vorlagen-zauber.net




Web-Empfehlungen:




Hallstatt



Wappen Karte
Wappen von Hallstatt
Hallstatt (Österreich)
DMS
Hallstatt
Basisdaten
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)
Bundesland Oberösterreich
Politischer Bezirk Gmunden (GM)
Fläche 59,8 km²
Koordinaten 47° 33? N, 13° 39? OKoordinaten: 47° 33? 21? N, 13° 38? 48? O
Höhe 511 m ü. A.
Einwohner 873 (31. März 2008) [1]
Bevölkerungsdichte 15 Einwohner je km²
Postleitzahl 4830
Vorwahl 06134
Gemeindekennziffer 4 07 09
Adresse der
Gemeindeverwaltung
Seestraße 158
4830 Hallstatt
Offizielle Website
www.hallstatt.at
Politik
Bürgermeister Peter Scheutz (SPÖ)
Gemeinderat (2003)
(13 Mitglieder)
9 SPÖ, 4 ÖVP
Hallstatt (Ansicht von Süden)
Hallstatt (Ansicht von Süden)

Hallstatt ist eine Gemeinde mit 923 Einwohnern im Salzkammergut in Österreich und liegt am Hallstätter See. Zusammen mit dem Dachstein und dem Salzkammergut gehört es zum UNESCO-Welterbe. Nach Funden in einem ausgedehnten Gräberfeld oberhalb des Ortes wird ein Zeitabschnitt der älteren Eisenzeit als Hallstattzeit bezeichnet.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Geografie
  • 2 Ortsname
  • 3 Wappen
  • 4 Geschichte
  • 5 HTBLA Hallstatt
  • 6 Religion
  • 7 Tourismus
  • 8 Sehenswürdigkeiten
  • 9 Bildergalerie
  • 10 Regelmäßige Veranstaltungen
  • 11 Literatur
  • 12 Weblinks

[Bearbeiten] Geografie

Hallstatt liegt im inneren Salzkammergut am gleichnamigen See. Auf dem schmalen Uferstreifen zwischen den steil aufragenden Bergen drängen sich die Häuser dicht aneinander, sind teilweise sogar mit Pfählen in den See gebaut. Im Wesentlichen besteht der Ort aus einer Straße und dem kleinen Marktplatz. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 9,1 km, von West nach Ost 13,2 km. Die Gesamtfläche beträgt 59,8 km². 34,8 % der Fläche sind bewaldet. Ortsteile der Gemeinde sind: Gosauzwang, Lahn, Salzberg, Hallstatt

[Bearbeiten] Ortsname

Anders als früher angenommen und bis heute in Fremdenverkehrsprospekten behauptet, ist der Namensbestandteil 'hall' nicht auf das keltische Wort für Salz zurückzuführen, das wohl *saleinom gelautet hat. Zwar heißt Salz im Walisischen 'halen', aber der Lautwandel von s- zu h- im Anlaut wurde nur in den britannischen Sprachen vollzogen und nicht in den keltischen Sprachen des europäischen Festlands. Das einheimische keltische Wort wäre also nicht als 'Hall' ins Deutsche übernommen worden, sondern als 'Salln' o.ä. 'Hall' dagegen dürfte (Stifter 2005) von einem urgerm. hallan (Salzkruste) abstammen, das mit lateinisch 'callum' (harte Haut, verkrustete Stelle) in Zusammenhang zu bringen ist.

[Bearbeiten] Wappen

Blasonierung: Gespalten von Rot und Blau; rechts ein silberner Balken, links ein goldenes, aufrecht gestelltes Steuerruder.
Das Einsetzruder deutet auf die für die Bewohner des Marktes einst wichtige Schiffahrt auf dem Hallstätter See. Die Farben Rot-Weiß-Rot bezeichnen die landesfürstliche Herrschaft über den Salinenort.

[Bearbeiten] Geschichte

Noch bis zum Ende des 19. Jahrhunderts konnte man Hallstatt nur mit dem Schiff oder auf schmalen Saumpfaden erreichen. Im Ort selbst hatte man den geringen Raum zwischen Berg und See bis aufs Letzte genutzt. Verbindungen zwischen den am See stehenden Häusern gab es nur per Boot oder über den oberen Weg, einen schmalen Gang über Dachböden. Erst 1890 errichtete man eine Straße nach Hallstatt entlang der Westufers, die streckenweise in den Fels gesprengt wurde.

