Im Gegensatz zu Normalverzahnungen (auch Simplex-Schneckentriebe genannt) werden die Zahnflanken von Duplex-Schnecken mit leicht unterschiedlichen Modulen bzw. Formzahlen gefertigt.
Daraus ergeben sich für die beiden Zahnflanken unterschiedliche Steigungswinkel, so dass sich die Zahndicke bzw. -lücke über der Schneckenverzahnungsbreite kontinuierlich verändert.
Am Schneckenrad führen die unterschiedlichen Module zu unterschiedlichen Profilverschiebungsfaktoren und Wälzkreisdurchmessern und damit zu voneinander abweichenden Flankenformen für die Vorder- und Rückflanken. Die Zahndicken und -lücken bleiben am Umfang des Rades konstant.
Die Spieleinstellung erfolgt durch axiales Verschieben der Schnecke, so dass gerade der Bereich der Schneckenverzahnung mit der zum Zahnflankenspiel passenden Zahndicke mit dem Schneckenrad zum Eingriff kommt (Bild 1).
Das Zahnflankenspiel kann so auf jeden beliebigen Wert eingestellt und jederzeit feinfühlig und stufenlos nachreguliert werden, ohne dass sich die Eingriffsverhältnisse der Verzahnung ändern.
Neben der Duplex-Methode gibt es grundsätzlich noch folgende Möglichkeiten, das Zahnflankenspiel eines Schneckentriebes ein- bzw. nachzustellen:
All diese Methoden weisen jedoch erhebliche Nachteile auf:
Duplex-Verzahnungen kennen diese Probleme nicht.
Sie gestatten eine verzahnungsgeometrisch exakte und darüber hinaus sehr feinfühlige Spieleinstellung. Dabei werden weder das einmal ausgebildete Tragbild, noch die Tragfähigkeit oder der Wirkungsgrad beeinflusst. Zudem ist die Duplex-Verzahnung, ausgeführt als Evolventenverzahnung, relativ unempfindlich gegen Achsabstandsänderungen, z. B. infolge von Schneckendurchbiegungen.
Zum Einsatz kommen Duplex-Verzahnungen überall dort, wo ein Flankenspiel zwischen Wellen- und Radzahn unerwünscht oder schädlich ist,
so zum Beispiel: