Der Ford C100 war Anfang der 1980er Jahre ein Sportwagen, der wie der Porsche 956 und der Lancia LC2 nach den Regeln der neuen Gruppe C aufgebaut wurde. Die Bezeichnung erinnert an den erfolgreichen Ford GT40 der 1960er Jahre, und beinhaltet die Klassenbezeichnung (GT bzw. Gr. C) und die vorgeschriebene Dachhöhe (40 Zoll bzw. 100 Zentimeter).
In der Gruppe C war die Motorbauweise und der Hubraum fast beliebig wählbar, jedoch der Benzinverbrauch begrenzt. Dies ähnelt der Situation von 1975, als nach der Ölkrise in Le Mans ähnliche Regeln galten. Der in der Formel 1 seit 1967 siegreiche Ford-Cosworth-DFV-V8-Motor, der zuvor auf Langstrecken durch Vibrationen stets problematisch gewesen war, war das Triebwerk in den drei erstplatzierten Fahrzeugen. Auch 1980 gewann ein Sportwagen mit Cosworth-Motor, gegen einen verkappten Porsche 936 mit Turbomotor.
Somit gab Ford mit berechtigtem Optimismus grünes Licht für die Entwicklung des C100. Der Cosworth-Motor, der auch als kurzhubiger DFY Dreiliter in der F1 mit nun 525 PS gegen die Turbos unterlegen war, wurde als DFL auf 3.9 Liter vergrößert, um mehr Leistung und Drehmoment liefern zu können, zumal die Wettbewerber von Porsche und Lancia über 600 Turbo-PS verfügten. Darunter litt die Zuverlässigkeit des DFL, der in Le Mans 1982 und 1983 sowohl in den C100 als auch in Kundenfahrzeugen enttäuschte. Dabei hatten Piloten wie Manfred Winkelhock und Klaus Niedzwiedz den orangefarbenen "Jägermeister"-C100 durchaus mit schnellen Rundenzeiten über den Nürburgring bewegt.
Weder Ford in Köln noch Zakspeed schafften es, den Wagen zuverlässig konkurrenzfähig zu bekommen, während die Porsche 956 des Werks und der Kundenteams dominierten. Das Ford-Projekt wurde eingestellt, ähnlich wie schon der auch mit dem Cosworth-V8 bestückte Prototyp Ford P68 von 1968. Die DFL-Variante des Cosworth-Motors tauchte weiterhin in einigen Rennwagen auf, allerdings auf 3,3 Liter Hubraum reduziert.