Die Handelskammer Hamburg ist die Industrie- und Handelskammer für die Freie und Hansestadt Hamburg und wurde im Jahr 1665 (damals noch als ?Commerz-Deputation?) gegründet. Sie vertritt als Kammer über 140 000 Firmen (2007) - vom Ein-Mann-Betrieb bis zum international aufgestellten Konzern. Die Handelskammer setzt sich vor allem für wirtschaftsfreundliche Standortbedingungen im Hamburger Wirtschaftsraum ein. Existenzgründern und Unternehmern hilft sie mit umfangreichen Beratungs- und Serviceangeboten. [1]
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Die Handelskammer Hamburg hat ihren Sitz direkt hinter dem Hamburger Rathaus am Adolphsplatz 1. Häufig wird das Gebäude auch als ?Hamburger Börse? bezeichnet.
An der Spitze der Handelskammer steht der Präses (seit 2008 Frank Horch). Er vertritt die Handelskammer gemeinsam mit dem Hauptgeschäftsführer (seit 1996 Prof. Dr. Hans-Jörg Schmidt-Trenz). Das Präsidium besteht neben dem Präses aus sechs Vizepräsides. Es bestimmt die Arbeitsschwerpunkte der Handelskammer und bereitet die Beschlüsse des Plenums vor. Das Plenum ist das ?Parlament der Wirtschaft? und wird alle drei Jahre von den Mitgliedsunternehmen gewählt. Dafür werden die Unternehmen in 11 Wahlgruppen nach Branchen eingeteilt. Das Plenum hat bis zu 66 Mitglieder, die ehrenamtlich arbeiten. 54 Kandidaten werden unmittelbar gewählt, bis zu 12 zusätzliche Plenarier können in mittelbarer Wahl von den gewählten Plenarmitgliedern hinzugewählt werden. Zur Vorbereitung und Unterstützung der Arbeit des Plenums und Präsidiums werden Ausschüsse und Arbeitskreise gebildet.
Die Handelskammer Hamburg hat 250 hauptamtliche Mitarbeiter. Die inhaltliche Arbeit der Handelskammer Hamburg gliedert sich in neun Geschäftsbereiche:
Die Handelskammer Hamburg verfügt über Einnahmen von ca. 32 Mio ?, davon ca. 28 Mio ? aus Beiträgen der Mitgliedsfirmen. Der Umlagesatz für die Mitgliedsfirmen beträgt 0,31 % des Gewerbeertrags. [2]
Die Handelskammer Hamburg wurde 1665 als ?Commerz-Deputation? von den Seehandel treibenden Hamburger Kaufleuten gegründet. 1841 eröffnete die neue Börse am Adolphsplatz, die damals nur aus dem mittleren Teil des heutigen Gebäudes bestand. Sie wurde gleichzeitig zum Sitz der Commerz-Deputation. Im Jahr 1867 benannte sich die Commerz-Deputation in ?Handelskammer? um. 1907 erhielt die Handelskammer offiziell das Recht, auch die Industrie zu vertreten, was bereits seit 1900 über die von ihr gebildete Industriekommission praktiziert worden war. 1933 trat das ?Gesetz betr. Vorläufige Neubildung der Handelskammer? in Kraft und das Plenum wurde neu konstituiert. 1934 wurde die nun sogenannte ?Industrie- und Handelskammer Hamburg? Geschäftsstelle der ?Wirtschaftskammer Nordmark? (Hamburg, Lübeck, Schleswig-Holstein, Mecklenburg und Teile Nord-Hannovers). Mit dem Groß-Hamburg-Gesetz erweiterte sich auch die Zuständigkeit der Hamburger Kammer 1937 um Altona, Harburg, Wandsbek und Wilhelmsburg. 1943 wurde die ?Gauwirtschaftskammer Hamburg? eingerichtet, die auch die Handwerkskammer und die Wirtschaftskammer Nordmark einschloss Nach Kriegsende erfolgte 1945 die Rückbenennung in ?Handelskammer Hamburg?. Durch Bundes- und Landesgesetz erhielten die Kammern 1955/1956 wieder einheitlich den Status einer öffentlich-rechtlichen Körperschaft. [3]
Die Präsides der Handelskammer Hamburg von 1665 bis heute:
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