Sbrinz ist ein Extra-Hartkäse aus der Innerschweiz. Er wird vor allem in den Kantonen Luzern, Obwalden und Nidwalden nach traditioneller Methode in Handarbeit in Kupferkesseln hergestellt. Ausser Rohmilch, Lab und Salz enthält er keine weiteren Zutaten. Da er sehr trocken ist und einen hohen Salzgehalt hat, ist er gut haltbar.
In Deutschland ist Sbrinz wenig bekannt und nicht überall erhältlich. Der meiste Sbrinz wird in der Schweiz selbst verzehrt. Seit Jahrhunderten wird ein grosser Teil der Produktion nach Norditalien exportiert; derzeit (2004) sind es rund 500 Tonnen pro Jahr. Der Pfad vom Vierwaldstättersee über den Brünig- und den Grimselpass war unter dem Namen Sbrinzroute bekannt.
Sbrinz hat einen charakteristischen, würzig-intensiven Käsegeschmack. Seine Konsistenz ist auf Grund der langen Lagerdauer wachsartig-brüchig und etwas kristallin. Er lagert mindestens 18 Monate bevor er in den Verkauf gelangt. Bevor er auf den Tisch kommt, sollte er mindestens zwei Jahre, besser noch drei Jahre alt sein. Noch ausgeprägter, kräftiger und würziger schmeckt fünf Jahre alter Sbrinz.
Sbrinz findet in verschiedenen Darreichungsformen Platz in der Küche: als Hobelrolle, als Möckli (Bröckchen) oder auch als Reibkäse. Sbrinz ist ein ausgezeichneter Reibkäse zu Nudelgerichten, besonders als Alternative zu Parmesan. Auch als Begleiter zu Brot und einem kräftigen, trockenen Weisswein ist er gut geeignet.
Er sollte nie geschnitten, sondern gebrochen werden. Hierzu gibt es den sogenannten Sbrinz-Stecher.
Um das Jahr 2002 herum suchte die Vermarktungsgesellschaft des Sbrinzkäses eine Ortschaft innerhalb des Ursprungsgebietes, die bereit wäre sich in "Sbrinz" umzubenennen. Dieses Vorhaben scheiterte, weil sich keine Ortschaft fand, die sich umbenennen wollte.