Harry E. Gove (* in Niagara Falls, Ontario, Kanada) ist ein kanadisch-amerikanischer Physiker. Bedeutend ist sein maßgeblicher Beitrag zur Entwicklung von radiometrischen Datierungsmethoden mittels Beschleunigermassenspektrometrie. Besonders für die Radiokarbonmethode ergab sich damit die Möglichkeit mit weitaus kleineren Probenmengen auszukommen, als mit der bis dahin üblichen Methode nötig war.
Bekannt wurde er auch durch den Vorschlag, das Turiner Grabtuches mittels der damals neuartigen Radiokarbonmethode mittels Beschleunigermassenspektrometrie zu datieren, und den Einsatz mit dem er diesen Vorschlag bis zu seiner Umsetzung 1988 verfolgte. Obwohl sein Labor nicht selbst an den Messungen beteiligt war, war H. Gove als eingeladener Gast Augenzeuge bei den Radiokarbonmessungen des Grabtuches im Radiokarbonlabor von Paul Damon in Arizona; einem der drei an der Grabtuchdatierung beteiligten Institute. Seine Erfahrungen und Fachkompetenz verarbeitete er 1996 in seinem Buch Relic, Icon or Hoax? Carbon Dating the Turin Shroud, in dem er die Messungen sowie die Vorgänge im Umfeld schilderte und die von Authentizitätsbefürwortern behauptete mögliche Verfälschung der Radiokarbonmethode zurückwies.
| Personendaten | |
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| NAME | Gove, Harry |
| KURZBESCHREIBUNG | kanadisch-amerikanischer Physiker |
| GEBURTSORT | Niagara Falls, Ontario, Kanada |