| Nebtiname in Hieroglyphen | ||||
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Göttersymbole von Ober- und Unterägypten /Nebti nb.tj Die beiden Herrinnen |
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Der Nebtiname oder auch Herrinnenname ist einer der fünf Namen der altägyptischen Könige (Pharaonen) in der Königstitulatur und bereits im Alten Reich belegt (Hor Den, 1. Dynastie).
Inhaltsverzeichnis
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Diesen Namen haben die Regenten zu Beginn ihrer Herrschaft angenommen. Er wurde mit den Göttersymbolen der "Beiden Länder" (Ober- und Unterägypten) eingeleitet:
Beide sitzen auf je einem Korb, dem Zeichen für neb (Hieroglyphe Gardiner V30), das "Herr" bedeutet. Der Nebtiname leitet sich von den zwei vorhandenen neb-Zeichen und den beiden Göttinnen ab. Das Zeichen für neb gehört auch zu einer weiteren Bezeichnung des Königs: "Herr der beiden Länder" (Neb-taui).
In der Frühzeit des Alten Ägypten wurden die Weltvorstellungen von einem Dualismus beherrscht, nach dem in der Natur alles geordnet war. Selbst die Götterwelt war dieser Dualität unterworfen, und so bestand jede Ganzheit aus zwei sich ergänzenden, gegensätzlichen Paaren (Dual). Gerade aber in Königtum und Staat ist dieser ausgeprägte Dualismus zu finden, beispielsweise auch in der Bezeichnung für das Land Ägypten selbst: "die Beiden Länder".[1]
Nebti ist die vermutete Lesart für die Symbolgruppe, die diesen Königsnamen einleitet. Nebti ist der Dual der weiblichen Form Nebet (Herrin), von männlich Neb (Herr) und heißt deshalb "die beiden Herrinnen", obwohl die Gruppe nur zwei Neb-Hieroglyphen in maskuliner Schreibung enthält. Der Titel bezeichnet die zwei Hauptgottheiten vor der Ersten Dynastie, als Ägypten noch in zwei Königreiche geteilt war:
Beide Städte lagen nahe bei den damaligen Hauptstädten Hierakonpolis bzw. Pe, und daher erhielten die Göttinnen ihre große Bedeutung. Menes, Gründer der Ersten Dynastie, war vermutlich der Erste, der den Nebti-Titel annahm, um zu bezeichnen, dass er die beiden Königreiche vereinigt hatte. [2]
Somit war auch die Bedeutung des Nebti-Namens für den König zweifach:
Kurze Einführung der Königstitulatur in Ägypten