang nicht vollständig geklärt. Sie besteht größtenteils aus ebenem Gelände mit einer geringen bis mittleren Dichte von Impaktkratern, aus dem sich stellenweise felsige Formationen erheben.

Es wird angenommen, dass Acidalia Planitia vor Milliarden von Jahren eine ausgedehnte Wasserfläche war und Cydonia Mensae deren südöstliche Küstenregion. Der sichere Nachweis von (ehemaligen) Wasservorkommen auf dem Mars steht jedoch bis heute aus.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Marsgesicht
  • 2 Cydonia in der Fiktion
  • 3 Literatur
  • 4 Weblinks
    • 4.1 Pseudowissenschaftliche spekulative Weblinks zum ?Marsgesicht?
    • 4.2 Video

[Bearbeiten] Marsgesicht

Am 25. Juli 1976 fotografierte der Orbiter der Raumsonde Viking I aus 1873 km Höhe eine mindestens drei Millionen Jahre alte Formation, die an ein menschliches Gesicht erinnert. Sie stellt eine Erhebung mit einer Länge von 3 Kilometern und einer Breite von 1,5 Kilometern dar. Südlich davon erheben sich pyramidenförmige Felsen.

Sechs Tage später wurden die Aufnahmen, neben anderen Bildern, der Öffentlichkeit vorgestellt und machten Schlagzeilen. Die Anomalie erhielt durch die Presse aufgrund ihrer Form den Namen Marsgesicht und die pyramidenähnlichen Strukturen bekamen von NASA-Wissenschaftlern die Bezeichnung Inkastadt.

Höheraufgelöste Aufnahmen der Sonde Mars Global Surveyor aus dem Jahre 1998 zeigten jedoch nahezu eindeutig, dass es sich bei dem vermeintlichen Gesicht um eine stark verwitterte Felsformation handelt, die durch natürliche Prozesse erodiert wurde; die Ähnlichkeit mit einem menschlichen Antlitz kam höchstwahrscheinlich durch das Zusammenspiel von Licht und Schatten zum Zeitpunkt der Aufnahme zustande. Die Formen der ?Pyramiden? dürften ebenfalls durch Winderosion entstanden sein.

[Bearbeiten] Cydonia in der Fiktion

Durch den hohen öffentlichen Bekanntheitsgrad und zahlreiche, zum Teil noch andauernde Spekulationen widmeten sich auch Autoren der Science-Fiction-Literatur der Cydonia-Region und dem Marsgesicht. Cydonia wurde außerdem in Serien, Filmen und Computerspielen dieses Genres thematisiert.

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Marsgesicht ? Bilder, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Pseudowissenschaftliche spekulative Weblinks zum ?Marsgesicht?

[Bearbeiten] Video






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