| Wappen | Karte | |
|---|---|---|
|
||
| Basisdaten | ||
| (Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria) | ||
| Bundesland | Kärnten | |
| Politischer Bezirk | Hermagor (HE) | |
| Fläche | 36,17 km² | |
| Koordinaten | 46° 40? N, 13° 5? OKoordinaten: 46° 39? 41? N, 13° 4? 46? O | |
| Höhe | 672 m ü. A. | |
| Einwohner | 1.366 (31. März 2008) [1] | |
| Bevölkerungsdichte | 38 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl | 9635 | |
| Vorwahlen | 0 47 18 | |
| Gemeindekennziffer | 2 03 02 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung |
Nr. 65 9635 Dellach i.G. |
|
| Offizielle Website | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister | Christoph Zerza (ÖVP) | |
| Gemeinderat (2003) (15 Mitglieder) |
||
Dellach ist eine Gemeinde im Bezirk Hermagor in Kärnten.
Inhaltsverzeichnis
|
Die Gemeinde liegt im Oberen Gailtal an der Grenze zu Italien. Nahe der Gemeinde befindet sich der Reißkofel, mit 2371 m der höchste Berg der Gailtaler Alpen.
Das Gemeindegebiet umfasst folgende zwölf Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 2001):
|
|
Einzige Katastralgemeinde ist Dellach.
| Dellach im Drautal | Berg im Drautal | |
| Kötschach-Mauthen | Kirchbach | |
Für die prähistorische Siedlung Gurina ist eine Besiedlung auf dem heutigen Gemeindegebiet zur Hallstattzeit nachweisbar. In der Nähe der Siedlung wurden Kupferschmelzhöhlen entdeckt, die für die Jahre 600 bis 400 v. Chr. eine blühende Kultur bezeugen. In Gurina wurden keltische Münzen geprägt, die Siedlung ist mindestens 2900 Jahre alt und war zur Römerzeit die erste römische Stadtanlage in Österreich [2]
Der Name Dellach kommt aus dem Slawischen (?Doljah?, etwa für ?bei den Talbewohnern?), die slowenische Bezeichnung könnte ?Dole? (von dol: nieder, unten, talseitig), mundartlich ?Doljani? lauten (siehe hierzu Dellach). Im Jahr 1370 wurde der Ort als Doelach erstmals urkundlich erwähnt.
Ausgrabungen an der heutigen Pfarrkirche St. Daniel haben Reste von vier Vorgängerbauten aus der Karolingerzeit bis zur Spätromanik freigelegt, was auf eine Besiedlung ab dem frühen Mittelalter schließen lässt.
Die Burg Goldenstein war als Sitz eines ? später mit Pittersberg vereinigten ? Landgerichts für das obere Gailtal von großer Bedeutung. Sie wurde als Lehen der Grafen von Görz-Tirol vergeben, kam nach deren Aussterben unter die landesfürstliche Herrschaft der Habsburger und wurde von diesen 1524 gemeinsam mit der Grafschaft Ortenburg an Gabriel von Salamanca übergeben. 1640 erwarben die Gebrüder Widmann die Grafschaft mit allen Herrschaftsrechten und verkauften sie schon 1662 an Ferdinand von Porcia weiter, in dessen Familie die Gerichtsherrschaft Goldenstein bis 1848 und der Besitz der Burg bis 1918 verblieb.
Dellach wurde nach dem Fund von Zink und Kupfer seit dem ausgehenden Mittelalter ein Zentrum der Metallverarbeitung, im 18. und 19. Jahrhundert wurde auch Eisenerz abgebaut und verarbeitet, zeitweilig lebten in Dellach 291 Knappen und Metallarbeiter.
Die Gemeinde konstituierte sich im Jahr 1850 und hat seither ihre Grenzen nicht mehr verändert.
Laut Volkszählung 2001 hat Dellach 1373 Einwohner, davon besitzen 96,1 % die österreichische und 2,2 % die deutsche Staatsbürgerschaft. 85,9 % der Bevölkerung bekennen sich zur römisch-katholischen und 11,9 % zur evangelischen Kirche, 1 % ist ohne religiöses Bekenntnis.
Der Gemeinderat besteht aus 15 Mitgliedern und setzt sich seit der letzten Gemeinderatswahl 2003 aus Mandaten der folgenden Parteien zusammen:
Mit Christoph Zerza stellt die ÖVP den Bürgermeister.
Im Wappen von Dellach symbolisiert der blaue Wellenbalken die Gail und das Bergwerkszeichen die früher hier ansässige Montanindustrie. Die Lilie der Fürsten von Porcia weist auf die wichtigsten Besitzer der ehemaligen Landgerichtsherrschaft hin.
Die Blasonierung des Wappens lautet: ?In Gold ein blauer schräglinker Wellenbalken, oben begleitet von einer blauen Lilie, unten von einem blauen Bergwerkszeichen.?[3] Wappen und Fahne wurden der Gemeinde am 1. Juni 1983 verliehen. Die Fahne ist Gelb-Blau mit eingearbeitetem Wappen.
Dellach | Gitschtal | Hermagor-Pressegger See | Kirchbach | Kötschach-Mauthen | Lesachtal | Sankt Stefan im Gailtal