Der Virngrundtunnel ist ein nordöstlich von Ellwangen auf der Gemarkung Ellenberg gelegener 465 bzw. 468 Meter langer Tunnel der Bundesautobahn 7.
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Beim Bau des Autobahnabschnitts Würzburg?Ulm in den 1980er-Jahren war eine Durchquerung des Hornbergs unausweichlich, der mit 579 m ü. NN die höchste Erhebung des Waldgebiets Virngrund ist. Die ursprünglichen Pläne sahen eine Querung weiter östlich vor, bei der die Autobahn in einem tiefen Einschnitt über den Hangrücken des Hornberg geführt werden sollte. Nach Anwohnerprotesten wurde diese Planung fallengelassen und eine Tunnellösung favorisiert. So wurde am 5. Februar 1985 der Tunnel angeschlagen und am 31. März 1987 der Rohbau fertiggestellt. Die Verkehrsfreigabe war am 18. Dezember 1987 im Zuge des letzten Teilstücks der A 7 von Heidenheim bis Feuchtwangen.
Die Voreinschnitte und Portale des Virngrundtunnels wurden an das ursprüngliche Gelände angepasst. Es mussten verschiedene Schichten der Stubensandsteinformation durchbohrt werden. Dieses besteht aus einer Folge von Sand- und Tonstein welche sich in unregelmäßig über den gesamten Tunnelquerschnitt verteilt. Teilweise waren Lockerungssprengungen nötig, teilweise konnte das Gebirge aber auch mit Baggern abgetragen werden. Die Kappe der Randzone des Höhenrückens bildet eine Rutschscholle des Knollenmergels was auf der Nordflanke zu aufwendigen Baugruben und Böschungssicherungsmaßnahmen führte.
Der Tunnelbau erfolgte nach neuen Erkenntnissen österreichischer Tunnelbauer: Ein vorauseilender Kalottenvortrieb und in begrenztem Abstand nachfolgender Strossen- und Sohlausbruch und raschem Ringschluss. Alle Ausbruchflächen mussten sofort gegen Witterung und zur Stabilisierung mit Spritzbeton, Betonstahlmatten und zum größten Teil mit Stahlbögen gesichert werden.
Die beiden Röhren des Virngrundtunnels sind durch einen 13,6 m dicken Erdkern getrennt. Die Länge der Röhren beträgt 465 m in Fahrtrichtung Ulm und 468 m in Fahrtrichtung Würzburg. Die Breite der Fahrstreifen der Bundesautobahn beträgt jeweils 3,75 m, ihre Standstreifen enden vor den Portalen. Die Höhe der Tunnelröhren beträgt 4,5 m. Die dritte Tunnelröhre in der Mitte der beiden Hauptröhren dient als Fluchtweg und Durchfahrtsmöglichkeit für Rettungsfahrzeuge. Diese Röhre ist über einen Fluchtstollen in der Tunnelmitte erreichbar.
Die Baukosten des Virngrundtunnels betrugen:
49.0194110.1972Koordinaten: 49° 1? 10? N, 10° 11? 50? O