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Gonger



Als Gonger bezeichnete man im Volksglauben eine Art Poltergeist auf der deutschen Insel Sylt.

Erzählungen zufolge finden unschuldig Ermordete, sowie Menschen, die Grundsteine versetzt oder Land abgepflügt bzw. verwüstet haben, keine Ruhe im Grab. Ebenso kehren Gotteslästerer, Selbstmörder und Personen, die sich selbst verflucht haben, als Gonger wieder.

Wenn ein Seemann auf dem Meer stirbt, kehrt er als Gonger zurück, um die Nachricht seines Todes zu überbringen. Dazu steigt er nachts aus dem Meer, in der Kleidung, die er zum Todeszeitpunkt getragen hat und besucht das Haus seiner Nachkommen. Hierbei löscht er das Licht, legt sich auf die Decke eines Schlafenden und hinterlässt eine Spur aus Salzwasser. Dies tut er solange, bis man sich an ihn und seinen Tod erinnert.

Hugo Wolfgang Philipp verarbeitet den Glauben in seinem Theaterstück Der Gonger kommt. 2009 entstand der Fernsehfilm Gonger - Das Böse vergisst nie mit Teresa Weißbach, Daniel Zillmann und Bela B..[1]

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. ? Gonger - Das Böse vergisst nie in der Internet Movie Database (deutsch)





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