Der Palio ist in Italien ein Wettkampf zwischen den Vierteln einer Stadt oder zwischen benachbarten Gebieten, der im Allgemeinen mit Pferden oder anderen Tieren (hauptsächlich Eseln) ausgetragen wird. Es gibt aber auch andere Formen, etwa Wettkämpfe auf Booten. Der Ursprung dieser Veranstaltungen stammt aus der Zeit des Spätmittelalters und der Frührenaissance, als sich die italienischen Städte Freiheit und Unabhängigkeit erkämpft hatten. Auch heute noch ist der Palio eine feste, teilweise wiederbelebte Tradition in vielen italienischen Städten und wird mit Begeisterung, aber auch als Touristenattraktion, meist in Kostümen aus der Entstehungszeit der Tradition veranstaltet.
Der Sieger des Palio erhält im Allgemeinen eine Fahne mit dem Symbol der Stadt und/oder des Stadtpatrons. Es gibt aber auch andere Auszeichnungen.
Der berühmteste und weltbekannte Palio ist der Palio di Siena, der zweimal jährlich, am 2. Juli und am 16. August, auf der zentralen Piazza del Campo ausgetragen wird.
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