Schon im Vorfeld des Ersten Weltkrieges wurden in Österreich gepanzerte Radfahrzeuge entwickelt. Die Entwicklung dieser frühen Panzer wurde während des Ersten Weltkrieges und der Ersten Republik weitergeführt.
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Während der Kaiserzeit wurde im Jahre 1906 das erste Panzerfahrzeug von Austro-Daimler entwickelt. Der Prototyp wurde zwar erfolgreich getestet, konnte sich aber bei der konservativen Militärführung nicht durchsetzen. Auch weitere Pläne u.a. für das erste gepanzerte Kettenfahrzeug wurden nicht verfolgt.
Siehe auch: Panzer#Vorgeschichte
In den Ersten Weltkrieg zogen sowohl Österreich-Ungarn als auch das Deutsche Kaiserreich ohne Panzerfahrzeuge.
Aus heute wahrscheinlich nicht mehr nachvollziehbaren Gründen griff man nach Kriegsbeginn nicht auf die Konstruktionen der Vorkriegszeit zurück, auch wenn diese wie beim Austro-Daimler schon zehn Jahre alt waren.
Auch während der 1. Republik wurden in Österreich keine Kettenpanzer konstruiert oder produziert. Es gab lediglich ein kleines und ungepanzertes Kettenfahrzeug, das mit einem Maschinengewehr bewaffnet war.
Aus Italien kamen 1935 die vom Bundesheer eingesetzten Kampfpanzer ?Fiat-Ansaldo CV 33. Sie waren mit Maschinengewehren bewaffnet. Schon im März 1934 trafen in Österreich vier Lancia-Ansaldo II/M 30 Straßenpanzerwagen ein.
Für die Wiener Polizei wurden in der Tschechoslowakei drei Panzerautos der Firma ?koda angekauft. Diese wurden zum Beispiel während des Bürgerkriegs in Österreich eingesetzt.
Die Firma Steyr-Daimler-Puch konstruierte und produzierte für das Bundesheer einen Radpanzer der Type ADGZ, die nach dem Einmarsch der Deutschen Wehrmacht und dem Anschluss an das Dritte Reich für ?Polizeieinsätze? verwendet wurden.
Der erste Radpanzer des Österreichischen Bundesheeres der 2. Republik war der von der US-amerikanischen Armee zurückgelassene Radpanzer M8 Greyhound, der auch bei der Grenzsicherung während des Volksaufstands in Ungarn Verwendung fand.
Die Firmen Saurer und Steyr-Daimler-Puch Spezialfahrzeuge widmeten sich der Entwicklung von Kettenpanzern (Schützenpanzer, Jagdpanzer ?Kürassier? und Bergepanzer ?Greif?) sowie ungepanzerten Radfahrzeugen.
Um 1980 begann die Firma ÖAF aus Wien mit der Konstruktion eines 6 x 6 Aufklärungspanzers, für den zahlreiche Bauteile des ebenfalls von ÖAF stammenden sLKW verwendet wurden. Das Fahrzeug wurde aber nicht bis zur Einsatztauglichkeit und Marktreife entwickelt.
Derzeit international sehr gefragt ist der von Steyr entwickelte Radpanzer ?Pandur?.
Walter J. Spielberger: Kraftfahrzeuge und Panzer des österreichischen Heeres 1896 bis heute, Motorbuchverlag, ISBN 3-87943-455-7.