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Benediktbeuern



Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Benediktbeuern
Markierung
Deutschlandkarte, Position von Benediktbeuern hervorgehoben
Koordinaten: 47° 42? N, 11° 25? O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Bad Tölz-Wolfratshausen
Verwaltungsge-
meinschaft:
Benediktbeuern
Höhe: 617 m ü. NN
Fläche: 37,86 km²
Einwohner: 3513 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 93 Einwohner je km²
Postleitzahl: 83671
Vorwahl: 08857
Kfz-Kennzeichen: TÖL
Gemeindeschlüssel: 09 1 73 113
Adresse der Gemeindeverwaltung: Prälatenstr. 7
83671 Benediktbeuern
Webpräsenz:
www.benediktbeuern.de
Bürgermeister: Georg Rauchenberger

Benediktbeuern ist eine Gemeinde im oberbayrischen Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen im Alpenvorland am Fuße der 1801 Meter hohen Benediktenwand. Die Gemeinde ist Mitglied der gleichnamigen Verwaltungsgemeinschaft.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Geschichte
    • 1.1 Wappen
  • 2 Öffentliche Einrichtungen
    • 2.1 Bildungseinrichtungen
    • 2.2 Freizeit- und Sportanlagen
  • 3 Kultur und Sehenswürdigkeiten
  • 4 Tourismus
  • 5 Persönlichkeiten
  • 6 Weblinks

[Bearbeiten] Geschichte

Das Kloster Benediktbeuern wurde um 739/740 als Benediktinerabtei von den drei Antdorfer Huosigrafen Waldram, Eliland und Landfried gegründet. Einige Jahre später überbrachte Karl der Große die Reliquie vom rechten Arm des hl. Benedikt. Daraufhin wurde das bisher als "Buron" bekannte Kloster in "Benedicto-Burum" umbenannt. Nach Fertigstellung des Klosterbaus wurde auch bereits die erste Klosterschule gegründet. Die erste Fronleichnamsprozession in Bayern fand in diesem Ort im Jahr 1273 statt. Benediktbeuern war vor 1800 Sitz des Oberen und Unteren Gerichts des Klosters Benediktbeuern. 1803 wurde es im Zuge der Säkularisation aufgelöst. Das Gebiet der Gemeinde Benediktbeuern wurde 1818 im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern eine selbstständige politische Gemeinde. Die Gemeinde hieß damals noch Laingruben und trägt erst seit 1865 den Namen des Klosters. Das alte Dorf befindet sich zu beiden Seiten der Dorfstraße sowie des Mariabrunnwegs. Die Besiedlung ist hier am dichtesten und trägt ausgesprochen bäuerlichen Charakter. 1930 erwarben die Salesianer Don Boscos die Klosteranlage und renovierten die Gebäude. Rund 50 Ordensleute leben heute dort. Die Klosteranlage beherbergt auch zwei Hochschulen, die Jugendbildungsstätte Aktionszentrum, das Zentrum für Umwelt und Kultur, den örtlichen Jugendtreff sowie die Don-Bosco-Jugendherberge mit den meisten Übernachtungen in Deutschland pro Jahr. Im Maierhof des Klosters sind außerdem das Trachteninformationszentrum und das Heimatpflegeinformationszentrum des Bezirks Oberbayern untergebracht.

[Bearbeiten] Wappen

Die Wappenbeschreibung lautet: In Rot zwei schräg gekreuzte goldene Abtstäbe, aufgelegt eine senkrecht gestellte silberne Kielfeder. Die Abtstäbe stehen hier symbolisch für das ehemals berühmte Benediktinerkloster im bayerischen Alpenvorland. Die Feder soll an die einst bedeutsame Buchmalerei und Schreibschule des Stifts erinnern.

[Bearbeiten] Öffentliche Einrichtungen

[Bearbeiten] Bildungseinrichtungen

[Bearbeiten] Freizeit- und Sportanlagen

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

Hauptsehenswürdigkeit ist die um 739/740 gegründete ehemalige Benediktinerabtei. Die heutige barocke Form der Klosteranlage stammt aus den Jahren 1669?1679. Der Bibliothekskomplex stammt aus dem Jahr 1722. 1803 wurde das Kloster Benediktbeuern säkularisiert.

