Florence Vidor (* 13. Juli 1895 in Houston, Texas als Florence Arto; ? 3. November 1977 in Pacific Palisades, Kalifornien) war eine US-amerikanische Schauspielerin der Stummfilmzeit.
Nach einiger Erfahrung auf der Bühne heiratete sie 1915 den aufstrebenden Regisseur King Vidor und ging mit ihm kurze Zeit später nach Hollywood. Florence Vidor wurde 1917 mit ihrem Auftritt in A Tale of Two Cities bekannt und stieg rasch zu einer populären Darstellerin der Famous-Players-Lasky auf, die bald zur Paramount verschmolzen. Während der Zeit war sie oft neben Sessue Hayakawa zu sehen. Ihr Forte war jedoch leichte Komödie und elegante Melodramen, auf die sie sich bald nach 1920 spezialisierte und damit endgültig zum Star wurde. Sie drehte unter der Regie von Ernst Lubitsch, Malcolm St. Clair und Harrie d?Abbadie d?Arrast. Zu den größten Erfolgen gehörten die Filme The Grand Duchess and the Waiter mit Adolphe Menjou sowie The Magnificent Flirt, der sie 1928 neben Loretta Young zeigte. Ihr Auftritt neben Gary Cooper, der noch drei Jahre vorher in ihrem Film The Enchanted Hill als Statist gearbeitet hatte, in dem Drama Doomsday, ebenfalls 1928 in den Verleih gekommen, war jedoch nicht ganz so erfolgreich. Das Aufkommen des Tonfilms beendete ihre Karriere und nach dem finanziellen Reinfall von Chinatown Nights (ihrem ersten und einzigen Tonfilm), der sie als drogenabhängige Dame der besseren Gesellschaft zeigte, die dem Gangster Wallace Beery sexuell hörig ist, beendete sie ihre Karriere.
Nach der Scheidung von Vidor 1923 heiratete sie später den Geiger Jascha Heifetz von dem sie 1946 ebenfalls geschieden wurde.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Vidor, Florence |
| ALTERNATIVNAMEN | Florence Cobb |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanische Schauspielerin |
| GEBURTSDATUM | 13. Juli 1895 |
| GEBURTSORT | Houston |
| STERBEDATUM | 3. November 1977 |
| STERBEORT | Pacific Palisades |