Vedisch ist eine indogermanische Sprache und ein Vorgänger des Sanskrit, wobei das letztere sich durch einen geringeren Formenreichtum und größere Regelmäßigkeit auszeichnet (vermutlich ging Sanskrit direkt aus dem Vedischen hervor, indem es spätestens durch Paninis Grammatik ca. im 4. Jahrhundert v. Chr. festgelegt wurde). Abgesehen vom Hethitischen ist Vedisch eine der beiden ältesten schriftlich belegten indoeuropäischen Sprachen.
Vedisch wird heute wie das Sanskrit typischerweise in der Schrift Devanagari wiedergegeben, im Unterschied zum Sanskrit wird das Vedische aber oft mit Betonungszeichen geschrieben und unterscheidet gesprochen drei Tonhöhen bzw. Tonverläufe (Anudatta, Udatta und Svarita) ? es hat also einen Tonakzent. Im Sanskrit ist der vedische Akzent durch ein aus den Silbenlängen ableitbares Betonungssystem (ähnlich wie im Lateinischen) abgelöst worden.
Bereits zur Zeit der Veden, die dieser Sprache ihren Namen gaben, ca. Anfang des 2. Jahrtausends v. Chr., waren viele altertümliche Formen in ihrer eigentlichen Funktion bereits in Vergessenheit geraten.
Man unterscheidet im Vedischen verschiedene Sprachperioden: