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Claus Böhmler



Claus Böhmler (* 29. Oktober 1939 in Heilbronn) ist Bildender Künstler, Zeichner und Medienkünstler. Er lebt und arbeitet in Hamburg.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Leben und Werk
  • 2 Auszeichnungen
  • 3 Einzelausstellungen (Auswahl)
  • 4 Ehemalige Studenten
  • 5 Einzelnachweise
  • 6 Literatur
  • 7 Weblinks

[Bearbeiten] Leben und Werk

Böhmler besuchte zunächst ab 1961 die Werkschule Pforzheim. Von 1963 bis 1968 absolvierte er ein Kunststudium an den Kunstakademien Stuttgart und Düsseldorf und war Schüler von Joseph Beuys. Sein erstes bekanntes Werk Pinocchio stammt aus dem Jahr 1969. Von 1974 bis 2005 war er Professor an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg.

Böhmler war einer der ersten Künstler in Deutschland, die sich für moderne Techniken der Bildreproduktion interessierten. Durch einfaches Fragen nach den Mechanismen der Technik und durch das Spielen mit den Möglichkeiten des Mediums macht er auf Regeln und Funktionen aufmerksam, die der Wahrnehmung sonst meist entgehen. Sein Umgang mit Radio, Cassettengerät, Fotoapparat, Film- oder Videokamera ist ironisch.

?In seinen Readymades aus Bildschirmfragmenten (?Elektronisches Notizbuch?, 1993/94) und Radiocollagen (?Stumme Pappen?, 1993/94) deckt Böhmler nach dem Prinzip der Demontage die Mechanismen der suggestiven Medienpraxis auf. Er zerlegt sie in ihre Bestandteile und kombiniert sie zu neuen, teils komisch-grotesken, teils tiefsinnig-ironischen multimedialen Objekten. Die vermeintliche Eindeutigkeit des vertrauten Konsumgegenstandes wird so zu überraschender Vieldeutigkeit, zu deren gedanklicher Entschlüsselung der Rezipient aufgefordert ist.? [1]

In Böhmlers Bildern und Objekten kommt der Verwendung von Sprache als Kommentar, Erläuterung oder Wortspiel eine zentrale Rolle zu. Die Sprache als Grundlage der Kommunikation ist für ihn das Medium höchster Authentizität. Aber auch hier zielt seine Untersuchung immer wieder auf den tatsächlichen Sinngehalt der Wörter, Sätze und Begriffe.

?Die Manipulation durch und in den Bildern, das Verhältnis von Sein und Schein, das hier deutlich entgegentritt, das Verhältnis von Bild und Welt sowie von Original und Kopie thematisiert Böhmler in seinen Arbeiten mithin in vielfältiger Weise: schreibend, redend, agierend, zeichnend und konstruierend. Die Zeichnungen, Installationen und Objekte zeigen die Dinge, wie sie wirklich sind oder wie sie außerhalb ihres angestammten Einsatzes gesehen werden können. Schmunzelnd wird dem Betrachter der Arbeiten deutlich, wie die elektronischen Medien unsere Wahrnehmung bestimmen, das Verhältnis zur Wirklichkeit verwischen und schließlich das Reale überlagern.?[2]

[Bearbeiten] Auszeichnungen

[Bearbeiten] Einzelausstellungen (Auswahl)

[Bearbeiten] Ehemalige Studenten

Zu seinen Studenten gehörten u.a. Martin Kippenberger und Albert Oehlen.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. ? * Claus Böhmler bei Museumsführer.de
  2. ? Bärthel, Regina: Claus Böhmler In: 40 Jahre: Fluxus und die Folgen: 1. September bis 13. Oktober 2002 / Red. u. Texte: Regina Bärthel. - Wiesbaden: Kulturamt, 2002.

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

Personendaten
Böhmler, Claus
Boehmler, Claus
deutscher Zeichner und Medienkünstler
29. Oktober 1939
Heilbronn





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