Joseph von Utzschneider richtete in einem Nebenbau des Klosters nach der Säkularisation eine Glashütte ein. Aus dieser gingen die optischen Werkstätten des optischen Instituts von Utzschneider, Fraunhofer und Reichenbach hervor. Die Werkstätten leitete von 1809 bis 1819 der weltberühmte Joseph von Fraunhofer. Er entdeckte hier die Absorptionslinien im Sonnenspektrum (Fraunhofersche Linien) und produzierte optische Geräte von Weltruf. Die Glashütte ist heute als Museum zu besichtigen.

Seit 1930 bewohnen Salesianer Don Boscos das Kloster und unterhalten hier eine Philosophisch-Theologische Hochschule. Außerdem ist im Kloster eine Abteilung der Katholischen Stiftungsfachhochschule München mit dem Studiengang Soziale Arbeit untergebracht. Letztere wurde bereits zwei Mal hintereinander im Deutschen Hochschulranking mit Spitzenpositionen ausgezeichnet.

In der Klosterbibliothek wurden 1803 die Carmina Burana, eine Sammlung von Vagantenliedern aus dem 13. Jh. gefunden. Die Handschrift, auch Codex Buranus genannt, befindet sich heute in der Bayerischen Staatsbibliothek. Eine Auswahl der Carmina Burana wurden jeweils 1935?36 durch Carl Orff und 2004?05 von der Mittelalterband Corvus Corax vertont.

Kloster Benediktbeuern

Die Klosterkirche St. Benedikt wurde vom Weilheimer Baumeister Caspar Feichtmayr 1680?1685 im Stil des italienischen Barock errichtet. Im Inneren sind Fresken von Hans Georg Asam, dem Vater von Cosmas Damian und Egid Quirin Asam, der am Kloster als Maler beschäftigt war, zu sehen. Die Kirche erhielt 1972 den Rang einer Basilica minor.

Am Nordende des Chores steht die Rokokokapelle St. Anastasia, 1750?1758 von Johann Michael Fischer erbaut.

Das Kloster kann besichtigt werden, im Sommer finden in der Kirche und im Barocksaal die Benediktbeurer Konzerte statt.

[Bearbeiten] Tourismus

Die Leonhardifahrt findet in Benediktbeuern jedes Jahr an dem Sonntag statt, der dem 6. November, dem Tag des heiligen Leonhard, am nächsten liegt. Rund 50 Kutschen und schön geschmückte, von ebenso schön geschmückten Pferden gezogenen Wagen mit betenden Bäuerinnen und Bauern in Tracht, Kindern, Gemeinderatsmitgliedern, Gebirgsschützen und Musikkapellen aus den umliegenden Ortschaften fahren vom Dorfplatz zum Kloster. Im Arkadenhof werden Menschen und Tiere gesegnet. In der Basilika findet ein Gottesdienst statt. Anschließend verlassen die Gespanne das Kloster wieder. Abends gibt es im Gasthof zur Post den Leonhardi-Tanz. Jedes Jahr kommen zehn- bis zwanzigtausend Besucher zur Benediktbeurer Leonhardifahrt, die sich durch ihren feierlichen Charakter auszeichnet.

Die Don-Bosco-Jugendherberge im Kloster Benediktbeuern ist eine der meistbesuchten Jugendherbergen Deutschlands. Die Jugendherberge hat sich auf Schullandheimaufenthalte und Abschlussfahrten spezialisiert und bietet ein erlebnispädagogisches 8-Tage-Programm an, das in enger Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Umwelt und Kultur (ZUK) durchgeführt wird. Jedes Jahr kommen dort ca. 300 Schulklassen mit insgesamt fast 10.000 Schülern im Alter zwischen 12 und 17 Jahren für jeweils 8 Tage zu Besuch.

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Benediktbeuern ? Bilder, Videos und Audiodateien





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