Die Residenz Verlag Ges.mbH wurde 1956 von Wolfgang Schaffler in Salzburg gegründet und ging aus dem Festungsverlag hervor. In den ersten Jahren lag der Schwerpunkt bei Kunst- und Bildbänden, ab den 1960er Jahren wurden junge österreichische Autoren und Autorinnen und später auch deutsche und Schweizer Schriftsteller aufgenommen. Seit den frühen 1980er Jahren findet sich auch internationale Literatur im Programm.
Weiteres Hauptaugenmerk legt der Verlag auch auf ein vielfältiges Kunstbuchprogramm, das Monographien zu bedeutenden Künstlern des 19. und 20. Jahrhunderts sowie Architekturbände versammelt. Darüber hinaus erscheinen Bände aus den Themenbereichen Musik und Theater sowie die Klassikerreihe der Österreichischen Bibliothek und die Bände der Reihe Liber:Libertas mit Texten internationaler Autoren, Fotobände und der jährliche Almanach der Salzburger Festspiele.
1983 wurde der Salzburger Residenz Verlag vom Österreichischen Bundesverlag übernommen. Im Jahr 2002 wurde der Bundesverlag privatisiert und an den deutschen Ernst Klett Verlag verkauft, der seinerseits den Residenz Verlag an das Niederösterreichische Pressehaus St. Pölten verkaufte. Nach dieser Übernahme im Jahr 2004 wurde das Büro in der Gaisbergstraße gekündigt und ein kleineres Büro in der Salzburger Innenstadt bezogen. Der Hauptsitz des Verlages wurde nach St. Pölten verlegt.
Der Verlag des Niederösterreichischen Pressehauses, NP Buchverlag, mit den Bereichen Sachbuch und Kinderbuch (Nilpferd) wurde 2006 als eigene Marke aufgegeben, und seither erscheinen alle Bücher der beiden Verlage unter dem Namen Residenz Verlag. Das Programmspektrum besteht seither aus Literatur, Sachbüchern und Kinderbüchern. Im Bereich der Literatur liegt der Schwerpunkt wieder bei deutschsprachigen Autoren; bei Übersetzungen werden verstärkt Autoren aus Zentral- und Osteuropa verlegt.