Die siedlungsfeindliche unwirtliche Berggegend wurde dennoch vielleicht schon im Neolithikum aufgesucht. Grund sind die reichen natürlichen Salzvorkommen, die bereits seit Jahrtausenden abgebaut werden. Älteste Funde (z. B. ein altneolithischer Schuhleistenkeil) datieren etwa 5.000 v. Chr. Allerdings wurden solche Steingeräte als Donnerkeil im Mittelalter und der Neuzeit auch weit verhandelt. 1846 entdeckte Johann Georg Ramsauer ein Gräberfeld hoch oben am Salzberg. Auch eine der ersten Eisenschmieden wurde hier ausgegraben. Reger Handel und der damit einhergehende Wohlstand ermöglichten die Entwicklung einer hohen Kultur, die nach den Funden im Salzberghochtal Hallstattkultur benannt wurde und von etwa 800 bis 400 v. Chr. währte und den Namen des Ortes auf der ganzen Welt bekannt machte.

Aus Römerzeit und frühem Mittelalter gibt es keine urkundlichen Nachrichten. 1311 erlangte Hallstatt das Marktrecht, ein Zeichen, dass der Ort seine wirtschaftliche Bedeutung nicht verloren hatte. Neben der Salzgewinnung, eine Soleleitung bringt das Salz seit 1607 nach Ebensee am Traunsee, erlangte der Tourismus seit dem 20. Jahrhundert eine zentrale Bedeutung.

[Bearbeiten] HTBLA Hallstatt

Höhere technische Bundeslehranstalt für Innenraumgestaltung und Möbelbau. Gegründet 1873 mit anfangs nur vier Schülern. Die Ausbildungszweige sind die höhere Abteilung für Innenraumgestaltung und Möbelbau (5-jährig, mit Matura) eine Fachschule für Tischlerei, eine Fachschule für Kunsthandwerk (Bildhauerei, Saiteninstrumentenbau, Drechslerei), sowie Meisterschulen in den Bereichen der Tischlerei sowie der Drechslerei.

[Bearbeiten] Religion

Karner in Hallstatt

Die Bewohner Hallstatts bekennen sich überwiegend zum katholischen bzw. evangelischen Christentum. Dies wird auch durch die beiden, nahe beieinander liegenden Kirchen zum Ausdruck gebracht, wobei die bedeutend jüngere evangelische Kirche, wie es heißt, durch ihre hohe Spitze dem Himmel 'ebenso nahe' ist, wie die in erhobener (hochwassersicherer) Position befindliche katholische Pfarrkirche.

Wie in vielen Bergbaugemeinden Österreichs waren auch in Hallstatt die lutherischen Lehren auf fruchtbaren Boden gefallen. Erst die Truppen des Salzburger Fürsterzbischofs verhalfen zu Beginn des 17. Jahrhunderts mit Feuer und Schwert der Gegenreformation zum Sieg. Auch Mitte des 18. Jahrhunderts wurden hunderte Protestanten aus Hallstatt ausgewiesen und nach Siebenbürgen verschleppt.

Erst durch das Toleranzpatent Josefs II. von 1781 wurde den Protestanten rund um den Dachstein ihre Religionsausübung wieder teilweise möglich gemacht. Das Protestantenpatent Franz Josefs stellte sie mit den Katholiken weitgehend gleich, und die neugotische Kirche konnte 1863 in Seenähe errichtet werden.

[Bearbeiten] Tourismus

Die Region und der romantische Ort wurden 1996 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt: Anziehungspunkte für den Tourismus sind die prächtige Landschaft, der Hallstätter See, die Bergwelt mit dem Dachstein, gewaltige Höhlen (die Rieseneis- und die Mammuthöhle) und nicht zuletzt der malerische Ort mit seinen Kunstdenkmälern, dem Museum und dem Bergwerk.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Flügelaltar
Museum Hallstatt

[Bearbeiten] Bildergalerie

[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Hallstatt verschiedene Ansichten ? Bilder, Videos und Audiodateien





Home | Impressum